' Paglia.
paglia (Fr. Joseph oder Ludwig), Dominocanermönch und geschickter Baumeister aus Sici-lien, arbeitete zu Rom , wo er die Kirche St. Jlde-fonsus baute und auf Befehl Pabst Alexanders VII.die ungeheuer großen antiken Säulen an dem Por-ticus der Kirche St-Maria della Rotonda aufrich,tete. Er lebte um 1660. Dirs.
— — ( ), geschickter Perspectivmaler,
lernte bey einem der Bibiena . Er malte um dieMitte des X V11I. Jahrh, die neue Schaubühne zuPadua . Aonettr.
pagni (Benedict). S. pagani.
Pagno (Maestro). S. den Art. ph. Nadi.
pahln, vermuthlich Horaz paulyn.
* Gallier (Anton), geb. zu Paris 1626. kam
in die königl. Akademie 1659. ward Professor 1662.Rector 1899. und st. 1701. ? 5 . I. alt. Er malteGeschichte und Bildnisse. Von seinen öffentlichenWerken siehet man in der dasigcn Cathedralkircheeine H. Familie, den Martyrtod des H. Bartholo-mäus und einige historische Bilder in dem Vorzim-mer der Königin zu Versailles . Er wird für einenmittelmäßigen Künstler gehalten. W. Vallet, St.und B- Picart, S. Lhomaßin u. si f. haben nachihm gestochen. p. 4g.
paillor (Peter). S. palliot.
paina ( Dartbvloms), ein Mantuaner, vonwelchem man in der Jesuiterkirche delle Grazie zuBrescia ein Gemäld siehet, worauf der Hinscheiddes H. Josephs vorgestellt und eine Copie nach M.A. Franceschini ist.
* Paine (James und Wilhelm), Vater undSohn, Baumeister zu London , sind durch ihre Bild-nisse bekannt. Der Sohn schrieb ein Buch, woriner eine leichte und überall gut geheißene Manierlehrt, wie alle Gattungen Gebäude und ihre Theilegezeichnet und ausgeführt werden sollen; das Werkist mit 8Z. Kupfertafeln in 4°. versehen.
paino (Monsu), Maler zu Mailand . Einesseiner Gemälde, worin St. Franziscus, der dieWundmale Christi empfängt, abgebildet ist, wirdunter die vornehmsten Kunststücke der PfarrkircheSt. Calimare gerechnet. Man findet in der Be-schreibung der ehemaligen Galerie Settala zu Mai-land drey Bildnisse von diesem wenig bekannten Ma-ler , der vermuthlich um die Mitte des X VII. Jahrh,lebte, /.atnasta.
*pajon od, pajou (Augustin), Bildhauerzu Paris , war um 1760. Professoradjunct der königl.Academie - Das Modell des Weihwassergefässes inder Kirche St. Louis zu Versailles und die i 5 ^hohe Statüe eines Flusses in dem Garten desSchlosses Drünoys, in den Gegenden der Stadt Pa-ris , sind von dieses Künstlers Arbeit. Seine Zu-sammensetzungen haben einen guten Geschmack, unddie Gewänder seiner Figuren sind zierlich. DasBrustbild der Gräfin du Barri ist ein Meisterstückdieses Künstlers, cier üear-5- ^,'tr.
Pakmann (Angelica Agnes), Andreas,eines niederländischen Malers Tochter zu Venedig .Sie malte Blumen, Früchte und Thiere. DieseKünstlerin heyrathete i7in>denAnronCaIza, einengeschickten Maler von Verona. xr'ttrrce
III. 188.
* palacios (Franz), Maler von Madrid ,lernte bey Diego Velasquez . Er malte gute Bild-nisse, würde auch ganz vermuthlich hierin seinemLehrmeister gleichgekommen seyn , wenn er nicht1676. Z9. I. alt gestorben wäre. ^e/a-co X". itz».
* Paladins (Archangels), Philipp, einesgeschickten Malers und Musivarbeiters Tochter vonPisa , ward im Biidnißmalen und Sticken berühmt.Sie arbeitete an dem großherzogl. Hofe zu Florenz und st. 1622. 23 . I. alt. Ihr eigen Bildniß, wel-ches sie auf Befehl der Großherzogin verfertigt hatte,ward nachher in der Bildergalerie, neben so vielandern, aufgehoben. M<§eo FUentmo III. 35 .
