Band 
Erster Theil.
Seite
471
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Ninfe.

Brunnen sitzend vor, aus welchem die Mönche vonverschiedenen Orden mit großer Geschäftigkeit Was-ser schöpfen. Felibien führt unter den

Schülern von Ambcosius du Bois Ainer, einenniederländischen Maler, an.

* rJinfe (Cesar dalle), venetianischer Maler,lernte bey Tintoret. Er arbeitete mit der besondernund fertigen Manier seines Lehrmeisters. Cesarblühete um 1600. und malte meist mit andern Künst-lern auf nassen Kalk. Die Verkündigung Mariaob dem Portale der Kirche St. Faustinus zu Vene-dig malte Cesar mit einer kecken und schönen Ma-nier auf Einen Tag, und in sehr geringem Preise.Zanerri sagt: Es werde niemand, der dieses Ge-mäld betrachte, hieran zweifeln. /ttäoA II. 77.

fingen (Wilhelm van). S. Ingen,rn 0 (Peter di). S. den Art. A- Amerighü

— — S. die Art. I. Vl. Guevara, F. S>Anorinl und Ugolino.

* Nroul. S. den Art. N. Caron.

Nipore (Jgnaz), ein Turiner, malte viele

Altarblätter und Frescoarbei't für die Kirchen dieserStadt und des Herzogthums Piemont. iba»to/r I.

— — de i Carracci ; Beyname von L.Garbieri.

lJspozzano (da); BeynamevonL'r. I. Ta-lenti.

Nisonas. S. kJicoinachns.

ssliulant. S. rsiieulant.

* Nivolstella (Joh. Georg), von Maynzgebürtig, lernte zu Genua dieZeichenkunst bey Bern-hard Castelli und ward ein vorkreflicher Formschneirder. Man hat von ihm die Acneis des Virgils,verschiedene Schilde, die H. Allvater nach AntonLempesta. Er arbeitete zu Rom und starb daselbst

Zo. I. alt. LaZ/r'om p. 27g.

* Niiron ( ), einer der geschicktesten Mi-

niaturmaler seiner Zeit zu London , war 1770. einMikgiied der dasigen königl. Academie. lJ. Bibl.schöner wlssensch. XlV. 6Z.

ls! 1 z; a (Loren;). Von diesem Bildhauer siehtman in der Villa Borghese bey Rom zwo Urnen vonPorphyr. e Moäerua.

* ^koblli (Anton), genannt Srraforo, eingeschickter Landschaftenmalec von Verona , dessenArbeit in großer Achtung war. Er gab auch Hoff-nung von sich, seine Kunst zur Vollkommenheit zubringen, woran ihn sein frühzeitiges Absterben hin-derte. Er blühete gegen das Ende des X V It. Jahrh.

d!o. 11g.

* Noblesse ( ), Zeichenmeister mit der

Feder, starb um 1720 zu Paris in hohem Aiter. Erhat nach Callot studirt und nach seiner Manier kleineLandschaften geetzt.

* Nocchierl (M-), Bildhauer von Ancona ,lernte bey bem Ritter Bernini . Er arbeitete zuRom, wo er von der Königin Christina , welche dieneun Musen in antiken Statüen besaß, den Befehlerhielt, einen Apoll zu verfertigen. Nocchieriwählte, entweder wegen seines schlechtenGeschmacks,wie er denn in der That ein schlechter Künstler war,oder vielleicht aus Schmeichelei), zu diesem Bildedie Gesichtszüge dieser Fürstin. Mc.

* Noch er (Joh. Edmus), französischer Ku-pferstecher, lernte bey Edmus Fessard, unter des-sen Anführung er verschiedene Blätter nach Tenier,Rubens , Ramsay u. s f. verfertigte. LaE

Nock ( ), Maler, von welchem man in

Ncymans Cabinet mit Wasserfarben ausgeführteZeichnungen beschrieben findet, welche allerley Mu-scheln vorstellen.

