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Erster Theil.
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466
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466 Neer.

395) die angenhme Arbeit dieses Künstlers, vander Neer ist auch in Winterlandschaften und Feuers-brunsten berühmt. Aliamet, Austin, Zingg, Ru-ret, I. S. Müller, Vivares, I. Major u. s. f.haben nach ihm gestochen.

* Neer (Eglon van der), des Arrhus Sohn,lernte bey Jacob Vanloo. Er malte Geschichte,Bildnisse und Landschaften, die er mit Figurenund Thieren staffirte. Eglon arbeitete zu Paris ,hernach in Diensten des Grafen von Dhona, Gu-bernators zu Orange, und endlich an dem chur -pfälzischen Hofe zu Düsseldorf , wo er 170Z. 6v.I. alt starb. Er war ein seltener Maler, und be-saß seine Kunst in einem solchen Grade, daß eralle oberzählte Gattungen mit gleicher Vollkommen-heit behandelte. Seine historischen Gemälde sindwohl componirt; die Bildnisse, sowohl große alskleine gut colorirt, auch geistreich und zierlich aus-gearbeitet In den Landschaften bemerkt man einegenaue Nachahmung der Natur; die Lagen sindwohl abgewechselt, die Bäume angenehm geblät-tert und von natürlicher Farbe. Er bereicherte seineGemälde mit vielcrley Pflanzen, die er mit so über-triebnem Fleiß ausarbeitete, daß sie davon öftersein frostiges Aussehen bekommen und mit den üb-rigen Theilen nicht wohl übereinstimmen; aber ein-zeln genommen sind sie vortreflich. Man sieht auchvon ihm Gesellschaftsstücke, in welchen die Figu-ren nach der Mode gekleidet sind; in diesen ahmte erden Therburg so genau nach, daß man sich hierinbekriege» kann. G. M. Preißler, Chenu, Dupuis,u. s. f. haben nach ihm gestochen. Er heyralhetezwo Frauen, die in der Malerey sich berühmt mach-ten; die erste hieß du «tharel; die zweyte warJohann Gpielbergs Tochter, und Lrekveir,eines Malers Witwe: Diese blieb selbst nach Eg-lons Absterben als Miniaturmalerin in Dienstendes Chnrfürsten von der Pfalz . S. den Art. Eha-rel und Spliberg. DeLe-iMj0L lll. tZZ.

* hlees (Johann van). S- vles.

zIeessa (Alonso dc). S. Messa.

Nef. S. Neef.

* negg es (Simon), Kupferstecher zu Augs-burg, lernte bey Tobias Laub . Er verfertigtegute Bildnisse in Schwarzkunst, unter denen eineFolge von Päbsten mitbegriffen ist. von StellenBrief X.

* Negker (Jsst von), deutscher Formschnei-der. Man hat von ihm ein Blatt in Helldunkelgearbeitet, welches einen St. Georgius nach HansBurgmayr vorstellt. NiMon 1. 091.

Negre (Matthias van), niederländischer Ma-ler, lebte um 1620. Man zeigt von ihm in derEathedralkirche und in der Abtey des H. Martinuszu Tournay einige historische Bilder. In densel-ben bemerkt man eine fleißige Ausführung, frischeFärbung und richtige Zeichnung, wobey aber meisteine genügsame Kenntniß der Pcrspekliv und derHaltung fehlt, ^oi^e -ie

— (Niclaus van), niederländischer Bild-njßmaler. I. Suyderhoef, E. van Dalen, Er.du Paas u. s. f. haben nach ihm gestochen, te Comtelll. 269.

Negri (Bartholomö be), malte Christum amOeiberge, für die Kirche St. Agnes zu Venedig .

— — (St. Catharina de). S. vigri.

* — — (Franz), Kupferstecher, arbeitete zuPalermo , wo er i6bä. starb.

« — — (Hieronymus) genannt Boccia, geb.zu Bologna M8. lernte be» Dominicus MariaCanuti und bey Lorenz Pasinelli. Er malte für dieKirche Jesus zu Modeua den Martyrlod des H.Bartholomäus, und für die Kirche gleichen Na-mens zu Mirandola die Geschichte des H. Liborius.Uebcrdas sind die Kirchen St. Petrus, St. Jo-hannes der Florentiner und Madonna die Stra

Neidthart.

maggiüre zu Bologna mit seinen Gemälden geziert.

