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einige kleine Landschaften nach seinen eignen Erfin-dungen radirt. — Man muß diesen Künstler nichtmit einem andern mittelmäßigen Maler NamensRysbraeck, der zum Unterschied des vorhergehen-den der Junge genannt wird, und zu Brüssel ar-beitete, verwechseln. Dieser letztere malte auchtodtes Wildprer und Vogel. Dercamxr m. Z74.
Rysen (Wernher van), geb. zu Brommel um1600., ahmte seinen Lehrmeister Cornelius Poelem-bürg nach. Er reiste lange in Italien : Aber ge-wisse Verdrießlichkeiten bewogen ihn, die Malereyzu verlassen; er fieng daher einen Handel mit Dia-manten an, und gieng in. Spanien . Oercampr
II. 46.
Rysrvyk (Dirckd.i.Theodor), treflicherKünst-ler in eingelegter Arbeit von Perlenmutter, in wei-cherer Blumen, Insekten, Figuren u. s. f. auf dasNatürlichste nachahmen konnte. Man siehet vonfeiner Arbeit, in dem Grottensaale zu Sanssoucy,einen achteckigten Tisch, wovon der Grund einschwarzer Stein ist. Seine Werke wurden so hochgehalten, daß man Stücke findet, die auf lsooo.Host. Gulden geschätzt wurden. Er lebte um dieMitte des X VII Jahrhunderts. Uffenbachlll. ZZZ.
Ryvalz. S. Rivalz.
S.
Saal (Isaac), Kupferstecher von Danzig , gabdie Blatter zu: Aac. 6e plsntls exotiris
öc minu.-, coLmtis, nach Zeichnungen von A. Stech,welches 1678. zu Danzig gedruckt ist.
Saane (Peter), holländischer Kupferstecher,blühete im XVII. Jahrhundert.
Sabadi'nl od. Sabbarini (Cajetan), einstummer Maler von Bologna , lernte bey D. M.Viani und bey C. A. Rambaldi. Man stehet vonihm ein Gemäld in der Celestinerkirche, welches dieH. H. Benedictus, Scolastica und ihre Schwestervorstellt. Er war in seiner Kunst ziemlich geschickt,st. aber um 1781. erst 28. I. alt. Fe/rr'»a yr'tt»-rce
III. 020.
— — ( ), Maler zuPavia, verfertigte viele
Altartafeln für die Kirchen seiner Geburtsstadt, be-sonders für die von St. Thomas. La»-to/r 'I'.II.
Sabadius od. Sabbarini (Horaz ), Ku-pferstecher zu Bologna, arbeitete nach den Carracci ,u. s. w.
Sabai. S. Salai.
Sabarini ( ), neapolitanischer Baumei-
ster, lernte bey feinem Schwiegervater Ludwig Van-vitelli. Er arbeitete zu Madrid in Diensten Carl III.und verfertigte auf dieses Fürsten Befehl einen Planin Säuberung und Reinhaltung der Straßen die-ser Stadt, und Zeichnungen zu einem Zollhauseund zu einem Postpferdstalle. La^ettiIII. p. 68.
Gabbar ins (Andreas), genannt da Salerno ,lernte bey Raimo Epiphanio Tesauro, und studirtezu Rom in Raphaels Schule, der ihm die treflich-fien Grundsätze der Zeichnung und des Colorits be-greiflich machte. Andreas wandte in der Kloster-kirche St. Gaudiosus zu Neapel alle Kräfte seinerKunst an, um als würdiger Schüler eines so großenMeisters zu arbeiten. Er st. i 545 . etwa 65 . 1 . alt.Oomerr/ci II. ZZ.
— — (Angelus). S. den Art. Cinrio Ler-nasconi.
— — (Lorenz), genannt Lorenzino da Bo-logna oder di Tizians, dessen Schüler er war.Sein Freund, der Abt Primariccio, der ihn alseinen treflichen und wohlerfahrnen Maler kannte,würde ihn sehr gern mit sich in Frankreich geführthaben; allein Sabbarini verheurathete sich früh-zeitig , und hatte viele Kinder, die seinem Vorneh-men hinderlich waren, vasari bediente sich i 566 .
