Band 
Erster Theil.
Seite
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Quenti n.

E.uewrttt (St.), Geschichtsmaler zu Paris um i 770. Cl. A. Littret, Nee, Masquelier u. s. w.habe» nach ihm gestochen.

Euercerus (Franz), Kupferstecher von Brüstsel, arbeitete zu Rom nach I. Loren; Bernini u. s. f«

Nuercta (Jacob della) , Bildhauer vonSiena , bekam von dem schönen Brunnen Gaja,den er auf dem Marktplätze seiner Geburksstadt ausMarmor verfertigte, den Beynamen dalle Fonre.Diese Arbeit ward mir 2200. Goldsgülden bezahlt;er ward auch zur Belohnung seiner Verdienste zumRitter und Oberaufsehcr der Domkirche gemacht,in welcher er 1418- 64 - I. alt mit großen Ehrenbe-zeugungen begraben wurde. Dieser Künstler warnach Andreas Pisano, Orgagna und einigen an-dern von seinen Vorgängern der erste, der durch be-ständigen Fleiß und Arbeit in der Bildhauerkunst sei-nen Nachfolgern zeigte, daß es nicht nur möglichsey, hierin der Narur nahe zu kommen, sondernauch ihnen Muth und Hoffnung machte, dieselbe ge-wissermaaßen würklich zu erreichen. S. den Art.Jacob di Dtero. II. 248.

* Esuerfurt (August), geb. zu Wolfenbüttel 1696. lernte bey seinem Vater Tobias, des Her-zogs Hofmaler, der ihn, neben Andern,, in deneinem Maler nöthigen Regeln der Anatomie sorg-fältig unterwies. Hierauf kam er nach Augspurgzu G. P. Rugendas , dessen Manier er eine Zeitlangfolgte; nachher aber wählte er den Bourguignon zumMuster. Die großen Feldschlachten, welche Augustfür den Prinzen Alexander von Würtemberg zu Wien und für den Grafen von Waldegg malte, machtenseine Talente bekannt. Er arbeitete seither an demkaiserl. Hofe, wo er 1761. starb. Dieser Malerhatte zwey Bruder, die gleiche Kunst übten. Von* Tobias hat man eine Beschreibung des Schlossesvon Salzdahlum . I. W Hcckenauer, Weise u. s. w.haben nach ihnen gestochen. Kemr, p. 86.

E.uerza (Jgnatius und . . della )^, Gebrü-der, brachten um 1760. zu Bologna die Stuccamr-arbeit zu einer großen Vollkommenheit, oder viel-mehr erfanden sie eine neue Compostrion von Stucco ,die an Kalte, Glanz und Harte dem wahren Mar-mor so gleich kam, daß man, ohne chemische Un-tersuchungen, den gekünstelten nicht vor dem natür-lichen unterscheiden konnte. Sie arbeiteten zu Jmola,wo in einer Kirche ein Altar von dergleichen Arbeitzu sehen ist. Bibl. d. schön. Wissensch. X. Z72.

Eines n au ( ), französischer Kupferstecher,

radirte nach N. Pouffin eine Abnehmung Christi vomKreuze u. s. w.

* Lkuesnel (Franz), geb.zuEdimburg G/,2.kam nach Paris , wo er erster Hofmaler König Hein-rich III. wurde. Er st. 1619. M. l'Asne, Edelink,van Schuppen u. s. f. haben nach ihm Bildnisse ge-stochen. Ungefähr um gleiche Zeit waren von die-ser Familie sieben Maler, die sich alle durch ihreArbeit berühmt gemacht. Einer von ihnen, Na-mens Augustin, wird von Malvassa (l. 124.)angeführt, und Claudius Goyrand hat nach ihmgeetzt- /e ssonrte III. 176.

Giueverdor ( ) , französischer Maler,

blühete um 1760. Man hat von ihm Fabeln, Aus-sichten u. s. w. Frussotte, Patas rc. haben nachihm gestochen.

E, uerveller > e (A. und Wilhelm de la), Ku-pferstecher, gaben i 6 Z 5 . eine Sammlung von Gold-schmiedszierrathen.

