Werke verdienten. Indessen machte sich pintoric-chio durch eine große Fertigkeit in Ausarbeitung sei-ner Gemälde, bey Fürsten und andern Standesper-sonen beliebt, wiewohl sie hierdurch vermuthlichschlechter gericthcn, als wenn er mit Weile undUeberlegung gearbeitet hatte. Man siehet nach ihmein Blatt in Crozat's Sammlung. Remond Faucciunternahm um 1770. die erwähnten Gemälde in derBibliothek zu Siena in Kupfer zu bringen. /Är-ro/r p, 37.
* plnus (Cotnelius). S. den Art. A- pnscus.
* pinz (Joh. Georg), Kupferstecher zu Augs-burg , dessen Starke vornämlich in Archikecturenbestand. Von dieser Art sind das dastge Rathhaus,und einige Blätter nach Salomon Kleiner , für seinBeßtes zu halten. Er arbeitete meist in den Wölfi-schen Verlag, und lebte noch 1767. 70. 1 . alt. vonGrerren Brief X.
plnzldim 0 nte (Michelangelus). S. denArt. A. Amerighi.
pinzon (Niclaus), französischer Maler, hieltsich um 167». zu Rom. auf, wo er mit Ludwig Gi-mignano um den Vorzug arbeitete und in dieser Ab-sicht ein Seitengemäld an dem großen Altar derKirche St. Ludovicus der Franzosen verfertigte. Dir.
* pro (Angelus Gabriel), geb. zu Bologna tügo. kernte bey Andreas Ferreri, Joseph Mazzaund Camillus Rusconi. Er ward ein sehr berühm-ter Bildhauer, dessen Basreliefsund Statuen durchganz Europa bekannt sind. Man siehet Vieles vonseiner Arbeit in den Kirchen zu Bologna , was we-gen seiner schönen und saubern Ausarbeitung vor-trcflich ist. L- Quadri hat nach ihm geätzt. — SeinSohn Dominicus übte gleiche Kunst. Man siehetvon ihm einige Figuren in der Klosterkirche St.Blasius. ^crrcisrrrr« ( 7 eme»iirra II. 2)-).
-(Giovannino di), Beyname des Johann
Bonarr.
* pi 0 la (Dominicus), Maler von Genua ; lerntebey seinem Bruder pelkegro, von welchem er aberwegen dessen frühzeitigen Absterben, mehr nicht alsdie Anfänge der Zeichcnkunst erlernen konnte; gleich-wohl gelangte er durchFlciß undMühe zu einem zicm-lichenGrade der Vollkommenheit in der Malerey. Erst. 170Z. etwa 70. I. alt. Tasniere, Testana u s. f.haben nach ihm gestochen. Man zählt unter seineSchüler Joh. Anton seinen jüngern Bruder, derim 18. 1 . alt starb. — Dann seine Sohne *AnronMaria, Paul Hieronymus und * Joh. Baptist.Der erste st. 1710. 6i. I. alt. 6rm»üe«ti.
— — (Joh. Gregorius), ein Genueser, Pe-
ter ^ranzen Bruder; lernte aus sich selbst be» ziem-lichen Jahren das Miniaturmalen. Er reiste nachRom, Madrid und Marseille , wo er viele Arbeitverfertigte, und st. in dieser letzter» Stadt 162h. 42 I.alt. p. 78.
* -(Pellegro), geb. zu Genua 1617. lernte
bey I. Dominicus Capellini. Er machte durch sei-nen Fleiß und Verstand so viele Anmerkungen überdie Werke der berühmtesten Künstler, daß er hier-durch ein geschickter und fertiger Maler wurde. Ob-gleich seine Neider ihn aus Spotte den neuen par-meggiano nannten, und fälschlich vorgaben, ernehme seine Figuren aus dessen Kupferstichen, ließer sich doch solches wenig anfechten, sondern fuhrvom Guten zum Bessern fort; allein die Verläum-dungen seiner Mißgünstigen schlugen endlich in einevöllige Wuth aus, so daß er 1640. bey Nachtözeitvon ihnen angefallen und tödklich verwundet wurde.Koprarri p. i/,7.
— — (Peter Franz), Bruder von Foh,Gre-gor; studirte nach Peter Buonacorsi, und ward et-liche Jahre durch Sophonisba Augusciola in derMalerey unterwiesen, worin er so weit gelangte,baß sein Name, als eines geschickten Künstlers,aller Orten bekannt wurde. Er st. um 1600. 35 . 1 .alt. ä'o/iro-ri p. 77.
