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Erster Theil.
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502
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502 Peracc«.

die ein Liebhaber zu Paris noch 176a. besaß. Manfindet darin bekannte Statuen und Basreliefs, dievon der Treu und Genauheit aller übrigen Stückedieser Sammlung zuverläßige Proben abgeben. Erradirte auch nachRaphael, Michel Angelo , Tikianu. s tv-

Veracca (Andreas). S. Varacca.

Veracci (Jacob), genannt Giaconnno delGessi, Maler von Bologna , wird von (Jsalvasia(II. 35 ?.) unter die Schüler des Franz Gessi gezählt.

Veragini (Stephan), ein Römer, mallefür die Kirche St Franziscus de Paula zwey Altar-blätter. Das eine stellt den H. Franz von Sales ,das andere den Erzengel Michael vor. Mr.

* Veranda (Santo), Maler zu Venedig ,lernte bey Leonhard Corona und bey dem jüngernPalma . Er malte in dem herzogl. Pallaste daselbstsehr weitläufige und große Geschichten; arbeiteteauch an den Höfen zu Mirandola und Modena .Dann siehet man von ihm, und von einem An-eon Veranda, etliche Gemälde aus der Fabel--lehrc in einem Saale des herzogl. Pallastes zu Man-tua. Gante verfertigte seine Bilder mit großemFleiße, vollkommen schöner Färbung und vielemGenie, aber in einer etwas schweren Manier undmit mittelmäßiger Geschicklichkeit in Anlegung undZusammensetzung seiner Gegenstände. Er starb inseiner Geburtsstadt rsi 38 . 7s. I. alt und ward inder Lolentinerkirche begraben. /WoH? II. 271.

* Verazzinl (Joseph), genannt LTucando-

lese, Maler, aus dieser Stadt gebürtig, lernte beyI. Franz Cassana und M- A- Franceschini, unterwelchem er viele Jahre arbeitete. Er ward ein ge-schickter Geschichts - und Bildnissemaler. Man stehtvon ihm einige schöne Altarblätrer in den Kirchenzu Bologna , wo er sich haushablich niederließ. Erstarb daselbst i/5ä> 82. I. alt. /nttrice

III. 273.

Vercellis. S. Varcellis.

Verdrrze (Michel la), französischer Bildhauerim XVII. Jahrh. Von seiner Arbeit sieht man inden königl. Gärten zu Versailles. 6narr'e»tr.

* Vereda (Don Anton de), Maler von Val-ladolid, der, ob er gleich weder lesen noch schreibenkonnte, dennoch einer der beßten Meister in seinerKunst war. Er sammelte sich ein trefiiches Cabinetvon Gemälden, Statuen, Kupferstichen u s. f.auch eine auserlesene Künstlcrbibliothek. SeineSchüler lasen ihm, und dadurch ward er der geist-reichste und vielleicht der gelehrteste Künstler, denSpanien jemals hervorgebracht. Peter de la Cue-vas und I. Baptist Crcsccntio waren seine Lehrmei-ster zu Madrid . Hier studirte er die Gemälde derkönigl. Palläste. Er arbeitete in allen Arten derMalerey; geistliche und weltliche Geschichten, Land-schaften, Blumen, Vichstücke, Früchte, Bildnisse,Tabacksgesellschaften u s. f. Seine Manier gleichtder venetianischen. I» seiner Arbeit war er hurtig,in der Annehmlichkeit unvergleichlich, und in derComposition reich. Seine ersten Pinsclstriche wa-ren so keck und so wohl angebracht, daß er nichtnöthig hatte, das Frische und Zarte seines Coloritsdurch vieles Uebcrmalen zu schwachen. Alle seineBilder sind so viele Meisterstücke: Alles ist lebhaft,in Bewegung, und treflich ausgearbeitet. Die An-zahl seiner Werke ist sehr beträchtlich, und er erwarbsich hierdurch die Hochachtung und Freundschaft desganzen Hofes. Er starb zu Madrid 1669. 70. I.alt. /"e/arco 137.

* — — (Sordillo de); Beyname des Alonsodel Arco.

Vereg 0 (Cajetan), Architecturmaler von Mai-land , lebte um 1760. Er arbeitete zu Turin in denKirchen St. Pkilippi Neri und St. Theresia, zuAsti für die Domkirche u. s f. N. l.

