Band 
Erster Theil.
Seite
561
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Ricci o.

Riccis. S. Ricci.

(Andreas). S. dieArt. Brissco undSoncino.

Ganese (Maestro); Beyname vonB- kJeroni.

Ricciolini (Michelangelus) malte die Ka-pelle Capizucchi in der Kirche St. Maria in Campi-tello, und drey Tafeln in der Kirche St. Laurentiusin Piscibus zu Rom . Er lebte um 1767. DA.

(Niclaus), Geschichtsmaler zu Rom nm 176». verfertigte viele Gemälde für die Kirchendieser Hauptstadt.

römischer Maler, ist vermuth-lich von Obigen ganz verschieden, weil er für desCiro Ferri Schüler gehalten wird. S. den Art.Julius Coralli.

Ricco; Beyname von B. Riccia.

Richard. S. die Art. L. Coßin und Taurinus.

mit dem hölzernen Beine; Beynamevon R- Aerrsz.

Richard lere (la), geschickter Miniaturma-ler zu Paris , lebte um 1620. D/rüie» IV. Hc» 4 .

Richards, Maler von Brescia , war einervon denen die unter Raphaels Anführung in demvatikanischen Pallaste arbeiteten, der aber übrigensnicht viel von sich reden machte. Als Richardseinst für die Kirche der Florentiner zu Rom ein EcceHomo gemalt hatte, fragte er Raphael, welcherKopf ihn derbeßtezu seyn dünke, worauf ihm die-ser einen der rückwerts vorgestellt war zeigte, ver-mander indessen schreibt diesen Scherz dem Ra-phael Morra zu. «ie Dies x. iZZ.

Richards» ( ), Bildhauer, verfertigte

kleine Figuren von Bronze. S. den OtsIoZue äuEabinet «je Lraamcsmp p. -53.

Richards (Johann), englischer Maler, istdurch schöne Aussichten bekannt. Er war 177».Mitglied der königl. Academie zu London . G. Wool-ler hat nach ihm gestochen. rJ. Biblisch, schönerWissenschaften XlV. 64.

Richard son (Jonathan), Maler zu London ,lernte bey Johann Riley und verfertigte nach reffenManier schöne und lebhafte Bildnisse. Smith,White, Vertue, Pond, I. Simon, Hacken u.s.f.haben einige davon in Schwarzkunst gearbeitet. Ri-chardssn selbst hat einige Blatter nach Michelan­ gelo geeht; eben so einige Köpfe für Pope und andereFreunde, die leicht gearbeitet sind und den Geistdes Meisters verrathen. Dieser Künstler besaß eineungemeine Kenntniß der Maler- Bildhauer- undBaukünste, welche er durch eine sehr weiklauftigeund kostbare Sammlung von Gemälden, Zeichnun-gen u. s. f. erlangte und unterhielt. Ein Beweisdessen findet man in seinem 171b. in engl.Sprache, un-ter seinem und seines Sohns Namen herausgegebe-nenMalerbuche, welches 1728. ins Französische über-setzt wurde. Gleichwohl wird solches wegen eini-gen besondern Meinungen und unrichtigen Anzeigenscharf angefochten. Man beschuldigt diese Schrift-steller, sie hätten, als Kunsthändler, in ihren Be-schreibungen ihre selbstbesitzenden Zeichnungen be-kannt zu machen gesucht, damit sie den Anlaß be-kämen, dieselben in hohem Preiß anzubringen; da-her sie sich nicht gescheut überhaupt Zeichnungen,Cartons u. s. f. großer Meister ihren ausgearbeite-ten Gemälden und Statüen vorzuziehen. Man mußaber doch gestehen, daß, verschiedene Gedächtniß-fehler und einige übertriebene Ausdrucke beyseitsgesetzt, das Buch dieser Engländer seine große Ver-dienste habe, und daß es das erste ist, welches dasFehlerhafte berühmter Werke freymüthig beurtheilendarf, da man vorher sie als so viele von allenmenschlichen Schwachheiten ganz freye Wunder-dinge angegeben. Es ist auch nicht zu laugnen, daßeine bescheidene und verständige Crilik von derglei-chen Werken eben so viel odcr^vielleicht mehr zuinUnterricht junger Künstler beyträgt, als der gewöhn-

Richter. § 6 r

liche superlative Ton, dessen man sich bisdahin be-dient hat. Die Bücher eines d'Argensville, Co,chtns, Marquis d'Ärgens u. s. f. welche seitherim Druck erschienen und von den Werken der größtenKünstler mit eben so viel, und vielleicht noch mehrFreyheit, als die Richardsöns geurkheilt» scheinendiese Anmerkung einiger Maaßen zu rechtfertigen.Die Italiener und Franzosen stehen in diesem Stückesehr hitzig gegen einander und beschuldigen sich wech-selsweise ziemlich offenherzig eigennütziger Absichten.