* Quesnoy (Franz du) ist unter dem Bey-namen, der Flamander, bekannt. Er ward 1694.zu Brüssel geboren und lernte bey seinem Vater Hein-rich , von welchem man eine gute Dildhauerarbeitin den Kirchen seiner Vaterstadt findet. Der Erz-herzog Albert ließ Franzen auf seine Kosten reisen;aber daö bald darauf erfolgte Absterben dieses Für­ sten beraubte ihn des nöthigen Unterhalts, und mußteer sich kümmerlich mit allerhand kleiner Arbeit vonElfenbein und Holz durchhelfen, bis er den Anlaß

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erlangte, feine Kunst an der Slatüe der H. Su-sann« in der Kirche St. Maria di Loretto zu Rom bekannt zu machen, die so treflich gcrieth, daß ihmaufgetragen wurde, eine der vier ricsenförmige»Statüen für die St. Peterskirche zu verfertigen, inwelcher er den Apostel Andreas vorstellte Bey allerseiner Geschicklichkeit mußte dieser große Künstlerimmer in dürftigen Umständen leben. Endlich warder mit einem großen Gehalt in Frankreich berufen ,konnte aber dieses anscheinende Glück nicht gcnies-inbem er auf der Reise zu Livorno 2644. an einerVergiftung sterben mußte, die ihm sein boshafterBruder, Hteronymus, begebracht hatte. An sei-nen Werken bewundert man die wohlüberlegten Stel-lungen und die treflichen Gewänder. Seine Erfin-dungen sind von unvergleichlichem Geschmack undZierlichkeit. Eluesnoy verfertigte eine Menge kleinerBasreliefs von Erzt, Marmor, Elfenbein u. s. f.wie auch wächserne Bilder, die meist Kinderspiele,Bacchanalien und andere lustige Gegenstände vorstel-len. Er arbeitete dieselben mit großer Kunst und vie-lem Verstand aus; sie werden von den Kennern starkgesucht und dienen noch beut zu Tage den größtenKünstlern zu Modellen. Ein großes Basreliefs die-ses Künstlers, welches ein Kinderconcerk vorstellt,ist sehr schön, und die erste Zierde der großenKapelle in der Apostelkirche zu Neapel . Es ist vonder treflichsten Ausarbeitung, und enthält alle dienaiven Ausdrücke, die dieser Künstler den Genienzu geben wußte, worin er alle andern weit übertref-fen. Marterte besaß von ihm einige Modelle vongebackener Erde, die nach seinem Tode um 2^00. Livr.verkauft wurden. Er radirte einige Blätter in dieGalleria Justiniana. N. Chevalier hak nach seinenModellen sieben antike Statüen in Kupfer gebracht.S. den Art. Ja ob van Haase. Sein BruderHieronymus, dessen oben Meldung geschiehet,war Franzen an Geschicklichkeit fast gleich. Er ver-fertigte schöne Werke, worunter man das GrabmalAntons van Triest, Bischofs zu Gent , in der Ca-rhcdralkirche St. Bavo zählt. Er führte aber einärgerliches Leben und ward 1664. als ein Knaben-schänder öffentlich verbrannt. p. 1)9.

«Queys (de) radirte 62. Sinnbilder, die Jo-hann Mercier, ein Rechtsgelchrtcr, erfand. 6a«-

stestrnr.

* Gttili'nar ( ), ein unbekannter Maler,

von welchem man in der Beschreibung der Galeriezu Schietshelm N°- 292. eine Mutter Gottes, vordem stehenden Kinde Jesus knieend, siehet.

* Etutllard (Peter Anton), Maler von Pa­ ris , wird für des Wateau Schüler gehalten. Ergicng nach Lissabon , wo er zum königl. MalerundZeichner der Academie ernannt wurde. Man siehtvon seiner Arbeit ein Deckensiück in dem Dvrgemacyeder Konigin, und viele Gemälde und Zeichnungen indem Pallaste des Herzogs von Cadaval . Nach eige-ner Erfindung esrc er das Lcichenbegängniß des Her-zogs de Nuno Olivarez Pereyra, und alle übrigenPlatten des Buchs, welches diese Ceremonien be-schreibt und zu Lissabon 17 0. jn Folio gedruckt isi.«Qutllacd siacb daselbst 17ZZ. in blühendem Alter.

Esu liierte (Natalis), Maler von Orleans ,lernte Key Simon Vouet , ward 166Z. Mitglied derkönigl. Academie zu Paris und starb daselbst 1669.75. I. alt. Er malte Bildnisse und Geschichte.Man steht von seiner Arbeit in dem königl. Pallasteder Thuuleries. H. David hat nach ihm radirt.6«,»'t» p. 226.

Efutlltn. S. «Quellt,lus.

* E.utnkbard (Joh. Moriz), Sohn eineszu Cieoes seßhaften Bildnißmalerö, geb 1688. zuRees . Nach seines Vaters Unterweisung lernte erauch bey Arnold Boonen , Christoph Ludimcsky undNiclaus Verkeile. Er hatte große Talente für sBiidnißmalcn und lebte in gutem Ansehen zu Am­ sterdam , wo er seinen beständigen Wobnplatz wählte.Unter seinen Gemälden, die man i» öffentlichen Ge-sellschaftshäusern stehet, sind einige aus etlichen