* Nocrer (Johann), Maler aus Lothringen ,lernte bey Johann lc Clcrc und malte Geschichteund Bildnisse- Er arbeitete zu Paris , wo er in

Notist. 47t

dem königl. Pallaste der Thuilleries in den Zimmernder Königin die Gemahlin Ludwig XI V. in verschie-denen Gemälden unter dem Bilde der Minerva vor-stellte. Nocrer ward des Herzogs von Orleanserster Maler und starb als Rector der Academ.e 1672,52. 1 . alt. S. Siivestre, R. Nanteuil, M. l'Asne,G. le Brun, F. Poilly u. s. f haben nach ihm ge-stochen. — Sein * Sohn, ein Bildnißmaler, ward1674. Mitglied der königl Academie, und wurdedes gedachten Herzogs Kleiderverwahrer. Er lebtenoch 1706. tZm'-chr.

Noefs (Peter). S Neefs.

* n 0 el ( ), ein junger französischer Zeick -

ner von 18. Jahren, der mit dem Abt Chappe ei> <Reise in Californien machte, und den man, der er-sten Nachricht zufolge, für todt hielt, kam 1770.nach Paris zurück. Er brachte viele Gemälde undZeichnungen von verschiedenen Gattungen mit sich,in welchen er die interessantesten Gegenstände, deihm auf dieser Reise vorkamen, abschilderte.

enci/c/oxeä. ja 11 vier 1771. p. itiH —Noel, niederländischer Tapezierer, arbeitete zuNeapel . XarneK S. 218.

Noferi (M), florentinischer Maler, blüheteum i 5 uc». Er malte einige Gewölber der Haupt-kirche zu Arezzo . Fottm-r II. 17Z. blot. 1.

* — — (Michel), Maler zu Florenz , lernt«bey Vincenz Dandini. Er st. 1661.

* Nogari (Joseph), venetianischer Maler,lernte bey I. Baptist Pitloni und bey Anton Balc-stra, bey denen er aber noch keine Anzeige» von dertreflichen, zarten und natürlichen Manier gab, dieer hernach aus sich selbst bildete. Als der Mat-ches« Octavius Casnedi, ein großer Kunstverstän-diger von Mailand, nach Venedig kam, entdeckteer an den Figuren dieses Künstlers einen gewissenVerstand und Annehmlichkeit; daher gab er ihmnützliche Erinnerungen, die Nogari wohl anwen-dete, »nd dadurch mit seiner neuen und besondernManier großen Ruhm erlangte. Man sieht in denKirchen zu Venedig Gemälde, die von seiner Ge-schicklichkeit in großen Composilionen zeugen. Erward nach Turin berufen, wo er für den König unddie Großen dieses Hofes vergnüglich arbeitete. Die-ser Künstler kam in sei» Vaterland zurück, warddaselbst Director der Academie und st. 176Z. 64. 1 .alt. F. Polanzani, I. I. Hayd, F. L. Jungwirchu. s. w. haben »ach ihm gestochen. t?rm»-/entr.

* — — (Paris ), genannt Romans, folgtedes Raphael Motta Manier und zeigte viele Probenseiner gründlichen Wissenschaft unter den Regierun-gen der Päbste Gregor XIII. Sixtus V. und Cle-mens Vllk. Er arbeitete in den Logen, Sälen undGalerien des vaticanischen Pallastes, der H. Treppe,der Kirche St. Johann von Lateran und in andernKirchen und Pallasten zu Rom . Mit anwachsen-den Jahren legte er sich auf das Miniaturmalenund Kupferstechen ; allein das allzugroße Anstren-gen seiner Kräfte stürzte ihn in eine köstliche Krank-heit; und, als er sich kaum davon erholt hatte,that er, zufolg' eines Gelübdes, aber wider denRath seiner Aerzte, zu Fuß eine Reise nach boretto,kam aber nicht weiter als eine Tagreise, wo ihnseine vorige Krankheit von Neuem überfiel, anwelcher er zu Rom 65 . I. all starb, und ward inder Kirche St- Lrinila da i Moiui begraben. Die-ser Maler blühete um das Ende des XVI. Jahrh.C- Cork hat nach ihm gestochen. Unter seinen eige-nen Blättern findet man eine Schlacht des KönigsRamirez gegen die Mauren, von r 588 . darirt.

p. 82.

Note (da); Beyname von A. Colms und I.Meriiani.

Nolfo. S. VNonza.

* Nolkn oder Nollin (Johann Baptist undPeter), zwey französische Kupferstecher des X.V 1 II.Jahrh. Der erste hatte einen ziemlich schönen Grab-stichel. In Italien verfertigte er einige Blätter nach