Band 
Erster Theil.
Seite
516
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Zik Pietro.

vogtey Lauis. Der Vater lernte bey Jacob AntonBoni und arbeitete in seiner Jugend zu Mailand /Genua und Turin , begab sich aber in seine Heymathzurück. Man steht von ihm in der Kirche der P. P.Somaschi zu Lauis eine gute Altartafel in Oel/ undund anderswo einige Arbeit in frischen Kalk, dieein starkes Studium anzeigen. Beyder Künstleraus eigener Erfindung geschilderte Köpfe alter Welt-welsen, die sie auf halben Leib, mit Büchern, Land-karten u. s. f. umgeben, in natürlicher Größe vor-stellten, sind wegen den guten Stellungen, richtigerZeichnung, auch verständiger und leichter Ausarbei-tung berühmt; wogegen sie an die Gewänder destoweniger Fleiß verwandten. Der Sohn starb um1700. der Vater aber 17H7. 76. I. alt. FüßliIV. 10Z.

pierro (Alvan und Jacob di). S. Piers.

(Pellegrin di). S. den Art. AnronLederighl.

(Stephan Sän), Bildhauer von Mai-land , blühete um 1720. Er lernte bey Carl Simo-netka und vollendete nach dessen Absterben ein vonihm angefangenes Basrelief für die dasige Dom-kirche , welches die Geburt des H. Johannes Buono,Erzbischofs zu Mailand , vorstellt. Dieser Künstlermachte das Modell von der Statüe des H. Saty-rus, die 170g. von Joseph Fontana und seinen Söh-nen in Erzt gegossen wurde. Sie ist an der Seiteder Kirche dieses Heiligen aufgerichtet zu sehen,(.atriacia.

pieve (Papino della), Maler, lernte bey Ric-inus Soggi und blühete um den Anfang des XVI.Jahrh. Er starb in früher Jugend, nachdem erAnzeige einer »gemeinen Tüchtigkeit in seiner Kunstvon sich verspüren ließ. i lll. Z89

(Peter da Castel della), Maler, lerntebey Peter della Francesca. Er arbeitete in einigenKirchen zu Arezzo. vasari gedenkt seiner in derLebensbeschreibung seines Lehrmeisters.

prfar 0 (Anton), einer der ältesten Maler zuBologna , war in Arabesken berühmt und wird vonMalvasia I. 3 i. angeführt.

p i ffa r i (Alexander) malte und ätzte eine Kreu-zigung vieler heiliger Ordensmänner. Qanäe/Üm.

* pigage (N. de), Baumeister aus Lothrin-gen , war Director der churfürstl. Gebäude in derPfalz . Er gab die Zeichnungen zu dem neuenSchlosse und den Gärten zu Bcnrath, zwo Mei-len von Düsseldorf . Auch verfertigte er die Be-schreibung der Galerie zu Düsseldorf , die 1776.zu Basel mit Stichen erschien.

* vigalle (Joh. Baptist), französischer Bild-hauer, ward i 7 -j 4 - Mitglied der königl. Akademiezu Paris , 174h- Professor Adjunct, und Professor1722. Er hatte seine Wohnung in dem Louvre.pigalle verfertigte das Basrelief an dem Giebel derKirche St. Louis du Louvre. Das mit vielem Ver-stand angeordnete Grabmal des Marschalls vonSachsen , welches in der Kirche St. Thomas vonStraßburg aufgerichtet wurde, wird von einigenfür das schönste Monument seines Zeitalters gehal-ten. Die Statüe zu Fuß Ludwig X V. für die StadtRhcims; die Statüen dieses Fürsten , und derFreundschaft, für den Pallast von Bellevue; deH. Jungfrau für die Jnvalidenkirche; einige andereWerke für die Kirchen der Petits Peres, St. Sul-pice und St. Germain des Pros, dann für den Gar-ten des Lustschlosses Neuilly , gehören zu seinen be-kanntesten Werken. Als er noch zu Rom studirke,ward er für ein mittelmäßiges Genie gehalten; abernach seiner Zurückkunft in Frankreich erwarb er sichRuhm durch einen Mercur, den er, nebst einerVenus, für den König in Preußen verfertigte. DerKönig in Frankreich ernannte ihn 1769. zum Ritterdes St. Michaelordens. P E.Moette hatgemeldtezu Rheims aufgerichtete Statüe dieses Prinzen,Dupin und Michel dann das Grabmal des Mar-schalls von Sachsen nach ihm gestochen, in

Pilati.