Sacchi.
dieses Künstlers Deyhilfe in dem herzoglichen Pal-laste zu Florenz. Als Lorenz nach Rom kam,ward er von Gregor XIII . zu seinem Hofmaler undOberaufseher über die Malerarbeit verordnet. Erarbeitete in der Paulinischen Kapelle, in dem söge,nannten Herzoglichen Saale, in der Gallerie, undin dem königl. Saale des Vaticans. Die Vor-treflichkeit seiner Bilder gefiel dem Augustin Carracci so wohl, daß er seinen Schülern das fleißige Kopi-ren von dessen Werken, die man in den Kirchen zuBologna siehet, genau einschärfte, um aus den-selben die schönen Gesichtszüge, Stellungen, Rein-lichkeit und eine zierliche Manier zu erlernen. Au,gustin Carracci gab nach diesem Meister eine Judithund das Altarblatk St. Michael in der dasigen Au-gustinerkirche; C. Cork ebenfalls ein Paar Blätter.Auch I. T> Prestel hat nach ihm einen sehr schönenHandriß ins Helldunkel gearbeitet. Noch findetman einen Stich nach ihm in des Scacciati Samm-lung. Gabbanno st. zu Rom 1677. in blühendemAlter. Mr/rmna I. 227.
Gabinese; Beyname von Andreas Generoli.
Gabioneri (Joh. Paul), ein Cremoneser,malte für eine Kirche zu Castelleone eine Himmel-fahrt Maria. Sa^to/r 1 '. II.
Sabionerra; Beyname von Franz, Ga-learius und vincenz pesenri.
Sac (N. und Valieri). S. Bernhardin Sacco.
Saccherri ( ), Baumeister, lernte bey Phi-
lipp Juvara. Er arbeitete in Diensten des Königsvon Sardinien, und baute zu Turin den PallastPaesana. Seither gieng er in Spanien , wo er un-ter der Regierung Carl III. den königlichen Pallastzu Madrid nach den Zeichnungen seines Lehrmei-sters baute. Larettr Aourna/ I. 44z.
— — ( ), Maler in Piemont, arbeitete zu
Turin für die Kirche Madonna degli Angeli und fürdie Kirche St. Dominicus zu Rivoli. C. Alet hatnach ihm gestochen. Larto/r 1*. I.
Sacchi (Andreas Ouche genannt), Maler,geb. zu Rom 1699., lernte anfangs bey seinem Va-ter Benedicr, ward aber hernach einer der geist-und erfindungsreichsten Schüler des Franz Albani.Er folgte diesem in der Zärtlichkeit und Färbung sowohl nach, daß es schien, als ob der Geist desLehrmeisters seinem Schüler eingeflößt wäre. Miteiner so schönen und angenehmen Manier bahnte ersich den Weg in die St. Peterskirche, für welche erfünf Altarblätter malte, wovon viere wegen derFeuchtigkeit weggenommen werden mußten; er ver-fertigte auch für diese Kirche einige Cartons zu Mursivarbeiten. Dann siehet man noch in zwölf andernKirchen zu Rom Gemälde von seiner Hand, dieüberall bewundert werden; anderer Werke, die ersowohl für fremde als römische Fürsten verfertigte,zu geschweigen. Wegen seiner Leutseligkeit undLiebe, womit er junge Künstler unterwies, wardseine Schule stark besucht., Er st. 1661. Nicht nurfindet man in seinen Gemälden die Anmuth, Zärt-lichkeit und Colorit seines Lehrmeisters, sonder» erübertraf diesen in dem guten Geschmacke der Zeich-nung. Seine Figuren haben vortreflichen Aus-druck; die Gewänder sind von schöner Einfalt, dieIdeen edel und seine Ausarbeitung fleißig, dochohne besondere Mühe. Man giebt seinem Gesichtedes H. Romuald den vierten Rang unter den Ge-mälden zu Rom. S. den Art. L. Tardi. C. Fan.'tetti, I. Baronius, W. Chateau, C. Bloemaert,I. Frey, R. Strange u. s. f. haben nach ihm gesto-chen. — Don seinem Sohne p. Joseph zeigt maniu einer kleinen Kapelle der H. H. Apostelkirche zuRom ein historisches Bild. ck'^,-§e«wi//e.
— — (Anton), von Como, studirte zu Rom ,und malte nach seiner Heimkunft die Kupel der Kirrche St. Fidelis; weil er aber den Augpunct allzuhochnahm, schienen seine Figuren von ungeheurer Größe.Ueber dieses Versehen grämte er sich so sehr, daßer 1694. daran starb. 6 ua»-ir»tr.