§6« Rici.
fertigt 7. 8. 9 ) Moriz und seine zween -Zähne,Johann und MoriL, legten die Stadt Neu-Er-langen an. Imhoff IN. i582. 10.) RudolphHeinrich, von Altenburg in Thüringen gebürtig,war um 1765. markgräflich-bayreuthischer Hofbausinspector, und nicht allein ein guter Bau- u. Zeichen-meister, sondern auch ein geschickter Maler in Decken-stücken und Landschaften, n ) Wilhelm zeichneteden Stammbaum Herzog Wilhelms von Sachsen ,den I. von Sandrart gestochen hat. 12.).. ein schwe-discher Maler, der zu London arbeitete, und vonTeßin (I. HO.) angeführt wird. Er ist vielleichtder N°. 6. angeführte Johann. iZ.) Ein neuererKupferstecher, arbeitete nach M. de Vos, I. Car-pioni, Guercino , u. s. f.
Rici (Don Franz), Maler und Baumeister zuMadrid , lernte bey Vincenz Carduccho. Er wardder Könige Philipp IV. und Carl II. Hofmaler. Einleichter Pinsel und eine große Fertigkeit in der Zeich-nung machen die Verdienste dieses Künstlers aus,wogegen man an ihm aussetzt, daß er sich selbst all-zuoft kopirte, und man in seinen Gemälden allzuwenige Abänderung siehet. Er übte auch mit gutemErfolge Baukunst und Perspektive. Die Maler Ca-renno, Mantuano und Escalante, arbeiteten öftersunter seiner Aufsicht. Rici starb im Escurial 168P77. I. alt. /^/a§co 179.
— — (Don Johann), Antons eines MalersSohn von Bologna, ward zu Madrid gebohren undlernte bey I. Baptist Maino, bey welchem er sich ineinen guten Ruf setzte. Er gieng darauf nach Rom ,und begab sich, aus Liebe zu einem ruhigen und ein-samen Leben, in das Kloster Monte Caßino , woer 1675. 8». I. alt starb. Verschiedene Kirchen u.Klöster in Spanien , wie auch das Kloster wo ersein Leben beschloß, besitzen von seinen Gemälden.
UE i 56 >
Ricke (Bernhard de), Maler von Courtray,bediente sich in seinen Werken einer großen Manj r.Man kann von seinem Talente aus dem Altarblattder dasigen Kirche St. Martin urtheilen; dasselbestellt die Kreutzigung Christi vor und ist von schönerZusammensetzung. Seither änderte er seine Manier,und glaubte dieselbe verbessert zu haben; sie fandauch in der That ihre Liebhaber. Er kam r 56 r. indie Malergesellschaft zu Antwerpen , wo er sich auf-gehalten und gestorben ist. 1. 102.
Ricoli (M. Jacob), alter Bildhauer, von wel-chem man in derVerkündigungskirche zu Padua einemarmorne Statue der H. Maria zeigt.
Ridder ( ), niederländischer Maler, ar-
beitete in C. Dusart's Manier Man findet seinenNamen in zJeymans Catalog.
Ridinger. S. Riedinger.
Ridolfi (Bartholomö), berühmter Stuccoar-beiter und Baumeister von Verona , arbeitete in ver-schiedenen Städten Italiens und in dem KönigreichePolen . Er blühete um die Mitte des X VI. Jahrh,und hatte einen Sohn, der ihm in diesen Knustennichts nachgab. 26.
— — (Carl), Maler von Vincenza, lernte
bey Anton Dasilacchi. Wegen seinen zu Rom ver-fertigten Gemälden erhielt er von Jnnocenz X. denRitterorden des göldnen Sporrns. Er gab i6f2.die Lebensbeschreibung des Jacob Robusti aus Licht,und eignete sie der Regierung von Venedig zu, dieihm seine Bemühung mit einer göldnen Kette unddaranhangendcm Schaupfenning belohnte. Vonihm erschienen dann ferner ibg6. das Leben PaulsCaliari und 1648. die Biographien der sämtlichenvenetianischen Maler. Er st. ibö8. 62. 1 . alt, undward in der Kirche St- Stephan zu Venedig beer-digt, und mit einem Grabmale beehrt. Lgemeizführt S. 6. seine Grabschrifk an. Ridolfi hat nachPaul Caliari, Titian , u.s.f. geetzt. ll. Z06.
