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müße um 14,90- gelebt haben. Man verwahrt inder Benedictinerkirche St. Nazaro zu Verona einAltarblatt von seiner Hand. ^ a//e r si-orrnIII. - 58 . pozzo hingegen gedenkt weder diesesMalers noch seiner Arbeit in gedachter Kirche.— vasäri führt unter des Johann Bellino Schü-lern einen Hieronymus Mocereo an - welchervermuthlich unser Mozero ist. Eben dieses giltauch den Hieronymus Mocerus, oder Muce-rus, einen Formschneider; man hat von ihm Feld-schlachten und Historien. Ein in Helldunkel gear-beiteter Holzschnitt, i 5 oc>. datirt, welcher ChristiEintritt zu Jerusalem vorstellt, wird diesem Künst-ler zugeschrieben. Man findet sein vermeintlichesMonogramm bey Christ S. 142.
Mozzerri (Joh. Anton). S. den Art. P.di Marina.
Mozzina (Peter), GeschichtsmalervonMai-land, wird unter die Schüler des Ludwig Scara-muccia gezählt. Er arbeitete viel in seinem Vater-lande und durch die ganze Lombardie. Rnco/i 1.92.
Mozzone (Hieronymus ). S. Mazzoni.
Muci oder Muccio (Joh. Franz), Ma-ler von Ccnto, lernte bey seinem Oheim I, FranzBarbieri, und, obwohl er nicht zu der Vollkom-menheit seines Lehrmeisters gelangte, verfertigte erdennoch lobenswürdige Arbeit in Copien und Sti-chen nach desselben Gemälden. Er lebte um i6ö«.
Muci an. S. Muziano.
Mud 0; Beyname von D. Fernandez zJava-rerro.
* Muer (Peter le), Baumeister von Dijon ,war in allen Theilen der mathematischen Künstewohl unterrichtet. Der Cardinal von Richelieu bediente sich seiner vornehmlich zu Befestigung derStädte in der Picardie. Er vollendete auf Befehlder Königin Anna von Oesterreich die Kirche unddie Klostergebäude von Val de Grace ; gab auchdie Zeichnungen zu der Kirche des Petits Peres,zum großen Hotel von Luynes, und den Hotelsde l'Aigle und von Beauvilliers. Muer schriebeinige Werke über die Baukunst, und übersetzte denVignola und Palladio. Er st. 1669. 78. I. alt.
Muerens( ), geschickter Bildnissemalecin Haag, arbeitete um 1680. in Diensten des Chur-fürsten von Brandenburg . Man rühmt in seinenGemälden die Annehmlichkeit, Aehnlichkeit und an-ständige Stellungen. Sandrarr ll. 78.
Mugeilo (de), Familienname von I. An-gelico.
Muggiani ( ), neapolitanischer Bildhauer,von welchem man in dem königl. Pallaste eine großerunde Spiegelrahm, aus einem einztgen StückeMarmor verfertigt, siehet. Dieses Kunststück istaus fünf Genien und vielen Verzierungen sehr er-hoben zusammengesetzt. Lc/rnr 4 lli. io 5 . OhneZweifel das gleiche, was im Art. Julius Mo-zani erscheint.
Mugiani (Hieronymus ). S. Muziano.Mugnoz. S. Munnoz.
Mühlen. S. den Art. D- Heschler.
Mulare (Sebastian). S. den Art. Marquez.
* Mulder (Joseph), geschickter Kupfcretzcrzu Amsterdam , lernte die Zeichenkunst bey HeinrichBogaart und lebte um 1710. Man sieht sehr schöneProben seiner Kunst und einer bewundernswürdi-gen Zärtlichkeit seiner Nadel in den anatomischenWerken von Ruisch. Erarbeitete auch nach R. duVal, das Titelkupfer von F. Junii kickuru Ve-terum (Rotterdam 1694. in Folio). //ouüraLe»lll. 2 ,7-
Mulen oder Muler. S- Meuken.Mulichi (Mattheus), Maler von Bologna ,lernte bey Cesar Gennari; er verfertigte für die
Müller.
