Band 
Erster Theil.
Seite
585
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Ruiz.

Neapel findet. Seine Bilder sind sehr fleißig undmit einer richtigen Kenntniß der Perspectiv ausge-arbeitet.

Ruiz (Peter). S. Gonzales.

Rumaldus od. Rumualdus, ein Bau-meister Ludwig des Gütigen , baute die Haupt-kirche zu Rheims in Champagne die um 84«. vol-lendet wurde. Von diesem Fürsten erhielt Rumal-dus Erlaubniß die Mauern dieser Stadt abzutragen,um die Steine an diesen Bau zu verwenden, /e/i-die» V. 196.

Rumano (Hieronymus). S. Romaninound Romano.

Rummel (Joh. Georg), ein geschickter Schlos-ser zu Augspurg, verdient wegen des schönen undgroßen Gitterwerks, welches er in der katholischenKirche zum H. Kreuz verfertigte, einen Platz unterden Künstlern. Er lebte um 1760. von StertenBr. X.

Rumpelt (Joh. Andreas), Maler und Ku-pferstecher , radirte i? 5 Z. sein eigen Bildniß.

Rundt ( ). Unter diesem Namen wird ein

Frauenzimmerbildniß in der Galerie von Salzdah-lum gezeigt.

Ruoppoli (Joh. Baptist), ein Neapolita-ner , lernte bey Paul Porpora. Er malte Früchte,besonders Trauben, Waydwerk,Küchenstücke, Blu-men, Pflanzen, Fische u. s. f. die Lucas Giordanozuweilen mit Landschaften, Seestücken und Figurenauszierte. Ruoppoli starb in hohem Alter umi 685 . — Sein Neffe, Joseph Ruoppoli, folgtedessen Manier in allen überzahlten Stücken, ausge-nommen daß seine Färbung etwas mehr ins Röth-lichte fiel. Man bemerkt auch in seines OheimsZusammensetzung mehr Genie. Joseph starb um1710. 80. I. alt. Dome»,'»' III- 290. u. 298.

Rupert (Christian), geschickter Maler vonNürnberg, gieng i 65 i. nach Wien und verfertigtefür Ferdinand III. verschiedene schöne Bilder, dieihm wohl belohnt wurden. Er starb nach einigerZeit daselbst, Harms sagt 1654. DoppelmayrS. 22h.

Ruppel. S. Roepel.

Rupra (Joseph), Maler, lernte zu Rom indes Ritters Benefial Schule, und arbeitete um 1760.in Diensten des Königs von Sardinien , wettere5» /a V. 22.

Ruprecht (Marc), Kupferstecher und Kunst-händler zu Augspurg um 1770. war Mitglied derdasigen kaiserl. Academie. Schrväb.Schtiftsteller.

Rusa (Clemens). S. Rura.

Rusca (Bartholome), ein geschickter Künstlervon Rovio , kam als Hofmaler mit der KöniginElisabeth Farnese in Spanien , wo er in vielenkönigl. Schlössern zum Vergnügen des Hofes arbei-tete. Man rühmt vorzüglich seine schöne und an-genehme Färbung. Rusca starb zu Madrid 1745 .65 . I. alt. Füßli IV. roo.

— — (Carl Franz), Maler von Lauis, lerntebey Octav Amigoni und studirte zu Venedig . Erdurchreiste fast ganz Europa und hielt sich einigeZeit zu Berlin auf; von hier, nachdem er von demHofe reichlich beschenkt worden, gieng er 1787- nachWolfenbüttel . Man erzählt, daß er dort des ver-storbenen Herzogs Bildniß nach der bloßen Beschrei-bung vollkommen getroffen. Dieser Künstler setztesich endlich zu Mailand , wo er für die Kirche St.Calzero ein Kruzifix malte. Er starb daselbst 176g.68. I. alt. Seine Bildnisse finden überall Bey-fall. Wille, Pitteri u. a. haben nach ihm gear-beitet. Füßli III. 1. i 55 .

Rusca (Franz). S. Rusch,'.

Ruscell, (Anton), ein in der Künstlerge-schichte unbekannter Bildhauer, verfertigte für dieKapelle Grimani der Kirche St. Job zu Venedig ein. marmornes Basrelief, welches zum Altarblatte

Ruspoli. 585

dient. Boteari (I. 6/rntta p. 40.) halt ihn fürden A. Rössel!,»,.

