Pilati»
in dieser Art verfertigte, nach seinen Erfindungengearbeitet wurde. Dieser unermüdliche Künstlerst. 1769» 7 -e/n'na prttr-ce III. 170. st Z22.
pilart (Horatius), Maler von Brescia , ver-fertigte einige Altartafeln für die dasige Kirche.
* Piles (Roger de), aus einer angesehenen-Familie zu Clamecy in Nioernois i 655 . geboren,lernte die Anfange der schönen Wissenschaften zuRevers und zu Auxerre, hernach kam er nach Paris seine Studien auszuführen; zugleich folgte er seinerNeigung zur Malerey, die er bey Luc Recollet er-lernte. Er that mit H. Amelot eine Reise in Ita-lien und gjeng 1682. mit ibm als Gesandtschafts-secretar nach Venedig , begleitete ihn auch in dieserQualität an verschiedene Höfe. Als de Vlies1692. unter dem Vorwand, seltene Gemälde auf-zusuchen, in Holland gesandt wurde, in der Thataber mit verschiedenen Personen, die einige Nei-gung zum Frieden spüren ließen, einen verdächtigenUmgang pflog, ward er auf Befehl der Generalstaa-ten ins Gefängniß gesetzt, worin er fünf Jahre lang,bis aufden Rysivikischen Frieden, ausharren mußte.Während dieser Zeit schrieb er sein: ^Vre^ö äs laVie (leg ?sintrs8. Nach seiner Loslassung gab ihmder König eine Pension, worauf er 1709. starb. UeberObiges schrieb de piles noch Verschiedenes vonder Kunst, wovon lein: Lours 6s keinture purPrincips» für sein Meisterstück gehalten wird. SeinStyl ist zierlich und bestimmt; in diesem letzternStück ist er dem Felibien weit vorzuziehen. Zuwei-len malte er zu seinem Ze,tvertkieb Bildnisse, worun-ter auch sein eigenes gezählt wird. Edelink, B.Picart, Drevet, van Schuppen u. s. f. haben nachihm gestochen. 6»Mie»tr.
* pilgrim (Joh. Ulrich), ein alter Form-
schneider; Marolles giebt sein Zeichen in seinemzweyten Catalog (p. 29. 2.). Er nennt ihn den
Meister mir den kreuzweise gelegten pil-griinsstaben Dieser Formschneider ist älter alsHugo da Carpi, indem er zu Ende des X V. Jahrh,geblühet. Gleichwohl findet man schon von ihmHolzschnitte mit zween Stöcken in Helldunkel verfer-tigt; aber seine Arbeit ist ohne Geschmack. MurrsNürnberg. Runftlergesch. S. i 4 />
* ptllemenr (Johann), französischer Ma-ler , arbeitete um 1760. zu London , wo er sich durchZeichnungen von Landschaften und Gesellschaften be-rühmt machte, wovon verschiedene durch Stiche be-kannt sind. P. C. 'Canot hat 1761. nach ihm vierAussichten von den Gegenden von Fleffmgen gesto-chen. Er selbst hat einige Blumensträuße mir gutemGeschmack geetzt. pillemenr ward erster Hofmalerdes Königs in Polen . Sein Kupferwerk wird auf5 o. Bl. geschätzt. B-bl- d. schön. Wissens. X. 02h.
pilli (Salvator). S. den Art. A. Amerighi.
pillori (Anton Niclaus), florentinischer Ma-ler, lernte bey Simon Pignoni und bey Loren; Roßi,die beyde während seiner Lehrzeit starben. Indessenfuhr er ohne fernere Unterweisung fort und setzte sichdes Livius Mehus Manier zum Muster vor. Ermalte in Fresco und Oei Werke, von welchen maneinige in den Kirchen zu Florenz siehet. Dieser Künst-ler st. 176Z. 76. I. alt. /ÄLsr II. ?. r. p. 20.
pilo (Carl Gustav), geb. zu Runtuna in Schwe-den 1710. lernte bey seinem Vater Gluf, der seineKunst bey Sylvias studirt hatte. Er malte in Oel und Fresco. Man sieht von seiner Arbeit in demkönigl. Lusischlosse Drvtningholm. Dluf st. 175Z.96. I. alt. Carl Gustav gieng 172Z. nach Stock-holm und blieb daselbst bis I 7 Z 4 - Darauf kam ernach Wien und durchreiste nach zwey Jahren einengroßen Theil von Deutschland . In 1741 gieng ernach Kopenhagen und ward Zeichenmeister bey demCadettcncorps, erhielt 174h- die Stelle eines konigl.Hofmalers und 1748. eines Professors der Academie.pilo malte schöne Bildnisse, und schilderte die ganzekönigl. Familie. I. M. Preißler, Lode, Vauren-feind u. s. f. haben nach ihm gestochen. zssachrichr
Pinas. §17
reu v. d. Zustande d. Wissenschaften in Dä-nemark , St. III. S. L5o. S. auch den Art.