Palladio. 485
palamedesz; Beyname von p. Stevens.
palamino od. Palomino. S. velasco.
palar (Wilhelm). S.denArt.I.B.Brughi.
* palavicino (Jacob), ein Mailänder,malte auf dem Platze Bottonuto bey der Kirche St.Giovanni di Guggirolo die Anbetung der Meisen,und in der Pfarrkirche St. Alexander an dem Bogendes Gewölbes einige Bilder der Propheten, Evan-gelisten u. s. f. Er lebte um 1720. Latnaiia.
* — — oder paravicinus (Joh. Bap-tist), Kupferstecher, hat die Ceremonien der päbstl.Messe auf 34. Bl. geetzk.
— — (Leo), Kupferstecher zu Mailand umikoo. wird von Christ S. 293. angeführt.
palazzi (Franz). S. Polazzi.
— — (Riva), geschickter Architecturmalervon Mailand , arbeitete mit M. Bartolini in demChöre und dem Pfarrhause der Kirche St Barthorlomaus zu Bergamo um 1760. Man sieht auchvon seinen Werken in der Dreyfaltigkeitskirche zuComo. wettere rr- /a /Ätm-a I V. 87.
* palcko (Franz Taver Carl), eines MalersSohn von Breölau, der Johann Breughels Ma-nier in Gesellschaftsstücken nachahmte Der Sohnlernte zu Wien die Architektur bey Anton Bibie-na. Er studirte vornehmlich nach der venetiani-schen Schule, vorzüglich aber nach Joseph MariaCrespi zu Bologna . Seine geistlichen Geschichten,womit er die Kirchen zu Dresden und anderwertszierte , werden wegen ihrer Lebhaftigkeit, gutenCharactern und treflichem Verstand in Licht undSchatten gerühmt. Palcko war der Churfürstenvon Sachsen und Bayern Hofmaler. Er setzte sichzu Prag und st. 1767. 43. 1 . alt. I. G. Hayd , I.Arnold, F. Bartolozzi, I. M- Soeckler, Jung-Wirth u. s. f. haben nach ihm gestochen. — Sein ein-ziger Sohn, * Franz Laver, übte gleiche Kunstund arbeitete auch mit der Radirnadel.
x. 298.
palea (Frater Joseph), Dominicaner undBaumeister von Palermo . I. B. Falta hat nachseiner Erfindung einen prächtigen Altar gestochen.
Palermo (Don Diego), reformirtcr Fran-ziskaner und Bildhauer, von dessen Arbeit man inder Kirche seines Klosters St. Maria degli Angelizu Neapel ein Kruzifix und einige Statüen von Hei-ligen seines Ordens siehet. Diego selbst ward nach-her in die Zahl der Heiligen aufgenommen. Blain-wille III. 343 .
— — (da); Beyname von Jacob Bäckerund Anron Gagino.
palidamo. S. Paludanus.
paling (Franz), böhmischer Maler, lerntebey Carl Screta.
* — — (Jsaac) lernte bey Abraham van den
Tempel. Er malte Bildnisse, und arbeitete einigeZeit zu London . Nach seiner Zurnckkunft setzte ersich in dem Haag und übte diese Kunst bis in seinhohes Alter. Er lebte um 1680. III. 6.
palladino; Beyname von A. Zabarelli.
* palladio (Andreas^, berühmter Bauemcister des X V I. Jahrh, von Vicenza gebürtig E-trug das Meiste zu Wiedererneuerung der alten Bau-kunst bey, und lernte bey Joh. Georg Trißino pal-ladio gicng nach Rom , wo er die antiken Überbleib-sel fleißig betrachtete und die wahren Regeln derBaukunst, welche durch die Barbarey der Gothenverderbt waren, wieder herstellte. Unter vielenprächtigen Gebäuden, wozu dieser trefliche Bau-meister die Zeichnungen verfertigt und ihre Ausfüh-rungen besorgt, macht ihm vornehmlich die Schau-bühne zu Vicenza Ehre, und ist eine überzeugendeProben seiner ausnehmenden Geschicklichkeit; da-her er auch, ob er gleich von geringer Familie ab-stammte, in den Adel- und Patrizierstand erhoben
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