§06 Perugi >io.
p. i 33 . — Einen andern I. Dominicus peru«gino findet man in dem Art. Cerrmi.
perugino (Polydor), Goldschmied, lebteum i 55 o. Seine Söhne verfertigten sehr schöneBildnisse von gefärbtem Gyps. vasari giebt dieseNachricht in dem Leben des Leo Leoni.
— — Beyname von Galeatius Aleßi, J. Dorminicus sserrini, Vincenz Danri, Paul Gis-mondi, Peter Monranini, Ludwig Scarainuc«cia und Peter vannucci.
perugo. Diesen Namen findet man als Form-schneider auf einem in Helldunkel gearbeiteten Holz«schnitt nach des Balthasar Peruzzi Zeichnung.p/Äorr I. 3 g 5 .
perundt. S. pfrundt.
Perusinus. S. perugino.
* peruzzi (Balthasar), Maler und Bau-meister von Siena , legte sich anfänglich blos zuseinem Vergnügen und Zeitvertrieb auf diese Künste;da aber sein Vater ihn ohne Mittel hinterließ, fander in denselben eine bequeme Gelegenheit, sich unddie Seinigen zu versorgen. Die Nachahmung derNatur und der Werke großer Meister machten ihnin kurzer Zeit zu einem geschickten Künstler. PabstJulius II. ließ ihn in seinem Pallaste arbeiten. Erverfertigte auch viele Gemälde für die Kirchen zuNom und bemalte die Vorderseite vieler Häuser die-ser Stadt. Er gab die Zeichnungen zu vielen Kir-chen und Pallästen, die zu Siena, Florenz, Bo-logna und Rom aufgeführt und von ihm mit schö-nen Gemälden ausgeziert wurden. Viele derselbenwurden in Kupfer gebracht, unter welchen die sehrschöne Geburt Christi auf 3 . Bl. von Augustin Car-raccio sich befindet. Sein Meisterstück ist das be-rühmte Gemäld der in den Tempel gehenden H.Maria, in der Kirche Madonna della Pace zu Rom ;es ist etwas verdorben; was aber davon übrig ist,ist vorkreflich, und ganz nach Naphaels Geschmacke.Er malte in einer Loge des Pallastes Ghigi einigeGenien Grau in Grau, welche jederman für Gyps-arbeit ansiehet. Pabst Clemens VII. erklärte ihnzum Kriegsbaumeister der Städte Florenz undSiena.Ungeachtet seiner seltenen Kunstvcrdienste, und daer für PLbste, Cardinäle und andere Große arbeitete,gerieth er doch, wegen seines großmüthigen und un-eigennützigen Betragens gegen das Ende seinesLebens in sehr dürftige Umstände, starb, nichtohne Verdacht beygebrachten Giftes, i 536 . 55 . I.alt, und ward mit großem Leidwesen in der KircheRotonda nahe bey Raphael begraben. I. Buona-sone, Ph. Thomassin, P. Voeiriot u. s. w. habennach ihm gestochen. Er selbst verfertigte Holzschnitteim Helldunkel. — Sein Sohn, * Saluftius, arbei-tete als Baumeister in Diensten Pabst Paul V.
III. 207.
— — (Benedict), geschickter florentinischer
Edelsteinschneider, lebte um i 38 o. und arbeitete zuPadua . Er mißbrauchte aber seine Kunst und machtedes Herzog Carls von Durazzo Siegel fälschlichnach. p. 122.
— — (Dominicus), Maler zu Florenz , wirdvon Baldinucci in des Ludwig Lardi Lebensbe-schreibung für einen Schüler von Franz Furini angegeben.
peruzzi (Natalis), Maler von Venedig ,lernte bey Anton Calza. ^rttrice III. 189.
— — (Anton Franz), ein Künstler von An.cona, malte die Landschaft in eine Tafel, die denOnophrius, einen Heiligen, vorstellt, und vonPaul pagano für die Kirche St. Maria di Car-ravaggio zu Mailand verfertigt wurde. ^§o§tr»i.
— (Johann), Maler von Ancona , lerntebey Simon Cantarini . Derselbe arbeitete in verschie-denen öffentlichen und Privatgebäuden, vornehmlichfür den Herzog von Savoyen, der ihn mit dem Rit-terorden St. Mauritius beehrte. Er war ein ge-schickter und hurtiger Maler, und starb zu Mailand 1694. 65 . I. alt. 6«arie »ti.