* Negr 1 (Joh. Franz), genannt da i Rittrattl,Maler zu Bologna, lernte zu Venedig bey EduardFialetti. Dieser Künstler war auch Baumeister,Dichter und Geschichtschreiber. Er besaß eine schö-ne Sammlung von Zeichnungen, und viele Erfah-rung in antiken Münzen. Negri war auch Mit-glied der Akademie degli Jncogniti. Er starb zuBologna 1669. 66. 1 . alt. — Sein Sohn Blancusübte auch die Malerey. Fe/n'mr xitt-uce lll. 22.

* — — (Peter), malte für die Schule St.Rochus zu Venedig eine große Tafel, worauf dieRepublikum Abwendung der Pest, vor derH.Jung-frau Maria und andern Heiligen stehend, vorge-stellt ist: Ein Werk von großer Composition, Stärkeund Colorit, welches 167Z. vollendet wurde. DerGeschmack ist ziemlich gut und fest, aber gemanirirt;die Färbung angenehm und sanft, aber die Schat-ten sind schwarz und scharf.

— — (Peter Martyr). S. t^eri.

Negro (Johann). S. Schwarz.

Negrolo (Philipp), treflicher Bildhauer inFiguren und Basreliefs, grub auch in Stahl undKupfer. Er arbeitete zu Mailand . Lomazzo undvasari gedenken dieses Künstlers.

*hstegrone (Peter), genannt Zingaro, Ma-ler aus Ealabrien, lernte entweder bey I. Antond'Amato ober bey Marc Cardisco. Man sieht vonihm viele Gemälde in den Kirchen zu Neapel , un-ter denen die Taufe Christi wegen Abschälen einesKreidengrunds schadhaft geworden; daher sie i/äi.von Alexander di Simone von der alten hölzer-nen Tafel abgelöst, und auf ein frisches L»ch über-getragen wurde. Negrone st. i 665 . — Ungeach-tet der Hoffnung, die dieser Künstler von seinemSohne Raphael nährte, und ihm deßwegen die-sen Laufnamen geben ließ, auch große Mühe an-wandle, ihn zur Malerey geschickt zu machen, warder doch in selbiger nur mittelmäßig. Domenrcil. 12g.

Negroponte (Franz da), malte die Altarta,fel in der Kapelle Moroüni der Kirche St. Fran«ciscus della Vigna zu Venedig , worin die H. Ma-ria mit gefallenen Händen den Heiland anbetendabgebildet ist; zu ihren Füßen sieht man verschie-dene Gattungen Vogel Dieses Gemäld wird vonRldolfi unter den Werken des Jacobello ^lorebeschrieben. La^a^tiu.

Nehring (Oswald), Kunstdrexler, machte be-wunderswürdige kleine Arbeit. Er war aus Schwa-ben gebürtig.

— — ( ), churfürstlicher Baumeister, war

einer von denen, die den guten Geschmack zu Ber-lin einführten. Er machte sich durch Erbauung dersteinernen Brücke über die Spree und Anlegung desdasigen Zeughauses berühmt. DaS letztre war her-nach durch den Obristen Bott vollends ausgeführt.Gehrung blühete um das Ende des XVll. Jahr-hunderts. Marperger S. 4^2-

Neldilnger (Michel), Maler von Nürnberg ,lernte bey Georg Strauch. Er arbeitete zu Amster-dam bey Jacob Backer; hierauf gieng er nach Ita-lien und fetzte sich zu Venedig , wo er um i?oo.starb. Man findet m der dasigen Kirche St. Annadie Erscheinung des H. Laurenlius Giustiniani, dieder seligen Nicolasia, Aebrissin dieses Klosters ge-schah; und in der dasigen Kirche del Soccorso denLeichnam und die Auferstehung Christi. (tochinsagt von dem erster« dieser Gemaloe, es sey schlecht;doch finde man etwas Gutes an den höckerichtenStrichen seines markigrcn Pinsels, womit er dievcnelianische Manier nachahmte. DoppelmayrS. 2H4.

* rAeidrharr (Wolfgang), Ctadtglocken-nnd Bildgießer zu Augspurg, hat alles dasjenigegeformt und gegossen, w^s an dem dasigen Rath-hause von Glockenspeise angebracht ist. Seine vor-