* Veregrina (Lidovina), trefliche Sciden-stickcrin zu Mailand , verfertigte um i 58 v. die Be-

Perfetti.

kleidung eines Altars für die dasige Domkirche; dieseist so geschickt ausgearbeitet, daß man Mühe hat,sie mit bloßen Augen von einem schönen Gemäldezu unterscheiden. Man findet auch in der Sacristcyder Kirche St. Maria bey St. Celso ein großesStück von ihrer Arbeit, welches die AuferstehungChristi vorstellt und neben den Gemälden der be-rühmtesten Meister aufgestellt ist. Diese Künstlerinist außer allem Zweifel eine von den Töchtern despellegrin pellegrim. Reyßler Br. XXXVI.

perelius, antiker Bildhauer, blühete in der87. Olympiade. /Ämur 1 >. XXXIV. L. 8.

* perelIe (Gabriel und seine zwey Söhne Adamund Niclaus), französische Kupferetzer, radirten einegroße Anzahl Landschaften und Aussichten nach ihreneigenen Zeichnungen und nach P. Drill, C. Pvelem-burg, Poußin, Asselyn, Fouquier, Callot u. s. w.welches Alles verschiedene schätzbare Sammlungenausmacht. Der Vater war weit geschickter alsseine Söhne; sie blüheten zu Paris nach der Mittedes XVII. Jahrh. Vkiclaus ahmte den AbrahamBosse nach, und Adam lernte bey Simon Vouct.Sein fruchtbares Genie, welches mehr zum Erfin-den als zum Nachahmen aufgelegt war, überließsich ohne Unterschied seinen eigenen Einfällen undden Beobachtungen der Natur. Er radirte nichtsals Landschaften, meist nach eigenen Zeichnungen,und einige andere nach C. Poelemburg Adamst. 1695. 57. I. alt. Alle diese Künstler mallenauch Landschaften. Der Abt von Marolles hatschon isiöö. von ihnen 767. Bl. gesammelt. Einervon ihnen hat ein Zeichenbuch von Gebäuden, Fe-stungen, Landschaften u. s. f. gegeben. Lara».

perenneau. S. peronneau.

Vereyra. S- Verreyra.

* — — (Emanuel), aus einem vornehmen

Geschlecht in Portugal gebürtig, war ein geschick-ter Bildhauer. Er arbeitete seine meiste Lebenszeitin Spanien und verfertigte bis an sein Ende, wel-ches 1667. 53 . I. alt erfolgte, trefliche Werke, ob,gleich er in seinen letztem Jahren beynahe blindward. Man sieht Zeugen seiner Talente in denKirchen zu Madrid . X°. 128.

* (Don Barkholomö) von Madrid ,ward durch seine Geschicklichkeit königl. Hofmaler.Er arbeitete sehr wohl auf frischen Mörtel. Als erin dem Pallaste des Herzogs von Monteleone dieDecke einer Treppe malen sollte, fiel ihm das schlechteingerichtete Gerüst auf den Leib und zerquetschte ihnso jämmerlich, daß er wenige Tage hernach lügä.59. I- alt starb. ^e/arco X°. 196.

— — (Matthäus), von Allisio in Spanien gebürtig, war ein großer Zeichner, Bildhauer undMaler. Er studirte zu Rom und folgte des Michel-angelo Manier, pere; malte in der Kirche St. Chri-stoph zu Sevilla die Figur dieses Heiligen auf fri-schen Kalk, welche vielleicht die größte ist die jemalsgesehen worden, indem die Wade dieses Biloes2^ breit ist. Er radirte einige Blätter nach eigenenErfindungen und starb zu Rom um r6vv. Lntr-o»

P. I2t.

Verezzoli (Franz), genannt Ferrarino,von Verona gebürtig, lernte bey Julius Carpioni,dessen Manier er folgte und wegen des Besondernin seinen Gemälden berühmt wurde. Er begab sichnach Rom und Bologna , wo er bald den NiclausPoußin, bald den Carl Maratti nachahmen wollte,wozu er aber nicht genug Geschicklichkeit besaß, unddaher in eine so trockene Manier verfiel, daß siemehr der alten deutschen, als der italienischen glich.Er setzte sich zu Mailand und verfertigte viele Ar-beit; weil er aber in seiner Kunst weder gute Fun-damente noch einen guten Geschmack zeigte, so ver-schwand auch sein Ruhm mit der Zeit. Er st. 1722./VrM 116.

Verfett! (Joh. Anton), Baumeister zu Rom ,verfertigte die Zeichnungen, nach welchen die Vor-derseite der dasigcn kleinen Kirche St. Diagio dellaPagnotta erbaut wurde. Ditr.