Band 
Erster Theil.
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448
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448 Moretti.

blühete unter der Regierung Heinrich VIII. undarbeitete nach Hans Holbeins Zeichnungen. A.

Morett»(Bartholome), Maler von Bologna ,lernte bey seinem Oheim Loren; Pasinelli Derselbewurde Priester von der Congregation St. PhilippNeri; gleichwohl fuhr er fort, in seinen Nebenstun-den zu malen, und st. »/oZ. mit dem Rufe einesHeiligen. Fe/rma prttrrce III. iZg.

* (Christoph) von Cremona , malte für

die dastge Cathedralkirche zwo Tafeln aus der Lei-densgeschichte Jesu . II.

(Egidius), Maler, von welchem manin der Kirche St. Maria bey St. Celso zu Mai-land eine Tafel findet, worauf die Bekehrung desApostels Paulus vorgestellt ist. T,at«aiia. Einanderer Egidius Moretti ist in dem Art. Domi-nicus Ferrerio zu suchen.

* (Joseph), Perspectivmaler zu Vene-dig um 1775. folgte des Anton Canale Maniervollkommen nach.

* (Joseph Maria) von Bologna , triebbis in sein Dreißigstes die Buchdruckerkunst, wor-auf er sich im Zeichnen und besonders im Formschnei-den übte; in diesem letztern erlangte er, ohne einigeUnterweisung, eine solche Geschicklichkeit, daßseineBlätter der Grabstichelarbeit gleichen. Er wardMitglied der Academia Clementina, und st. 1746.87. I. alt. ^caii. O/eur. II. 16.

- (Marc Azio). S. Azio.

Morettini (Peter), berühmter Kriegsbau-meister , dessen Vater ein Maurer, aus der Land,vogtey Mainthal gebürtig, sich in Frankreich nie-derließ. perer ward von dem berühmten Vauban bey Anlegung des Bastions St. Pierre zu Landau ,und nachher von Coehorn als erster Ingenieur beyder Befestigung von Berg op Zoom gebraucht, wo-durch er den Obristentitul erhielt. Er hat auch beyseiner Zurückkunft den Durchbruch des Bergs obenan der sogenannten Teufelsbrücke, bis in die Land-schaft Urseren besorgt, und die Dämme gegen denFluß Madia bey Locarno angelegt. Lüßli IV. 70.

Morereo (Alexander). S. Bonvr'nci'no.

(Christoph). S. Rivello.

(Faustin) von Valcamonica in dem Ge-biete von Brescia gebürtig, erlangte zu Venedig einen großen Namen wegen einigen Architekturenund Statüen, die er daselbst in Kirchen, Sälenund Plafonds malte.

*- (Niclaus), Maler von Padua , lernte

zu Venedig bey den Belliui. Er blühete um ihZo.und st. 80. I. alt. II. 521.

* Morgenstern (Joh. Lucas), Feldschlach-tenmaler zu Frankfurt am Mayn, wandte sowohlin der Zeichnung als im Colorit »»gemeinen Fleißan seine Arbeit; weil er aber in der Erfindungetwas schwach war, riechen ihm seine Freunde dieArchitecturmalerey an. Dieses that er mit so gu-tem Erfolge, daß er von Kennern in dieser Kunstso stark als Steenwyk gehalten wird. Seine Oel-gemalde sind so reinlich als Schmelzarbeit, unddie Linien mit dem Pinsel so scharf gezogen; daßman sie schwerlich auf Papier so fein herausbrin-gen kann. Er blühete um 177h.

* Morghen (Joh. Elias und Philipp), Va-ter und Sohn, deutsche Zeichner und Kupferstecher,lebten um 1760. Der erste arbeitete zu Florenz anden 91. Kupferplatten, die der Marchese Gerininach den Gemälden Johann Mannozzi, genanntSt. Giovanni, B. Franceschini, genannt Volter-rano , u. a.florentinjschen Malern, die in dem groß-herzogl. Pallaste gearbeitet haben, stechen ließ; einesehr interessante Samlung. I Elias gab auch 1767.die Alterthümer von Paestnm in 6. Platten nach desAnton Joly Zeichnungen Sa^a»8uppl. Philippdann arbeitete Vieles an dem Muse» Ercolano , undseine Stiche werden für die beßten dieses weitläufigenWerkes gehalten. S. den Art. Joseph Alloja.

Mornau.

