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Erster Theil.
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570
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570 Rota.

Roka (Anton), spanischer Maler, arbeitete zuLoewen , wo man von ihm einige Tafeln in derFranziscanerkirche siehet, in welchen er die Marterverschiedener Heiligen dieses Ordens abgebildet.Einige Köpfe sind ziemlich gut gerathen, und dieseBilder sind nicht ganz ohne Genie. ste

Pescampr.

Rokes; Familienname von H. Zorg.

Roldan (Peter), Maler, Bildhauer und Bau-meisier von Sevilla , besaß in diesen Künsten großeTalente. Er war der erste, der die Haare der Kin-der wohl abzubilden wußte; denn zuvor stellte mansie gewöhnlich mit drey Locken, einen an der Stirneund einen auf jeder Seite vor. Man kann von derGeschicklichkeit dieses Künstlers aus der vortreflichenEinbildungskraft, der edeln Manier, dem großenGeschmacke und Kühnheit, die in seinen Werkenherrschen, urtheilen. Er starb zu Sevilla 1700.76. I. alt. — Seine Tochter, Louise, ward zuMadrid wegen ihrer Geschicklichkeit in der Bild-hauerkunst bewundert. Sie verfertigte einige sehrwohl ausgearbeitete Bilder in Lebensgröße und starb1704. I. alt. 208. u. 221.

Rolet. S. Rouller.

Rolffsen (F. N.), Kupferstecher, arbeiteteum i? 55 - zu Hamburg .

Roll (Anton), geb. zu Bologna 1640. lerntebey Angelus Michel Colonna oder bey Augustin Me-telli. Er erlangte in der Architektur- und Orna-inentmalerey einen großen Ruhm. Anton maltei6gh. mit seinem Bruder Joseph das schöne Gewölbder St. Paulskirche zu Bologna , und hatte das Un-glück, daß er von dem Gerüste fiel und von einernachfallenden Diele erschlagen wurde. Sein Schü-ler, Paul Guldl , vollendete diese Arbeit nach desRoll Zeichnungen. /ntt»-r'ce III. 120.

— — (Joseph), Antons Bruder, lernte beyJoh. Baptist Caccioli und bey Dom. Mar. Canuti.Man halt ihn auch für einen Schüler von AugustinMetelli. An vorbemeldter St. Paulskirche kannman die Geschicklichkeit dieser zween Brüder erken-nen, die Joseph auch in verschiedenen Städten,besonders in dem Schlosse zu Rastatt zeigte, wo erden großen Saal und andere Zimmer malte. Beydieser Arbeit, die dem Markgrafen sehr wohl gefiel,bediente er sich der Beyhülfe seines Schülers, Jos.Anton Eaccioll und per. Anron Farina, einesLehrlings seines Bruders. Hierauf kam Josephwieder in sein Vaterland zurück, wo er eine ererbteHandelschaft führen muße, die aber so unglücklichfür ihn ausfiel, daß er genöthigt wurde, die Ma-lerey wieder zu üben. Er starb zu Bologna 1727.82. I. alt. Derselbe etzte auch einige Blatter nachG. Neni, L. Carraccio, L. Pasinclli und verschie-denen andern Malern der bolognesischen Schule.

Rollos (Joh. Jacob), Peters Sohn oderAnverwandter, war ein geschickter Geschichts- undBildnißmaler. Er siudirte zu Berlin und ward aufchurfürstl. Unkosten auf Reisen gesandt, um seineKenntnisse zu vermehren. Um 1670. kam er in Hol-land, und von da nach Paris , wo er sich den Wol-lüsten ergab und hierdurch seine Gesundheit meistenszu Grunde richtete. Rollos war in Erfindungenund in der Zeichnung vortreflich; er verfertigte zuBern einen sehr schönen Handriß zu dem Grabmaledes Schultheißen von Erlach, der von Joh. AdamHaschier von Basel in Holz geschnitzt und vonAbraham Zehnder in Erzt ausgeführt wurde:Dieser einzige Riß ist hinreichend, die Talente desKünstlers zu erkennen. Er ward unlang hernach beyMurten auf offener Straße tobt gefunden. FüßliII. 162.

Rollos (Peter), mittelmäßiger Kupferstecherzu Berlin , arbeitete von 1628 -1609. Man hatvon ihm, neben Andern! : 6Ä-»etrr Icones st resxsstse klecem LIect. lZrarxjsb Uerolini 1628. kol.

Beschreib, von Berlin S. 565 .