G. D Anron.
vllog ist vekmuthlich der Name eines antikenEdelsteinschneiders, den mau auf einem Agathe,der eine römische Maske abbildet, eingegtaben fin-det. p. iZZ. st'nb.^S.
* pilon (German ), Bildhauer und Bäumei,ster zu Paris ; war einer von den seltenen Männern,welche bestimmt sind die Künste aus der Finsternißder Barbarey hervorzuziehen und in ihrem Vater-lande den rechten Geschmack des Schönen wiedereinzuführen. Man sieht Vieles von seiner Arbeitin dieser Hauptstadt, welches die Kenner ergötzt.In dem Kloster der großen Augustiner zeigt maneinen H. Franzisc von gebackener Erde, den er nach-her in Marmor ausarbeitete. Die Kirchen St. Ca-tharina, St Gervais, der Piquepuces, der Cele-siiner, von St. Etienne und der H. Kapelle, allezu Paris ; dann die königl. Kapelle zu Fontaine-bleau und die Abtcykirche zu St. Denis, sind mitvielen treflichen Bildhauersiücken dieses großen Mei-sters geziert, pilon war der erste französche Bild,Hauer, der den wahren Charakter der Stoffe erfor-lich auszudrücken wußte. Er starb, nach Einigen1090.; andere sagen r6c»8. S. den Art. Barrho-loine le prieur. Lacombe.
* — — ( ) ein neuerer Bildhauer, lernte
bey I. Baptist le Moine. Er setzte 1768. in derkönigl. Academie zu Paris eine mit »»gemeiner Fein-heit und Kunst modellirte kleine Rifterstatüe zurSchau aus.
püori (A.), Stahischneider, arbeitete um1680 zu Rom . Man findet unter den Schaumün-zen Pabst Jnnocenz XI. eine von diesem Künstler,die Bonanni (X. ?. ir. 5 .) im Stiche giebt.
piloro, Goldschmied zu Florenz , lebte um1620 Er wird von vasari an verschiedenen Ortenseiner Künstlergeschichte angeführt.
* pilorri (Hieronymus), Maler von Vene-dig, lernte bey dem jüngern Palma . Derselbe maltein dem Speissaale des herzogl. Pallastes die großeTafel der Vermählung des Meers und einige anderevortrefliche Werke. Er blühete um den Anfang desXVll- Jahrh. So-cür»r.
* Pilsen (Franz), Maler und Kupferstecher,von Gent gebürtig, lernte bey Robert Audenaert.Unter seine Blatter zählt man eine Bekehrung des
H. Bavo nach Rubens , und den Marlyrlod desH. Llasius nach C. Crayer.
pimias. S- Pinas.
Pin; Beyname von I. Lesart.
* pinacct (Joseph), Maler von Siena ,lernte bey Livius Meus und bey Jac. Courtois. Erarbeite« zu Neapel für den Vicekönig Marchese delCarpio, und für den Großherzog von Loücana pi-nacci malte Bildnisse und Feldschlachten. Er besaßeine westliche Kenntniß von den Manieren der Künst-ler und verstand, schadhafte Gemälde auszubessern.Dieser Künstler st. 1718. 76. I alt. — Seine ersteEhefrau, Eieonora, malte schöne Blumen, Früchteund Küchenstücke.
pinager. S. Th. pxnackee.
* pinaigrier ( ), französischer Glas-
maler, verfertigte sehr schöne Fcnstcrgemälde fürdie Kirche St. Gervais zu Paris , und für dieKirchen zu Chartres . — Seine Söhne arbeite-ten in gleicher Kunst zu Tours. Fe/rüien III. 125.
pinarezzi (Felix und Franz), Maler zu Bo-logna , waren um G 77 - Mitglieder der dastgenKünstleracademie. Il-a/Ea I. 2«». u. 2Z2.
* Pinas (Johann und Jacob), Gebrüder vonHarlem , malten mit gleicher Geschicklichkeit Figu-ren und Landschaften- Johann übertraf seinenBruder und arbeitete lange mit Peter Lastmann inItalien , wo er sich eine braunere Manier ange-wöhnte, die aber dennoch ihre Liebhaber fand,
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