5" Piaggia.
davon 1768. zween Quartbände; da aber Manntzu Florenz eine Ausgabe von diesem Werke bekanntmachte, ließ piacenza die seinige liegen.
* ptaggta (Anton), ein Genueser, von demOrden der frommen Schulen; ein Mann von gros-sen Talenten, der die Stelle eines Scrittore latinound Aufsehers über die Miniaturgemälde in der va-tikanischen Bibliothek zu Rom versah Diese letz-tere Stelle bekam er wegen seiner Geschicklichkcitim Zeichnen und in jener Art Malerey. Es hatauch nicht leicht jemand in Nachahmung aller Gat-tung Schriften es höher gebracht als er; daher erum 1760. nach Neapel berufen wurde, die in derneulich entdeckten Stadt Herculanum gefundeneSchriften aufzuwickeln und zu copiren. Auch ra-dirte er 1755. nach C Paderni Zeichnung das Titel-blättgen zu seinem Werkgen: 6»talo^o äe^li llo-cumenti äissoterratl äella äl8coperta Litt» ölikrcolano. M-rLe/ma-ur p. 86.
* — — (Teramo ), von Zoagli in der Ge-gend von Genua gebürtig, lernte bey Ludwig Breaund hatte den Anton Semini zum Mitschüler, dasie denn nachher gemeinschaftlich arbeiteten und inihren Gemälden Figuren und Perspective vorstellten.Diese Gesellschaft währte durch ihre ganze Lebens-zeit. Sie blüheten um i 55 o. Eo/,ra»r p. 22.
piamontlni (Joseph), geb. zu Florenz 1664.lernte bey Ciro Ferri und Joh. Baptist Foggini .Der Großherzog sandte ihn nach Rom , wo er unterder Aufsicht deö Hercules Ferrata nach den antikenStatuen studirte, woraus er in kurzer Zeit merk-lichen Nutzen zog. Nach seiner Zurückkunft verfer-tigte er selbst Statuen, Basreliefs und Gruppen fürdie vornehmsten Kirchen und Palläste, auch in Erztgegossene Bilder, die über das Gebirg gesandt wur-den und den Liebhabern sehr wohl gefielen. DieserKünstler besaß eine ganz besondere Gabe, die schwer-sten Stücke seiner Kunst in ihrer Vollkommenheit mitrichtiger Zeichnung und großer Zärtlichkeit auszu-drücken. — Er bracht' auch diese trefliche Manierfeinem Sohne Joh. Baptist bey. 6rm»üe»ti.
pianca (Joseph Anton), ThomasFormemi,Friedrich Caimo, Hieronymus Banfi, Marc An-ton Melano, Christoph Giussano, Anton Ma-ria ^uggeri, Joh. Anton Cucchi, Donat Mar-zoleni und Johanna Ducanra malten um 1720.die Geschichte der H. Martha für die Kirche der HH.Bernhardus und Blasius zu Mailand auf 14. Tafeln.Latrmria.
Oianerti (Horaz ), Schüler des Daniel Ric-ciarelli, machte sich durch seine allgemeinen Talentebey seinem Lehrmeister so beliebt, daß. da er zuFlorenz starb, ihm Daniel in der Kirche St. Mi-chel Verteiln, auf dem Platze degli Antinori, einGrabmal aufrichten ließ, zu welchem er das Brust-bild dieses Jünglings eigenhändig verfertigte. S.vasari im Leben des D- Ricciarelli.
pianoro; Beyname von H. Graziani undL Morelli.
pianra (Franz), Bildhauer zu Venedig , vonwelchem man in einem Saale der Schule St. Ro-chus einige sehr schön ausgearbeitete und ungemeinlebhaft ausgedrückte hieroglyphische Figuren in Holzsiehet. Artr atto är
p iastrini. S. piestrim.piara (Peter della) von Saragoßa studirte dieBildhauerkunst zu Rom nach den Antiken und nachMichelangelo Er arbeitete zu Neapel neben Hie-ronymus G. Croce in einer Kapelle der Kirche St.Giovanni di Carbonara und verfertigte viele schöneWerke von Basreliefs und Statüen. Dann auchin der Baukunst , und blühete um i 53 o. Dome-mcr II. iog.