* Mörser (David), ein englischer Künstler,malte die Bildnisse der Könige Georg II. und III.dann des Herzogs Wilhelm Augusts von Cumber-land; alle drey zu Pferde. Sie sind von L. l'Emrpereur und von Ravenet gestochen.

M 0 rigi (Michel Angelus). S. Merigi.

M 0 r, IIi 0 oder M 0 r 1 ll 0 s. S. Murillo.

* Morsn (Johann), Maler und treflicherKupferetzer zu Paris , erfand das Geheimniß, ver-mittelst der beherzten und leichten Führung seinerRadirnadel, zu einer solchen Vollkommenheit undRichtigkeit in seinen Bildnissen zu gelangen, welchegemeine Kupferstecher mit vieler Mühe durch dieReinigkeit und Fleiß des Grabstichels zuwegebrinrgen können. Einige von diesen Köpfen sind mitso viel Geist und Ausdruck gearbeitet, daß Van-dyk selbst sich damit Ehre würde erworben haben.Man hat von ihm neben Anderm eine Sammlungvon 40. Bildnissen der berühmtesten Männer seinerZeit, die er größtentheils nach P.de Champagne geetzthat. Erarbeitete auch nach Vandyk, Carrache u.sf.Der Kopf des H. Vincenz in einer Capelle derPfarrkirche St. Germain rAuxerrois ist das Bild-niß dieses Künstlers, welches sein Freund und Lehr,meister gemalt hat. Morsn starb zu Paris umEc>. Basan giebt ein Verzeichniß von einigenseiner beßten Blätter. Danstre Laräo» II. 20h.

* Morr'na (Julius), Maler von Bologna ,lernte bey Lorenz "Sabbatini und bey den Carracci .Er pflegte die Augen mit großen Deckeln undschwarzen Strichen zu erweitern, und den Mundlächelnd vorzustellen; worin er dem Anton Correg-gio folgte, den er in der Zeit, als er zu Parma inherzogt Diensten stand, wohl studirke. Seine Ge-mälde in Oel und Fresco sind fast unzählig. Erblühet« um 1600. Mr/vana I. 2ZZ.

* Morrnelio (Andreas), geb. zu Val di

Bisagno, im Gebiete von Genua um 1490. wardeiner der beßten Maler seiner Zeit. Eines von sei-nen Bildern ist in der Kirche St. Martin zu Ge-nua , wo er vermuthlich pfarrgenößig war, zu se-hen: Es stellt die Krönung der H. Maria vor, undist mit seinem Namen und i 5 ih. bezeichnet. DieseTafel zeigt seine Kunst und Erfahrenheit deutlichan. p. sd.

* Morini (Johann). S. den Art. I.

Bracciols.

*Morison( ), Kupferstecher, der Blu-men und Fruchtkränze, auch allerhand zum Putzgehörige Verzierungen, in verschiedenen Lagen gab.

Morlairer (Joh. Maria), Bildhauer zu Ve-nedig , lebte um 1760. und verfertigte für die Car-meliterkirche zu Brescia ein Basrelief, welches einEngelchor vorstellt. ^rco§o. Sein Sohn Mi-chelangelo war Mitglied der Academie zu Venedig .Er malte ebenfalls ein Engelchor an der Decke der gro-ßen Kapelle in der Kirche St. Bartholomaus, undeine Tafel für den Academiesaal. ^ir»ettr x. 481.

Morliere. S. den Art. Touren.

* Mormando (Joh Franz), florentinischerBaumeister, lernte bey Leo Baptist Alberti, studirtezu Rom, und gieng von da nach Neapel , wo ergleich Anfangs den Bau der Kirche St. Seocri,nus unternahm. Der König Ferdinand Catholi-cus berief ihn nach Spanien , und machte ihn zuseinem ersten Baumeister; er kam aber in einigerZeit nach Neapel zurück, und baute die schönenPalläste Vietrj, Cantalupo und Filomarino, nebstder Kirche St. Maria della Stella Daselbst starber um - 522 . etwa V7. I. alt. DoEmcr II. 71.

Mormorells (Liborius ), malte das Bildnißdes H. Franciscus für die Kirche Er. Dorothea zuRom . 7 'rti,

Mornau ( ), französischer Baumeister;

erwarb zu einer Zeit, Da er noch nicht oen Anlaßgehabt, sich durch große Gebäude bekannt zu ma-