Band 
Erster Theil.
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636
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6z6 Spada.

rathete er ein edles und reiches Frauenzimmer, undda er sich auf seinen Verdienst bey Hofe und ein rei-ches Heyrathgut verließ, fieng er an einen großenAufwand zu machen, vornehme Gesellschaften zubesuchen, die Kunst zu verabsäumen und seine Zeitin Müßiggang zuzubringen. Indessen starb derHerzog , sein Gönner; da er nun von jedermannverlassen, sein Gut verzehrt und seinen guten Ge-schmack in Führung des Pinsels verloren hatte,mußte er wieder zu seiner so lange hintangesetztenArbeit zurückkehren, und war sodann zu nichts an-ders als zu schlechten und von seiner vorigen Ma-nier weit entfernten Werken tüchtig ; daher er auchin sein anfängliches Elend zurückfiel und 1622 zuParma starb. L. A. Pazzi, I. Wagner, I. M.Metelli, J.M. Giovannini, u. s. w. haben nachihm gestochen. S. die Art. Peter Armani, Jo-hann da Capugnano und Hieronymus Eurti.II. ioZ.

Spada (Michel Angelus), Maler von Ve­ rona ; lernte bey Simon Brentana und zu Bologna bey I. Joseph dal Sole. Man siehet von ihmzwey Gemälde in der Kirche St. Maria dellaDisciplin« seiner Geburtsstadt. Seine Schwesterveronica malte Blumen, Früchte, Vogel, u.s. f.mit vieler Geschicklichkeit und sehr lebhaft. Sielebten um 1718. ^02:20 127. und p. 19.

(Valerius), Maler und Kupferstecher,etzte nach S. della Bella, A. Tempesta, Callots,u. s- w. Manieren.

Spadari (Benedikt), legte sich unter Anwei-sung Wilhelms von Marseille auf das Glasmalenund arbeitete um 164». für viele Kirchen in Ita­ lien . III. 92.

Spadari »10, Deyname von J.A. Galli.Gpadaro (Mico), Beyname von D- Gur-gln! i.

Spaer (Franz Xaver), Kupferetzer zu München um »720., arbeitete nach I. Vivien, u. s. w.

Spagna (Paul), Maler zu Rom ; lernte beyI. Franz Nomanelli, und ward » 65 ». unter dieMitglieder der dasigen Academie St. Lucas einge-schrieben.

Spagna (Peter), malte um »68o. einige Car-tons, die er selbst in Musivarbeit ausführte undauch nach andern Malern in der St. Marcuskirchezu Venedig eben dergleichen Werke verfertigte. Umdie gleiche Zeit arbeitete auch Joh. Maria Pizzatoin eben dieser Kirche in Mustv. p. 087.

Spagnolerro, Beyname von I. Ribera.

Spagnuolo (Johann), gewöhnlich Spagnagenannt, war ein berühmter Maler und Schülerdes Perugino, den er so wohl nachahmte, daß seineWerke mit jenes verwechselt werden. Er malle vieleAltarblätter zu Spoleto und in den Städten derProvinz Umbria um » 5 Zo.

Beyname von Alphons Berugmeee,Joseph Maria Erespi, Bartholom^ Gagliardiund Peter Lrancione.

Spähn (Franz Anton), Bildnißmaler, geb.zu Auaspurg 1724. ward von dem dasigen Bischofzu seinem Hofmaler ernannt. Schwab. Schrift-steller.

Spalrhof( ), niederläudischer Künstler,geb. um »6Z6 , malte Geschichte und andre Gegen-stände. Dreymal reisete er zu Fuß nach Rom , woer seine Kunst verbesserte und seine Gemälde beliebtwaren. Sie stellen meistens öffentliche Plätze vonRom , oder Märkte in Flandern vor, worin erwohlgezeichnete und gut gemalte Figuren anbrachte,lll. -j2.

Spaluci (Camillus), Maler; ist allein durchein Blatt von Philipp Thomaßin bekannt.

Gpa »gen berge r. S.J.E Dorsch, sei-nen Schüler.

Spanns (Bartholom^), treflicher Bildhauer

Spechietti.

vön Reggio; ist durch zwey silberne Brustbilder derH. H. Prosdocimus und Justina, die an den Fußgestellen mit historischen Basreliefs geziert sind,dekanut. Man stellt sie an den vornehmsten Festta-gen auf einem Altare der Kirche St. Justina zuPa-bua zur Verehrung aus. Ko 5 reti.

