Romane sco.
bene Ideen, die er mit einem leichten Pinsel auszführte. Seine Köpfe sind angenehm und seine Fres-cogemälde lebhaft; es mangelt seinen Werken nichts,als etwas mehr Feuer in der Zusammensetzung. Eswäre vielleicht zu wünschen, daß er weniger Anlaßzu arbeiten gehabt, weil er vermuthlich sodannfeine außerordentliche Fertigkeit nicht so sehr miß-braucht härte. Der König von Frankreich beehrtediesen Künstler mit dem St. Michaelsorden und gabihm reiche Geschenke. Man schätzt die nach ihmverfertigten Blätter auf etwa Zo. die von C. Bloe-maert, F. Greuther, M. Natalis, C- Cesio, W.Ballet und einigen neuern Meistern verfertigt sind.
— Sein Sohn, Urban, war noch ein Kind, alsder Vater starb. Er lernte bey Cyrus Fern. Seinfrühzeitiger Tod, der 1682. in einem Alter vonnicht gar Zo. Jahren erfolgte, verhinderte ihn, sei-nes Vaters Ruhm zu erlangen.
Romanesco (Caspar). S. den Art. A.Amerighi.
Romaner( ), französischer Kupferstecher,arbeitete um i/ 65 . einige Zeit zu Basel unter Chri-stian van Mechel nach Grimoux, Rembrand, See-katz u. s. f. Lara».
Romani (Joh. Franz), Maler zu Pavia ,blühete um »6»o. Er zierte viele Kirchen dieserStadt mit Altarblattern. Farto/r II.
Roman ino (Hieronymus ), treflicher Malervon Brescia , lernte bey Stephan Rizzi. Er ver-dient in der Zeichnung, Erfindung, Stärke undZärtlichkeit alles Lob, und gab Titian an Geschick-lichkcit nicht viel nach. Zu Preno und Piiogne inder Landschaft Dalcamonica und zu Brescia siehtman von ihm Gemälde in Oel und Fresco, an wel-chen man in allen Theilen ungemeine Wissenschaftentdeckt. Der Rangstreit mit Alexander Bonvin-cino, der Raphaels Manier folgte, verursachte,daß Romam'no alle Kräfte anspannte, seine» Geg-ner mit seiner Tinanischen Manier zu übertreffen,wie er denn in der That hierin die höchste Stuffeder Vollkommenheit erreichte. Er blühete um » 54 «.Licko//? I- 252 .
Romans (Anton). S. Tattalani.
— — (Dominicus) half seinem Lehrmeister
Franz Salviati lange Zeit an den Gemälden, diedieser zu Rom und zu Florenz verfertigte, arbeiten.Er lebte um i 55 v. III. 6 / 5 . — Ein ande-
rer Dominicus Romans schnitt den siegreichenEinzug des Großherzogs Cosinus I. zu S'ena ineinen Calcedonier. G-ulianelli S » 4 »- hält ihnfür den D- Tompagni, genannt «tarne,. — Eindritter Dominicus Romans, Maler von Neapel ,arbeitete in etlichen Kirchen zu Brescia .
— Ein vierter Dominicus Romans findet sich indem Art. Johann Dominique.
— — (Franz). S. Romain.
— — (Hieronymus 'verfertigte zwey Gemälde,die in der Kirche Frari zu Venedig gesehen werden.LansF/ia. — Ein anderer Hieronymus Romansbildete 1622. die Verzierungen von Erzt an demBeichtstühle Petri in der Kirche dieses Heiligen imVatican zu Rom . Lonarmi lj. D. V. p. » 55 .
— — (Joh. Angelus) und Michael «thri-
stofano, ein Florentiner, wurden um » 5 oo. unterdie beßten Bildhauer zu Rom gezählt, /.ettere §«ta III. 022.
— — (Joh. Christoph), geschickter Bild-hauer, lernte bey Paul Rvmano. Man findet vonseiner Arbeit in der Kirche St. Maria Trastevereund an andern Orten zu Rom. vasari in der Le-bensbeschreibung seines Lehrmeisters.
— — (Joh. Dominicus). S.J. Dominique.
— — (Joh. Franz) und sein Neffe, pererPaul Romans, malten eine Kapelle in der KircheEt. Laurentius in Panisperna zu Rom . Mr.