6 r«arie »rt/.

Richeinans. S. Ryckmans.

Ri'che (Paul), Bildnißmaler , arbeitete ver-muthlich um 1740. in England. I. Faber, G.Scotin und A. Reinhard haben nach ihm das Bild,niß von Johann Taylor, einem berühmten Augen,arzt, geliefert.

Richer (Anton). S. Richten.

" (Jacob), Bildhauer zu Lyon , verfer-tigte um die Mitte des XVII. Jahrh, zwey vonMarmor und Erzt gearbeitete Grabmäler für die da-sige Carmeliterinnenkirche. /^c-'h-üo-r «ie /a /^//sste p. i 53 .

(Johann), Baumeister zu Paris , lernte

bey Ludwig le Veau. Er baute das Hotel von No-ailles in der Straße von Sr. Honorö und blühekeum das Ende des XVII. Jahrhunderts. Man be-merkt in seinen Verzierungen den Geschmack seinesLehrmeisters. «ier bsau-r

(L.), Kupferstecher zu London , dessenMonogramm Christ S. 259. anführt.

(P.) übte gleiche Kunst zu Paris um1660. Er radirte mit F. Chauveau die philosophi-schen Tabellen von L. Lesclaches u. s. w.

Richieds (Marc), Maler von Brescia , ver-fertigte für die dasige Kirche St. Thomas die Ge,schichte dieses Apostels, der die Seite des Heilan-des berührt. Dieses Bild machte die Geschicklich-keit des Künstlers wegen seiner Schönheit, lieblicherund wohl übereinstimmender Manier bekannt. Lös-Laucio p. 12s.

Richieri (Anton), Maler von Ferrara , ar-beitete zu Rom und zu Neapel unrer der Anführungund nach den Cartons seines Lehrmeisters, JohannLanfranco. Er etzte auch einige Blätter nach ihm.

p. iHg.

Richter; ein Familienname, der in der Künst,lergeschichte wohl bekannt ist. i.) Bengr, d. i. Be-nedicr, eines Goldschmieds Sohn, lernte dasStahlschneiden bey seinem nachmaligen Schwieger,Vater, Arvfid Karlsteen. Er gieng in Frankreich ,wo er sich einige Zeit aufhielt und eine solche Ge-schicklichkeit erlangte, daß er mit andern Künstlernan den Schaumünzen von der Regierung Lud­ wig XIV . arbeitete. Nach seiner Zurückkunft ver-fertigte er einige Stücke der Geschichte Carl XII .Hierauf ward er in kaiserl. Dienste berufen und ar-beitete um 1717. mit vielem Ruhme zu Wien . Röh-ler lX. rr». 2.) Christian, Baumeister, war inWassergebüuden und Führung der Schleußen be,rühmt. In,hoff. 2.) Christoph, Bildniß - undLandschaftsmaler, lebte um rVZo. an dem herzog!.Hofe zu Sachsen-Weimar W. Kilian hat nachihm das Bildniß Herzog Alberts gestochen. Man hatauch von seiner Erfindung einige radirte Landschaf-ten. Christ S. i 5 /z. 4 -) David, aus Schweden gebürtig, malte um 1720. zu Wien Landschaften undBildnisse. Smith, Schenk, Heckenauer u. s. f.haben nach ihm in Kupfer gearbeitet 5 .)Johann<r'Zuliana Friederica malte zu Dresden in Minia-tur. Sie heyrathete Marcel Bacciarelli, Ma-ler und Ehrenmitglied der daselbst erneuerten Künst,leracademie. Sie selbst harte ebenfalls die Ehre, indiese Academie aufgenommen zu werven S. denArt. ihres Gemahls 6.) Johann, ein treflicherPerspectivmaler aus Schweden , arbeitete um «72s.zu Venedig . B- Vogel hat nach seinen Zeichnungenzehn Aussichten dieser Stadt in Schwarzkunst ver,,