Gparc! e. S. den Art. Llengel.

Spargioni (Stephan), Maler zu Rom ,lernte bey Johann Odasi, starb aber jung 1724.S. pascoli in der Lebensbeschreibung seines Lehr-meisters.

S parves ( ), Maler, von welchem man ineinem Saale des Jesuitercollegiums zu Antwerpen Bilder neben andern findet, die Eykens, van Hal,van Opstal, Quellin, u. s. f. verfertigt haben.

/^01/aAe cte De § caM/- 5.

Sparvier (Peter de), französischer Maler,um 1680. in Italien geboren, lernte zu Bologna bey Cesar Gennari. Er arbeitete mit einer seltenenFertigkeit und malte sehr schöne kleine Bildnisse,Blumen, Feldschlachten, Geschichten, Fabeln, u.s- f. Dieser Künstler setzte sich zu Florenz , wo erVieles für den herzoglichen Hof arbeitete. Er warauch sehr glücklich in Nachahmung der Manierenberühmter Meister, wie denn ein von ihm verfer-tigtes Gemähld in des Salvator Rosa Geschmackefür Original in eine ansehnliche Gallerte verkauftwurde, de Sparvier st. zu Florenz 17Z1. und liegtin der Kirche St. Piers buon Consiglio begraben./ÄL2Ü I. 2. l2.

Sparzo (Marcel), Bildhauer von Urbino , ar-beitete in seiner Jugend mit den Stuccatorern,welche Raphael in seinen Werken zu Rom gebrauchte.Bey zunehmendem Alter kam Sparzo nach Ge­ nua und setzte sich mit seiner Arbeit in gutes Ansetzn.Obwohl er viele Zeit, Geld und Gesundheit mit derAlchymie verschwendete, brachte er doch sein Alterauf wenig minder als hundert Jahre. Er blüheteUM » 54 o. ä'oxEri p. 298.

Spavenro (Jacob), Zimmermann zu Vene'dig, ward » 566 . dem Jacob Sansovino, der we-gen hohen Alters die Stelle eines Oberaufsehers derherrschaftlichen Gebäude nicht mehr gehörig ver-walten konnte, zur Hülfe zugeordnet, und nachdesselben Absterben 1070. in dieser Stelle bestätigt-Ob er aber ein würdiger Nachfolger dieses treflichenBaumeisters gewesen, wird billig in Zweifel gezo-gen. p. 4 ä-

Speccard (Johann), deutscher Maler undSuckcr, studirte mit Arnold Mytens, seinemFreunde, zu Rom . Er arbeitete einige Zeit zu Flo­ renz , gieng aber »077. wieder nach Rom und starbdaselbst. Speccard malte das Leben der H. Jung-frau auf sieben Tafeln, wovon sechs Blätter vonEg. Sadcler und das siebente von Pet. Perrot ge-stochen sind. C.Cort, I. Müller, u.a. haben auchnach ihm gearbeitet. Speccard ahmte des Johannvan Achen Manier nach. /e Oamts III. 270.

Speech» (Alexander), Baumeister zu Rom ;lernte bey Carl Fontana und blühete um 1700. Der-selbe baute von Grund auf den Pallast von Carolisal Corso ; die Schifflände von Ripetta; die StelleaufdemCapitol, wo die Statüe des triumphirendenRoms aufgerichtet ist, und den Porticus der St.Paulskirche ausser den Stadtmauern, der aber seit-her wieder erneuert werden mußte. Er gab eineAbhandlung von der Baukunst mit vielen Blättern,und etzte auch selbst ozne große Anzahl, die meistsowohl das alte als das neue Rom abbilden. Vongleichem Meister sind auch die meisten Stiche inBonani's HistorlaXempil Vaticani, wo siedenBau dieser Kirche betreffen. /ÄLco/r II. 549.

(Michel Angelus), gab 1700. die Zeich-nung zu dem Oratorio von St. Maria del Carminealle lre Canale zu Rom. autica e »rocke»-»«.

Spechierti (Peter), malte das Blatt desHochaltars in der Pfarrkirche des Apostels Mat-thäus zu Padua , die Himmelfahrt Maria vorstel-lend. ck?oreetr.