— — (Joseph), Maler von Bologna , lerntebey A. M. Colonna. Er legte sich auf die Archi-
Rombouts. §71
tectur- und Ornamentmalerey, ob er gleich auchfür Geschichte große Talente besaß Er gieng mitseinem Lehrmeister in Spanien und trat bey demAmirant von Castilien in Dienste, dem er in seinenPallästen viele Plafonds auf frischen und trockenenKalk malte. Joseph zierte auch die Decke der ita-lienischen Kirche mit solchem Verstand in der Per»spectiv, daß das Aug' dadurch getäuscht wird. Erstarb daselbst 1680. 64. I. alt. / e/a§cc> 171.
Romans (Julius). S. s),'pi.
— — (Lucius) , geschickter Bildformer inStuceo, von welchem Vasari in des Perino delVaga Leben anmerkt, daß er zu Genua in dem Pal»laste des Prinzen Doria Vieles in Grotesken, Ge-schichte, Figuren u. s. f. gearbeitet habe. Luciusarbeitete auch mit diesem und einigen andern Ma-lern und Bildhauern in den Zimmern der Engelburg zu Rom . Felibien Hl. 117. nennt ihn Lucas, undmeldet: Er sey um » 586 . einer der vielen Mithel-fer des Franz Primaticcio in den kvnigl. Pallastenin Frankreich gewesen.
— — (Marcus Tullius ). S. Montagna.
— — (Niclaus), Guerino, genannt Mo-
sch,', Lösche, Peter Huys und Niclaus von Mo-den«, werden unter die alten Formschneider gezählt.Dieser letztere ist N Beim. 1.122.
— — (Paul), Goldschmied und Bildhauer,
ein gott -sfürchtiger, bescheidener und in seinen Kün-sten geschickter Mann. Diesem bot Mino, ein stolzerund übermüthiger Bildhauer, eine Wette von hun-dert Thalern an, wer von ihnen die Statüe des Apo-stels Pauls mit mehrerer Kunst verfertigen könnte,welche Romans annahm und gewann. DieseStatüe ward lange hernach aufDefehl Clemens VII. an dem Ende der Engelburgsbrücke aufgerichtet.Er arbeitete auch für Pius II. der den päbstl. Stuhlvon » 458 . bis » 46 s- besaß. II. 092.
— — (Peter Paul ). S. den Art. Joh. FranzRomans.
— — (Philipp), Bildhauer zu Rom , verfer-tigte das Grabmal der Dame Vaini in der KircheSt. Johann von Lateran . Er arbeitete auch mitandern Künstlern,«» dem Grabmale des CardinalsBonelli in der Kirche St Maria sopra Minervaund blühete um »6do. Trtr.
— — (Thomas), genannt Fornarino, Ma-
ler von Bologna, lernte bey den Carracci . Ermatteauf frischen Kalk in der Kapelle des gekreuzigtenHeilandes der allen Kirche Barbaziano und an an-dern Orten mehr. Thomas st. , 5 / 5 . und ward inder Coelestinerkirche bey seinen Voreltern begraben.— Sein Sohn Romanino arbeitete in gleicherKunst. p 609.
— — (Virgil). Maler zu Rom , lernte beyBalthasar Peruzzi und arbeitete daselbst um »5su,
lll. » 43 .
Romans (Jacob). S. den Art. p. F. ver-heyden, seines Schülers.
— — ( ) Baumeister, wird in dem Art.
p. «fall angeführt
Rombours (Theodor), Maler von Antwer-pen , lernte bey Cornelius Jansens. Derselbe erbtegleichkam das Genie seines Lehrmeisters, samt dessenNeid gegen P. P. Rubens und den thörichten Ehr-geiz , es diesem sowohl in der Kunst alo Pracht gleichzu thun. Er tkat »d»7. eine Reise in Italien , woseine Arbeit beliebt war. Der Großherzog von Flo-ren; berief ihn an seinen Hof; daselbst verfertigteer einige große historische Bilder, und ward, nebstguter Belohnung, mit vieler Zufriedenh it entlassen.Bald nach seiner Heimkunft ließ er seine Eifersuchtgegen Rubens verspüren, und versichert man, daßer niemals besser gemalt habe, als wenn er widerdiesen Künstler aufgebracht war, so daß solcherüber dessen Arbeit erstaunte. Rombour starb um1640. etwa 45 . 1 - alt Seine lebensgroßen FigurenDdbd