* piarri (Santo), ein Venetianer, lernte beyJohann Diamantini, und nahm sich vor, eine eigeneManier zu gebrauchen Er studirte deswegen mitunermüdetem Fleiße nach der Natur und setzte seinehistorischen Gemälde aus wohlerfundenen Figuren
Piazetta.
zufaknmen, die er mit schönem und starkem Coloritausarbeitete. Zu solchem Ende studirte er auch an-dere schöne Wissenschaften und die Geschichte, da-mit er dergleichen Gegenstände desto eigentlicher undmit behörigen Umständen vorstellen , und seiner Ar-beit einen desto größern Glanz und Schönheit gebenkönnte, sanerri führt seine öffentlichen GemäldeS. 45 i. an.
* piarrolo (Anna), Malerin zu Florenz um1760. F. Bartolozzi. C. Faucci u. s. w. haben Bild-nisse nach ihr gestochen.
— — (Cajetan), malte das Blatt des
Hauptaltars in der Kirche St. Procolo zu Florenz .
* piazza (Calixtus) von Lodi, kömmt in derMalergeschichte unter verschiedenen Beynamen vor,als da Lodi, Toccagno und dalle Lodole. AlleSchriftsteller kommen darin überein, daß die Werkein Oel, Wasser- und Frescofarben, die man zuBrescia, Crema, Lodi, Mailand u. s. f. unter ob-bemeldten Namen findet, von gleicher Hand gemaltseyen: In diesen sieht man eine sehr schöne Behand-lung in angenehmem und starkem Colorit nach Ti-tians Manier, daher er für seinen Schüler gehaltenwird; und gefallen seine Gemälde überaus wohl.Er blühete um »624. Malvasia zählt ihn unter dieSchüler der Procaccini zu Mailand . SEieutr.
— (Cosinus), der im weltlichen StandePaul Ungarerro hieß, war von Casteifranco in demStaate von Venedig gebürtig und lernte bey demjünger» Palma . Er studirte nach den beßten vene-tianischen Malern und arbeitete :n verschiedenen Kir-chen und Pallästen daselbst. Cosinus trat in denKapuzinerorden und ward an denKaiserRndolphil.Hof nach Prag gesandt. Er arbeitete auch zu Rom in Diensten Pabst Paulus V. Endlich kam er nachVenedig zurück, wo er 1621. 64. I. alt starb. Mansieht in der dastgen Pfarrkirche Sr. Paul einige Ge-mälde von ihm, die für ziemlich mittelmäßig gehal-ten werde». Er ist auch unter dem bloßen Namendes Rapuzi'ners bekannt. Ph Thomafsin, L.Ciamberlano und R. Sadeler haben nach ihm gear-beitet; insonderheit hat der letztere drey historischeBlätter nach ihm geliefert. Er wird in Beschreibungder Galerie zu Schleisheim N". 174. Paul Cos-inus genannt. /Liäo//r tl. i5g.
* piazerra (Joh. Baptist), Jacob, einesvenelianischen Bildhauers Sohn, der ihn zu seinerKunst anführen wollte; allein I. Baptist bezeigtemehrere Lust zur Malerey, die er bey Molinari,einem mittelmäßigen Meister, erlernte. Er giengnach Bologna, wo er sich die Werke der Carracci und des Gucrcino zu Mustern vorsetzte, woraus ersich eine bessere Manier, als die Venezianische ist,und eine mehrere Kenntniß des Helldunkels bildete.Eures seiner ersten Gemälde, welches er öffentlichaussetzte, ward für 120. Zechinen an einen cdelnVenezianer verkauft. Seine historischen Gemälde,halbe Figuren und mit weiß und schwarzer Kreidegezeichneten Köpfe findet man bald in allen Kirchenund Pallästen zu Venedig ; sie werden wegen ihrerzierlichen Anordnung bewundert. Eine Menge der-selben kamen nach München, Prag, Cölln, Dres-den , Turin . Er war sehr langsam in seinen Arbei-ten und niemals mit sich selbst zufrieden, so daß eröfters ein Gemäld zum vierten bis fünften Mal ab-änderte. Ungeachtet aller seiner Verdienste kannman seine unregelmäßige Zeichnung nicht verhehle»,piazerra ist durch die Kühnheit seines Pinsels merk-würdig; aber sein Colorit ist unangenehm. Er warmehr als irgend ein anderer Maler gemaniert, undalle Gegenstände werden durch ihn entadelt. SeinMeisterstück ist die Enthauptung St. Johann desTäufers iu der Kirche St. Antonio di Padova. Erhat viel für die Kupferstecher gezeichnet. Pitteriradirte nach ihm zwo Sammlungen von geist- undweltlichen Geschichten, und ein Zeichenbuch; man hatauch nach seinen Zeichnungen eine prächtige Aus-gabe des erlösten Jerusalem . Jungwirth, Catlini,Wagner, Monaco , Camerara, J.Jac. Hayd u.s.f-