Band 
Erster Theil.
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462
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462 Naldini.

ist; dann zwey Engel auf der Engelburgsbrücke,wovon der eine die Dornenkrone und der andere dieWürfel trägt. Naldinisi. 1684.70.J. alt. A.Wester-bouk, I. Colignon u. s. w. haben nach ihm gerstochen.

Naldini (Philipp), Peter Pauls Schüler,übte die Malerey, hatte aber mehr Talente zumCopiren, als aus eigener Erfindung zu arbeiten.Er starb um 1680. II. 43 ?.

* Nami, vielleicht Nannini (Matthäus),Maler, von welchem in der Schleisheimer-GalerieN°. u. 176. zwey große biblische Geschichtenbeschrieben werden.

Namur (Ludwig de), Parisermaler, lerntebey Frere Luc Recollet. Er ward 1669. Mitgliedder königl. Academie; Professor-Adjunctus 1681.würklicher Professor 1691. und st. 169Z. 64. I. alt.Er malte Geschichte und Bildnisse. Edelinck hatnach ihm dasjenige des Baumeisters Franz Man»sard gestochen. p. 22a.

Nanburgo (Michel), Maler, wird vonScanelli unter des Guido Reni Schüler gezählt.Er heißt vielleicht Sobleau.

* Nani (Alexander), florentinischer Künst-ler, wird von Baldinucci I. 3 og. angeführt.

* iHanneri (Niclaus), Maler von Florenz ,

lernte bey Alexander Gherardini. Man sieht histo-rische Gemälde von ihm in Oel und Fresco in Kir-chen, Palläsien und Privathäusern der Stadt Flo-renz und derselben umliegenden Orten. Er st. 1749.74. I. alt. I. p. 2. p. 47 -

Nanni (Hannibal). S. den Art. N. Bigio.

* (Hieronymus), Maler, genannt

pocco e buono, weil er bey der Arbeit seine Be-quemlichkeit brauchte, und, wann er von seinenFreunden zu mehrerm Fleiß angemahnt wurde, zuantworten pflegte: Laccio pocco e buono:Ichmache wenig und gut". Er arbeitete mit andernMalern an den Werken, die für Sixt V. verfertigtwurden. Hieronymus hatte durch einen Zufalldas Unglück, blind zu werden, und lebte 1640. nochin diesem Zustande. La§ü'a»r p. 26g.

* (Jacob), Maler zu Reapel, lerntebey Caspar Lopez. Er machte seinem LehrmeisterEhre, und that sich unter den dasigen Künstlern mitFrüchten, Blumen, Landschaften, Küchenstückenu. s. f. hervor. Um 1740. arbeitete er für den Kö-nig. Dome-ricr III. 677.

* (Johann), genannt da Udine ,lernte bey Johann Bellino und Giorgion. Da erso Vieles von dem Ruhme des Michelangelo undNaphaels horte, nahm er eine Reise nach Rom vor,diese Künstler persönlich kennen zu lernen. Hier hatteer das Glück, Raphaels Schule zu besuchen, inwelcher er in kurzer Zeit so zunahm, daß er Alles,was in der Natur vorkam, als Alterthümer, Ge-wänder, Gerüche, Gefäße, vierfüßige Thiere,Fische, Vögel u. f. f. vortreflich zeichnen konnte.Er machte hieven ein weitläuftiges Buch, welchessein Lehrmeister mit großem Vergnügen durchblät-terte, dadurch er das Genie seines Schülers er-kannte und ihm die Verfertigung der Stukkoarbeit,Grotesken, Thiere, Arabesken, Laubwerk undFruchtgehänge in den Galerien des Vaticans auf-trug, weswegen er von Pabst Clemens VII. einstarkes Gehalt erlangte. Er malte auch Figurenund Geschichte zu Rom, Venedig, Florenz undzu Udine . Dieser Künstler zierte die Wasserwerkeder Vigna de Medicis in den Gegenden von Rom mit so treflicher Stukkoarbeit, daß der CardinalJulius von Medicis ihn nicht allein zum Rittermachte, sondern auch mit Empfehlungsschreibennach Florenz sandte, wo er den herzogl. Pallast mitGemälden und Stukkoarbeit zierte. Er starb zu Rom i 564 - 70. I- alt und ward in der Kirche Rotondabegraben. Man findet in Crozat's Sammlung zweyBlatter nach seiner Zeichnung, die Grotesken vorstellen; Knapton hat einen Vogel, der einen Fisch

Napolitano.

verzehrt, nach ihm geetzt, und I. Ottaviani in 36 .Blattern seine Grotesken in dem vaticanischen Pal-laste zu Rom . Unter seinen Voreltern legte sichein Johann Nanni auf die Stickerkunst; und des-sen'Nachkommen wurden hierin so vortreflich, daßman ihnen, statt ihres Geschlechtsnamens, den Na-men Ricamarori zulegte. III. 676.