R 0 magnesi ( ), Maler, wird von d'Ar-

Romanelli.

gensville unter die Schüler von Robert Tourniere,gezählt.

Romagnoli (Peter) zierte um 1712. die sehrschöne Kapelle des Heiligthums in der Kirche St.Anton zu Padua mit Gipsarbeit und starb balddarauf in der Blüthe seiner Jahre. Er war vonCremona gebürtig. Kosrettr.

Romain (Franz), treflicher Baumeister vonGent , trat in den Dominicanerorden. Er baute1684. die Brücke zu Mostrich und ward darauf nachParis berufen, die sogenannte königl. Brücke beyden Thuilleries zu vollenden. Der König macht«ihn zum Aufseher der Gebäude, Brücken, Dämmeu. s. f. von Paris . Es wurden ihm auch bey wich-tigen Fällen, die seine Kunst betrafen, vielerleyGeschäfte in den übrigen Theilen des Königreichsaufgetragen. Er starb in dem Kloster seines Or-dens zu Paris 17Z5. 89. I. alt und ward mit einerweitläuftigen Grabschrift beehrt. /)acombe.

Romain (Johann S.), Bildhauer, verfer-tigte die Statüe Carl V. Königs in Frankreich , dieman ehemals in dem allen Louvre sah.

— — ( ) stellte in seinen Gemälden Schä-

fergesellschaften vor.

— — de Hooghe. S. Hooghe.

— — oder der Römer; Deyname vonPeter LNignard, Johann du Monr, Stephanpicarr, Joh. Baptist Tuby u. s. f.

Roman (Dartholoms), Maler von Madrid ,lernte anfangs bey Vincenz Carducho; hernachkam er in D. Velasquez Schule, dessen Manier erauch sogleich folgte und hierin seine Mitschüler über-traf. Seine Zeichnung ist vortreflich und sein Pinselzart. Die Natur ahmte er auf das Genauest«.nach.Man bemerkt in verschiedenen seiner Gemälde, daßer ein großer Verehrer von Rubens war. Romanstarb am Hofe seines Königs i 65 g. 61. I. alt.

/asco X°. io 5 . — Ein anderer Roman, Bildhauerund Schiffbaumeister zu Marseille um 1640. ist alsLehrmeister des P. Puget bekannt. — Ein drfkterRoman wird als ein geschickter Maler und Bild-hauer gerühmt. Er war um 1540. Mitglied derSchule Annaberg in Meißen , willisch.

Romandeau (G ), guter Geschichts- undBildnißmaler, studirle lange Zeit in Italien , wo erviele von den beßten Gemälden in Pastel und mitschwarzer Kreide nachgezeichnet. Pesne hatte fastalle Zeichnungen, die Romandeau aus Italien mit-gebracht, an sich gekauft. Dieser Künstler arbei-tete zu Berlin , wo er einer der ersten Professorender Academie, mit einem Gehalte von ivvo Rthlrn.ward, und um das Ende des XVII. Jahrh, starb.Es waren ehemals in dem königl. Lustschloffe zuCharlottenburg viele Gemälde von ihm zu sehen,die aber 1760. durch die Verwüstung derMoscovi-ten zu Grund giengen. Wenige Maler wußten inBildnissen das Durchsichtige des Cristalins in denAugen so wohl auszudrücken, wie er. E. Hainzel-mann, I. G. Wolfgang u. s. f. haben nach ihmgestochen. rJachrichren von Künstlern.

Romanelli (Joh. Franz), Maler von Vi-terbo. Nach passen lernte er bey einem seinerVerwandten, Namens Jncarnatini, der ihn demDominiquin in die Unterweisung gab; als aber die-ser nach Neapel gieng, kam er auf dessen Einra-then in des P. Beretini Schule und hatte daselbstin der Zeichnung und in Nachahmung der ganz neuenManier, die sein Lehrmeister zu Rom einführte,keinen seines Gleichen; daher er ihn auch zärtlichliebte. Er ward, wegen seiner guten Aufführungund Geschicklichkeit, an verschiedene Höfe, beson-ders an den französischen und pabstlichen berufen,wo er für die St. Pererskirche zu Rom die Darstel-lung der H. Maria in dem Tempel auf eine großeTafel malte, die von den Fremden für seines Lehr-meisters Arbeit gehalten wird. Er starb i» seinemVaterlande 1662. 45 . 1 . alt und ward in der Baarsfüßerkirche begraben. Romanelli war ein großerZeichner und guter Colorist; er hakte edle und erha-