Kapelle Zani in der Kirche St. Blasius eine Tafel,welche die H. Maria aus Egypten vorstellt. Mansiebt auch von ihm eine H. Maria mit dem Rosen-kränze und seinen Geheimnissen in der Erzpriester-lichen Kirche zu Bagni della Poretta in den Ge-birgen von Bologna , und viel Anderes. Fe/rmaxittrrre III. 177.
* Mulier ober de Müller ibus (Peter),genannt der Ritter Tempesta; sein eigentlicherFamilenname war Molyn. Geb 16Z7. zu Dar-lem, lernte er bey seinem Vater, perer Molyn.Der Sohn gieng nach Italien , und arbeitete zuRom lange Zeit in Diensten des Herzogs Bracsciano, der ihn zum Ritter schuf. Er reiste hier-auf nach Venedig, Vincenza, Brescia, Mailand und Genua , wo er ins Gefängniß kam, weil erangeklagt und beynahe überwiesen wurde, daß erseine Ehefrau habe ermorden lassen; er ward aberaufVorbitte des Grafen von Melgar, Gubernatorszu Mailand entledigt, und gieng von Neuem dort-hin, wo er 1701. 64. I. alt, Todes verblich. Des-camps, der sein Leben (III. 148.) beschreibt, giebt zurUrsache seiner Befreyung, die er nach Verfluß 16.Jahren erhielt, die Bombardierung der Stadt Ge-nua an, bey welcher auf Befehl des Doge alle Ge-fängnisse eröfnet wurden. Mulier begab sich nachdieses Schriftstellers Berichte nach Piacenza . Erlebte sehr prächtig, hielt Kutschen und viele Be-diente, auch einen Thiergehaltcr, damit er selbigenach der Natur zeichnen könnte, wie er denn hierinsowohl als in Landschaften und Secstürmen eingroßer Meister war. M-rso ^roreirtmo III. 281.
Muli narr. S. Molinari.
Müller (Andreas). S. Moeller.
* — — (Anton), treflicher Geschichtsmalcczu Danzig , verfertigte große Tafeln für die Kirchedieser Stadt. Man findet auch in dem dasigenArtushofe das jüngste Gericht von seiner Hand.Dieses Bild ist von herrlicher Erfindung, schöngezeichnet und wohl gruppirt; es ist 1601. gemalt,und zeigt, daß Müller Raphaels Werke wohl sturdirt habe. (l^c.
— — (CarU, Miniaturmaler zu Coppenhagen,lernte bey Salamen. Daurv.
*— — (ChristianBenjamin), Maler zu Dres-den, lernte bey Samuel Bottschild, H. C. Fehling und Johann Kupetzky . Er malte in seiner Jugendin Miniatur; nachher legte er sich aufs Bildnisse-malen in Oel. Seine meiste Kunst bestand in Zeich-nungen, worin er mit malerischerund leichter Ma-nier Ruinen und wilde Gegenden vorstellte. Erwar so glücklich, die Bilder von Rubens in derJesuiterkirche zu Antwerpen , sechs Monate vorherabzuzeichnen, ehe sie abbrannte. I. Justin Preiß-ler brachte sie nachher in Kupfer. S. den Art.I. punr. Müller starb zu Görlitz 1768 69. I.alt. L- Zucchi, G. Lichtensteger, u. a. haben auchnach ihm gearbeitet. ^a§ecio»-K p. 286. u. 024.
* — — (Christian David), geb. zu Dresden 1780. lernte bey Anna Maria Hayd. Er malteBildnisse in Pastel, und ward 1764. in die neuein-gerichtele Künstleracademie aufgenommen.
— — (Christoph Elias). S. Philipp Hein-rich seinen Vater.
— — (Commodus ). S. Joh. Conrad, sei-nen Sohn.
— — (Constantin), berühmter Goldschmied,Wappen- Stein- Münz - Eisen- und Sicgelgra-bcr zu Augspurg, machte sich durch die Sammlungder Wappen dieser Stadt, nach dem Hochzeitregi-ster der Geschlechter von der Herrnstube bekannt.Er bekam hierüber sogar ein kaiserliches Privile-gium , und blühele um iööo. v. (Aterren Brief VII.
— — (Franz Georg Joseph), Goldschmied zuAugspurg; verfertigte außerordentlich kleine Arbeitvon Silber, welche Jagden, Schafereyen, Land-schaften u. s. f. abbilden, wobey er die richtigen Verc