* pigmon, S- den Art. pergaiuus.

pigna (Niclaus della), Zuckerbecker zu Vene. dig um 1670. verfertigte von dergleichen Arbeit zier-liche Figuren, Statüen, Thiere, Schiffe u. s. f.^a»5oumo p. Zoo. s.

s pignararo (Carmine), Kupferstecher vonPortici , lernte bey Franz Cepparuli. Er arbeiteteum 1770. für das Museo Ercolano. S. den Art.I. Bracci. III. 407.

* pignatti (Julius), geschickter Bildnißrmaler von Modena , gicng mit Christoph Monarinach Florenz , wo er lange Zeit in seinem Hauseund unter seiner Aufsicht arbeitete. Er war beson-ders glücklich in der Achnlichkelt, malte für dengroßherzogl. Hof, dann für eine Menge Edle undviele Bürger dieser Stadt, unter welchen einige Ta-feln ganze Familen vorstellen. Er st. 1781. 67. I.alt. C. Gregori hat nach ihm gestochen. /ÄLLill.?. i. p. 19.

* pigne (Niclaus), französischer Kupferste-cher , arbeitete um 1740. in die Sammlung von Croszat. Er hat auch einige Blätter in diejenige derKöpfe aus Raphaels Cartons geetzt. Ferner findetman unter seinen Stichen die Cananiterin zu denFüßen Jesu nach H. Carraccio, nach einem Ge-mälde in der Kapelle des Farnesischen Pallastes zuRom , welches durch Nachläßigkeir derer, die Sorgedafür hatten tragen sollen, fast ganz verdorben ist.Er war des Niclaus Dorigny Schwager und ar-beitete einige Zeit unter Bernhard Picart. DieserKünstler gieng endlich in England, wo er auch ver-muthlich gestorben ist. 6a-ra'e//rm.

* pignoni (Simon), Maler von Florenz ,lernte bey Fabriz Doschi und bey Dominic Paffigrnano. Er studirke auch nach Franz Furini und folgteseinerManicr. pignoni malte in seinem Vaterlandssehr viele, meist historische Bilder, worin man ge-wöhnlich mit einer angenehmen Manier und unge-meincr Stärke ausgearbeitete weibliche Figuren fin-det. Man zählt unter seine Meisterstücke den Erz-engel Michael in der Kirche St. Nunziata, undden unter die Armen Almosen austheilenden St.Ludovic in der Kirche St Felicitas. pignoni starb170V. 92. I. alt. Man sieht aus seinem Bildnisse,daß er gewohnt war an seinen Figuren zuerst diebloßen Gerippe zu zeichnen, undsolchewährend demMalen mit Haut und Fleisch zu bekleiden.^orrntüw 111. 87.

* pikier, pich! er oder piheler (Joh.

Anton), geb. zu Presenon in Tyrol um 1700. lerntebey Joseph Ziegler, einem böhmischen Glasschlei-fer; darauf gicng er nach Neapel , und studirke nachden Antiken. Er schnitt sowohl erhoben als hohlin Edelsteine. Man rühmt einen Centaur, welchener für den Dichter Metastasio zu einem Siegelringin einen Edelstein grub. p. 149-

pikroor; Bentname von E- van Mittel.

pilaja (Anton), CtahlschneidervonMeffkna,arbeitete zu Rom , wo er 1694. eine Schaumünzeauf Pabst Jnnocenz XII. verfertigte, welche Bornanni (X. st. st. 7.) anführt.

(Paul), Kupferstecher. Unter seinenBlättern sieht man die Statüe des Propheten Eliasnach Augustin Cornachini in der St. PeterSkirche zuRom ; den Martyrtod des Kapuziners St. Fedeleda Simaringa nach S. Conca; die Blätter zu der:8toria üi Volsena vom AbkAndreasAdami, samtdem Bildnisse des Verfassers nach dem Ritter Odam(störn. 7Z7.). Man hat auch Stiche

von einem Philipp pilaja.

pilati (Fiore), geb. zu Bologna 1692. lerntebey Joseph Maria Metelli, I. Joseph dal Soleund Dominicus Maria Viani. Er arbeitete einigeZeit für den Grafen von Marsigli, der ihn See-pflanzen, Früchte. Thiere u. s. f. in Mignatur ko-pieren ließ. pilari malte über 400. Kutschen; auchZimmer mit Grotesken und chinesischen Figuren.Er zeichnete für die Eticker, da alles, was man