— — (Claudius), der natürliche Sohn ei-nes Edelmanns, geb. zu Verona ihdo.. lernte beyDarius Pozzo und bey Paul Caliari . Er arbeitete
Riedinger.
in seinem Vaterlande, zu Venedig, Padua, Rom und Urbino , wo er sich einige Zeit aufhielt, und vonFriedrich Barozio die Annehmlichkeit und schöne Ge-sichtszüge lernte; er verheurathete sich auch daselbst,und gieng nach Corinaldo in der Marc Ancona, woer seinen Wohnplatz aufschlug, und in den dort um-herliegenden Städten schone Proben seines geschick-ten Pinsels hinterließ. Als er in sein Vaterland zu-rückkam, ward er wegen seinen wohlangeordnetenCompositionen und der sehr angenehmen Stellungenseiner Figuren wohl angesehen Eine GeißelungChristi in der Kirche St. Anastasia zu Verona ist vonschönem Geschmacke, aber unrichtiger Zeichnungund schlechtem Colorit. Dieser Künstler st. 1644.
l l.3o2. — Der gleiche Schriftsteller gedenktin der Lebensbeschreibung des perer Malombraeines SctavianRidolfi, Bildhauers und Baumei-sters zu Venedig , dessen Bildniß gedachter Malom-bra gemalt hat.
Ridolfi (di), Beyname von M- Ghir-landajo.
Rieb. S. den Art. F. A. Leirenstorfers,seines Schülers.
Riede! (Joh. Anton), Maler und Inspectorder Churfürstlichen Gallerie zu Dresden , etzre diesieben Sakramente nach I. M. Crespi, und einigeKopfe nach Rembrand, Vandyk, u. s. w. AllesGemälde dieser Gallerie. Er verfertigte mit Chri-stian Friedcichwenzel einen Catalog von gedach-ter Gallerie, der 17(10. (8°. Lrcsd.) französ.gedr. ist.— Seine Schwester, Maria Theresia , malte umi7g». 20. I. alt, mit ungemeiaem Fleisse kleine Fi-guren nach niederländischer Manier, die den Beyfallder Kenner erhielten, und gab von da an gewisse Hof-nung einer mehrcrn Vollkommenheit in dieser Kunst.Beyde standen schon damals in konigl. Diensten undBesoldung. Biblisch. d. schönen Wissenschaft.X. ZW.
R-eder (Georg). S. den Art. D. Heschler.
Riedinger (Joh. Elias), Maler und Kupfer-stecher von Ulm , war ein gelernter Jäger. Er be-kam einigen Unterricht in der Zeichnung von seinemBarer ZZopann, einem Schreiber, der artige kleineFiguren, Pferde und andere Thiere verfertigte, undlernte die Malerey bey Christoph Resch. Seine Nei-gung gieng gleich anfangs au, dasLhiermalen, wo-rin man feine gioßen Latente bewundern muß. Erzeichnete Vieles für die Verleger in Augsburg , woer sich Haushablich niederließ. Seine Gemälde sind,nach Verhältniß seines Fleisses in andern Werken,an der Zahl sehr gering, und müßen folglich mir derZeit sehr selten werden. Seine Compositionen sindsehr lebhaft und von guter Erfindung. Man findeteine große Menge Stiche nach seinen Zeichnungen,die er zum Theil selbst etzte. Die Characktcre derThiere, besonders der wilden, hac er mit einer er-staunlichen Genauigkeit beobachtet. Man kann seineBlauer als eine natürliche Geschichte dieser Thiereansehen. Er führt uns in die Wälder umer Barenund Licger, und beschreibt uns ihre Gestalt, ihreHohlen und Lebensart >0 genau als ein Naturkündi-ger. Seine Zusammensetzung ist überaus lcho», unddie 'Austheilung des Lichts ohne Tadel, so daß seineArbeiten meistens ein angenehmes Ganzes ausma-chen. Die Landschaften sind malcrilch wild , .so wiesie sich zu den Thieren schicken. Hingegen icheiut sei-ne Manier etwas zu viel studirt, und ist daher nichtfrey. Menschliche Figuren encwirft er selten mir Ge-schmacke; den Pferden fehlt der wahre Charakter,und richtige Zeichnung; wie er denn überhaupt etwasschwer zeichnete. Viele Blauer von Riedinger sindhistorisch ».wirklich nach dem Leben gestochen, indemsie Thiere, die man aufeincr gewissenJagd gefangen,vorstellen. Er hat auch eine Landschaft mir Löwen»ach Rubens für die Dresdnifche Gallerie gestochen.Herz, Probst, Müller und viel andere Kupferstecherhabennach ihm gearbeitet. Riedinger ward 1709.Directvr derMaleracademie, und starb 1, (17. bg.J-alt. — Seine Sohne iMartin Elias und Joh.Jacob arbeiteten in gleicher Kunst; jener mit dem