Ruscell« (Hieronymus), ein gelehrter Maethematiker und westlicher Baumeister von Perugia ,trat in den geistlichen Orden von Montecasino.Nebst vielen von ihm erfundenen mathematischenInstrumenten, verfertigte er verschiedene Zeichnun-nungen, nach welchen in seiner Vaterstadt und anvielen andern Orten Gebäude aufgeführt wurden.Er starb 1604. 66. I. alt. /Ärco/r p. i 5 s.

Rusch i ( Franz), Maler von Rom , arbeiteteum 164«. zu Venedig , wo er das Altarblatt derFamilie Morosini in der Patriarchalkirche St. Petermalte. Seine starke und kräftige Manier scheint zubeweisen, er habe des M.A. Carravage Geschmacknachzuahmen gesucht. Er ist vornehmlich durchseinen Schüler, Anton Zanchi, bekannt Cochinhält nicht viel von seinen historischen Gemälden.I. Picini, D. Varotari u. f. f. haben nach ihmgestochen. MnnA/ia.

Ruscon, (Camillus), Bildhauer von Mai-land , lernte bey Paul Anton Volpini, Joseph Rus-nati, und zu Rom bey Hercules Ferrata, und daihn däuchte, daß er noch nicht genugsam in allenWissenschaften seiner Kunst gegründet wäre, begaber sich in die Schule des Carl Maratti, von wel-chem er die schönen Gesichtszüge, die zierlichen Fal-ten der Gewänder und die Grundregeln des beßtenGeschmackes und der Zeichnung erlernte; zu Allediesem fügte er die Betrachtung der Antiken, unddie aufmerksame Sorgfalt, die Leidenschaften wohlauszudrücken und seine Figuren lebhaft darzustellen,welches er mit Schönheit und Fertigkeit ausführte,Ruscon, arbeitete Vieles für öffentliche und Pri-valgebäude, und bediente Könige und Fürsten . DasGrabmahl Gregor XIII . die Engel unter der Orgelder Kapelle St. Jgnatius in der Kirche Jesus , dasGrabmahl des Prinzen Sobiesky bey den Kapuzi-nern, und viele andere Werke, die er zu Rom ver-fertigte , geben ihm den Rang unter den beßtenBildhauern seines Zeitalters. Pabst Clemens XI. hielt so viel auf diesem geschickten Mann, daß erihn in seiner Werkstatt besuchte und auf eine ausneh-mende Weise beschenkte. Er war Ehrenmitglied derAcademia Clementina zu Bologna, und starb zu Rom 1728. 70 I. alt. I. Frey hat gemeldtes GrabmahlGregor Xlll. sehr schön in Kupfer gebracht. — Un-ter des Camillus Schülern befand sich auch Jo-seph Ruscon,, geb. 1687. zuTremona Man stehtvon ihm verschiedene Werke in den Kirchen zu Rom .Joseph wußte sich die Gunst seines Lehrmeisters zuerwerben, so ^aß, ungeachtet er nicht sein Verwand-ter war, wie man vorgiebk, Camillus ihm dochseine Werkstatt, und seine, in Absicht auf die Kunstunschätzbare Sammlung von Studien legirt hat.Ruscon, ward Professor der Akademie St. Lucasund st. 1708. />a§co/r I. 259.

—- —- (Joh. Anton ) , Baumeister , schriebein großes Buch von seiner Kunst nach der Lehrartdes Vitruvs, welches 159«. zu Venedig in Foliogedruckt ist. Die dazu dienenden in 170. Stückenbestehenden Holzschnitte sind von ihm selbst gezeich-net, und so schön gerathen, daß sie von den Ken-nern ein köstliches Kleinod genannt werden. DiesesBuch ist ,66«. neu aufgelegt worden, steht aber inkeiner Achtung.

Ruscon,-S ass« (Ludwig) baute um 1732.die Kirche St. Joseph und verschiedenes Andereszu Rom . 7 'rtr.

— — (Peter Georg). S. Rossoni.

Rusnat, (Joseph), Bildhauer zu Mailand ,lernte zu Rom bey Hercules Ferrata. Er arbeitetefür die Cathedralkirche seiner Geburlsstadt, für diedasige Kirche des H. Abts Anton und für die Car-thause zu Pavia . Rusnat, blühete um 1700. Erwar des Camill Rusconi Lehrmeister.

Ruspoli (Larione, d. i. Hilarion), Bildhauerzu Florenz , lernte bey Vincenz Roßi von Fiesoli. Er