Pipi. 519
* piola (Peter Paul HieronymuS). lernte beyseinem Vater Dominicus , der ihn mit sich nachPiaceiiza nahm, als er die Gallerie des GrafenBaldini malte. Hier zeigte der junge piola seineGeschickljchkeit an einem Deckenstücke. Von dagieng er nach Rom , studirte unter Carl Marattiund brachte eine schöne Färbung, mit gutem Ge-schmacke verstärkt, in sein Vaterland zurück, piolaarbeitete daselbst mit Thomas Aldrovandini in Oelund Fresco in öffentlichen und Privatgebäuden. Erst. 1 / 25 . 70. I. alt. 6rrarierrti.
* piombo (Sebastian del), Maler von Vene-
dig ; lernte bey Johann Dellino, »nd bey Giorgion,den er sehr wohl nachahmte. Zu Rom suchte er dieFreundschaft des Michelangelo, der damals Ra-phael den Vorzug streitig machen wollte, welcherihm auch einige Zeichnungen gab, womit SebastianWerke malte, die mit Raphaels Arbeit in Verglei-chung gefitzt wurden. Er arbeitete mit großer Mühe,fieng viele historische Gemälde an, konnte sich abernicht entschließen, dieselben auszuarbeiten. DieBildnisse waren seinem Talente angemessener; ermalte derer eine große Menge, die durchgehendsvortreflich sind. Sehr oft malte er auf Marmorund andere dergleichen Steine, wobey ihm dersel-ben natürliche Farben zum Grunde dienen mußten;erfand auch eine Composition von Harz , Mastixund lebendigem Kalk, um auf diesen Grund andie Mauern in Oel zu arbeiten, ohne daß dieFarben davon Schaden nehmen sollten, erreichteaber hierdurch seine Absichten nicht allemal; denndiese Gattung seiner Gemälde sind meist schwarz ge-worden. Man glaubt durchgehends, Raphaelhabe nach seinem Colorit studirt. Sein Meisterstückist die Auferwecknng Lazari, ein Gemäld von glei-cher Größe wie Raphaels Verklärung; es wardmit demselben in dem Consisioricnsaale einige Tagezur Vergleichung ausgesetzt. Das erstere ward her-nach in die Cathedralkirche zu Narbonne gebracht.In der Gallerie Corsini zeigt man ei» H. Familievon ihm, die nicht allein wohl erhalten, sondernselbst schön gedacht ist. Pabst Clemens VII. gabihm die einträgliche Stelle eines Frate del piombo,von welcher er den Beyuamen bekam. Hierauf ver-ließ er die Malerey, und genoß die Früchte seinerArbeit in Ruhe bis an seinen Tod, der iö§7 62 I.alt erfolgte. Er ward in der Kirche Madonna delPovolo begraben, wo auch seine schönsten und größ-ten Gemälde zu sehen sind Hollar, E. Vicus u.s.f.habe» nach ihm gearbeitet; er selbst soll ein paarBlatter geätzt haben, lll. ZZ9.
— — (del), Beyname des Wilhelm dellaporra.
Pioppa (Joh. Franz), treflicher Baumeisterzu Modena ; lebte um 1600. Er war auch ein sehrgeschickter Zeichner, Kupferstecher und Sticker, undst. 65 . I. alt. — Eesar Lesis ein geschickter Bau-meister, arbeitete seine ganze Lebenszeit in Dienstendes Hofs zu Modena — .freu,; Maria Fiora-vanre, ein Baumeister von großem Genie, Erfin-dung und Erfahrenheit. — Jacob pasini übteeben diefi Kunst, und erlangte in derselben einengroßen Ruhm Alle diese Künstler blübeten zugleicher Zeit in dem Herzogthum Modena . / e-ch'ümr p. 92.
piorr (V. de), Kupferstecher, der nach Rmbens ein Blatt gestochen, welches ein Weib vorstellt,die einen Topf hält, woraus ein kleiner Knabe eineglühende Kohle nimmt. Hl. 119.
Pip (Cornelius). S. den Art. A Mj'tens,feines Schülers.
--- Pipi (Julius), genanntRomano, war Ra-phaels liebster Schüler, der ihn mitI. Franz Pennizu seinem Erben einsetzte Julius arbeitete langemit vieler Genauhcit und Zierlichkeit nach den Zeich-nungen seines Lehrmeisters, und vollendete mit ge-dachtem penni den Constantinischen Saal des Va-tikanischen Pallastee, den Raphael angefangenhatte. So lange nun Julius ein bloßer Nahahmer