Peselli.
* peruzzi (Paul) malte die Decke der KircheSt. .Johannes ante Portam latinam zu Rom aufBefehl des Cardinals Rasponi, der zu gleicher Zeitdie ganze Kirche erneuern ließ. 7 )ti.
Perzpn. S. persyn.
* pesane (Vincenz). S. den Art. N-Caron.
pesarese ( ), Bildhauer und Baumeister,
lernte bey Augustin und Angelus Sanese. Er bautedie Kirche St. Dominicus und verfertigte aus Mar-mor die drey Statuen, die derselben Portal zieren,in seiner Geburtsstadt Pesaro , wo er um i 35 o. blü-hete. II. g 5 .
Pesarese od. da pesaro ; Beyname vonS- Lanrarini.
* pesari (Joh. Baptist), Maler von Mo-
dena, und Nacheiferet von Ludwig Lana, arbeiteteum i 63 o. zu Venedig , wo er in blühenden Jahrenan einer ungefähren Verwundung starb. Man findetin den Kirchen St. Paul und St. Maria della Tri-mm zu Modena zwey gute und wohl ausgearbeiteteBilder von seiner Hand. p. i 35 .
- * pesaro (Niclaus da), lernte bey den Ge-brüdern Zuccheri zu Rom . Wenn dieser Maler bei-den« Geschmacke, den er in gedachter Schule erlernthatte, geblieben wäre, würde er mehrern Ruhin er-langt haben : Allein es sey, daß er die Arbeit scheute,oder daß die geringe Belohnung ihn muthlosmachte,so entsprachen seine letzten Werke den erster», die ermit einem trestichen Colorit und großer Manier ge-malt hatte, gar nicht. Er starb zu Nom um 1610.ungefähr 70. I. alt. p. 126.
pesarone (Joseph). S. piseroni.
pesce (Peter), ein Neapolitaner, lernte beyDominicus Gargiuli, genannt Micco Spadaro .Derselbe malte, wie dieser, Landschaften und See-stücke, die er mit kleinen artigen Figuren zierte.Er blühete uin r68c». HoMemci III. 211.
peschay ( ),Geschichtsmaler,ahmte Van-dyck und Heinrich van Baelen nach. Vermuthlichbetrift es Beschey.
pe schier. S. Pecheup.
pe schon (Carl), Miniaturmaler von Eich-städt, arbeitete zu Petersburg .
Pesci (Hieronymus). Von diesem Künstlersieht man historische Gemälde in den Kirchen St.Giuseppe und Giesu e Maria al Corso zu Rom . Dti.
— (Prosper oder Caspar), Ornamcnt-und Perspectivmaler zu Bologna , arbeitete in zweyenKirchen dieser Stadt. Er lebte noch 1775. ^co 5 o.
* pescia (Marianda), lernte zu Florenz bey
Rndolph Ghirlandajo. Er verfertigte für die Ka-pelle des herrschaftlichen Pallastes zu Pescia ein sehrschönes Gemäld. Auch hatte er eine trefiiche Ma-nier Grau in Grau zu malen, die er vermuthlichnoch mehr verbessert hätte, wenn er nicht schon,erst 3 o. I. alt, uin i 55 o. verstorben wäre. i
III. 27.
* — — (Peter Maria da), sehr berühmter
Edelsteinschneider, erreichte durch seine Zeichnungbeynahe die vortreflichen Werke der griechischen undrömischen Künstler des Alterthums. Er blühete un-ter der Regierung Pabst Leo X . Die Ursache derVerbesserung seines Geschmacks ist, neben dein be-ständigen Studiren nach den Antiken, vermuthlichdein Glücke zuzuschreiben, mit Raphael und Michel-angelo zu gleicher Zeit gelebt zu haben. Er arbei-tete für viele Fürsten und Standespersonen seinesZeitalters. III. 286.
pescia (da); Beyname des Benedictpagano.
* peselli (Pesello), Maler von Florenz , ar-beitete bey 3 o. Jahren unter der Aufsicht seines Lehr-meisters , Andreas del Castagno. Er unterhielt einegroße Menge Thiere die er nach der Natur schil-derte, und hierin damals keinen seines gleichen hatte.