Nannini (Matthäus), Maler von Bologna ,lernte bey Carl Cignani und verdiente mit seiner Ar-beit nicht weniger Lob als seine Mitschüler. Er blü-hete um 1720. ^r»eK p. 60.

Nannoccio della Costa, Maler zu Flo-renz, lernte bey Daccio Bandinelli und bey Andreasdel Sarto . Er kam mit dem Cardinal Tournon nachFrankreich , wo er um i 54 o mit großem Ruhm ar-beitete. III. 16g.

* Nano od. de Nanro (Franz de), Form-schneider, hat Vieles nach Titian gearbeitet. Erblühete vermuthlich um i 54 o. /Äxüllmr I. 202.

* Nanreuil (Robert), ein sehr geschickterfranzösischer Maler und Kupferstecher, von Rheimsgebürtig, hatte eine so starke Neigung und Anlagezu seiner Kunst, daß er schon in seinen jünger» Jah-ren, mittelst einiger Anleitung seines Schwagers,Niclaus Regnesson, den Kupferstich zu der Thesis,die er in der lateinischen Schule behaupten sollte,selbst zeichnete und mit dem Grabstichel verfertigte.Er kam darauf nach Paris und besuchte daselbst dieSchulen von Philipp de Champagne und AbrahamBosse . Hier legte er sich gänzlich aufdas Stechen vonBildnissen, die er öfters selbst mit Pastelfarben nachdem Leben malte und sein Talent so hoch trieb, daßLudwig XIV. hiedurch bewogen wurde, zu seinenGunsten die Stelle eines königl« Cabinekzeichnersund Kupferstechers zu errichten. Er ist der erste,der seinen gestochenen Bildnissen durch länglichtePunkten, womit er seine Köpfe bis auf das höchsteLicht überarbeitete, eine natürliche Fleischfarbe zugeben, auch die verschiedenen Stoffe wohl zu unter-scheiden wußte. Dieser trefliche Künstler starb zuParis -678. 48. I. alt. Die Ehefrau von Edelinkward die Erbin seiner Vcrlassenschaft, indem siedie Nichte seiner Wittwe war, die ihn nur wenigeMonate überlebte, vigneuil de Marville I. i8b.behauptet: Die Geschicklichkeit Nanreuils habesich in der Zeichnung nicht weiter als auf die Kopfeerstreckt; denn als er einst ein Marienbild mit Han-den verfertigte, seyen diese so schlecht gerathen,daß er darüber von den Kunstverständigen verlachtworden Vielleicht mögen seine Bildnisse, die blosin Bruststücken bestehen, aber auch meist beynahelebensgroß sind, zu dieser Beschuldigung Anlaßgegeben haben. Fl. le Comre l. 52h. giebt vonseiner Arbeit ein ausführliches Verzeichniß, undBasen bemerkt diejenigen, die am meisten gesuchtwerden. Marietle besaß sein Werk in 280. Stücken.

I. gx.

Nanro. S. Nano.

* Napoleon« (Franz Joseph). S. die Art.A Alignini und O- Bracci.

Napoli (da); Beyname von Joh. di Nicole.

Napolirano (Carl), Maler, arbeitete zuRom , wo man von ihm in dem Pallaste BarberiniCopicn nach Raphaels Verklärung in St. Pielroin Montorio, und nach Constantinus Feldschlacht imim Vatican zeigt.

(Cosmus), Ritter und Baumeister zuRom , gab die Zeichnung zu der Vorderseite derKirche Spirito santo de Napolitani. Vermuthlichist er der C- Fonsaga. S. Domenici II l. 177-

(Marc Anton), malte das Gewölb derKapelle St. Pietro d'Alcamara in der Kirche St.Pielro in Araceli zu Rom . Trtt. Er wird auchvon Domenici III- 96. angefühlt, und ist vielleichtMartins di Colanronio del Flore.

(Niclaus). <I. den Art. Johann diNicola.