Band 
Erster Theil.
Seite
637
JPEG-Download
 

Speck!-.

Speckle (Veit Rudolph), treflicher deutscher Formschneider, verfertigte nach Heinrich Füllmau-rers und Albrecht Meyers Zeichnungen, die in ihrerArt unvergleichliche Holzschnitte zu Leonhard Fuch-sen Kräuterbuch. Dieses Werk ist i 5 äs. in lateini-scher Sprache zu Basel bey Michael Isingrin inFolio und 2543 . in gleichem Format in deutscherSprache daselbst gedruckt. Man hat auch vondiesem Buch eine Ausgabe (Ebendas. 8". 2549.),worin die Pflanzen mit gleicher Kunst vorgestellt sind.

Speck!in (Daniel), Baumeister zu Stras-durg um den Ausgang des XVl. Jahrhunderts.M, Greuther hat nach seiner Zeichnung den Plandieser Stadt gestochen.

Speer (M.i, Kupferstecher, arbeitete um 1740.nach F. Solimena, seinen eignen Zeichnungen,u. s. w.

Spelt (Adrian van der), geschickter Blumen-maler von Gouda ; lernte bey dem jünger» WaltherCrabeth, und arbeitete einige Zeit an dem churfürst-lichen Hofe zu Berlin . Sein frühzeitiger Tod , der2670. in Holland erfolgte, wird einer übelgerathe-nen Heyrach zugeschrieben. S. den Art. JacobCaan. Osrcampr l. 247.

Spengler (Loren;), geb. zu Schafhausen272«. Sein Baker, ein erfahrner Baumeister undStadtmauermeister daselbst, st. 1748. Der Sohnlernte das Kunstdrexeln bey Leuber zu Regensburg ,und durchreisete die vornehinstenStädte vonDeulschrland, Holland und England. Endlich kam er 1743.gen Kopenhagen , wo er sich mit seiner Kunst bekanntmachte und in königliche Dienste angenommen wur-de. Er hatte die Ehre den König, die Königin unddie Vornehmsten dieses Hofs in seiner Kunst zu un-terweisen. Spengler verfertigte einige Bildnissein dieser Arbeit, worunter seines Vaters war,was nachher in Kupfer gestochen wurde. Er ver,besserte auch die elektrische MasAin«, womit er«rstaunenswürdige Euren an gelähmten Gliedernverrichtete. Nachricht, v. d Zustande d. w>sisenschafr. und Lünste in Dannemark. XXIII.66Z.

Sperandei ( ), Stahlschneider; verfer-tigte einen Medaillon mit dem Grustbilde von Ale-xander Tartagni, berühmten Professor der Philoso-phie zu Bologna . Böhler XVI. h. giebt davoneinen Kupferstich.

Speranza (Johann), Maler der mit AndreasMantegna gegen das Ende des X V. Jahrhundertslebte. Er wird von vasari in der Lebensbeschrei-bung des Jacob Sansovino angeführt. Snarientr.

— — (Joh.Baptist), Maler zu Rom , lerntebey Franz Aibani und studirte nach den basigenschönen Statüen und Gemälden, worauf er sehrVieles für Kirchen, Klöster und Pallaste arbeitete.Eine unglückliche Buhlschaft brachte ihn 164«. umseine Kunst, Ruhm und Leben. Seine meistenWerke sind auf frischen Kalk gemalt. — StepbanSperanza, sein Bruder und Mitschüler, bekamLust zu der Bildhauerkunst und verfertigte Modellenach den schönsten antiken Werken, wodurch er eingeschickter Meister wurde. Der Ritter Bernini be-diente sich bey verschiedenen Anläßt» seiner Kunst.Er arbeitete an dem Grabmale der Gräfin Mathildein der St. Peterskirche; dann in der Kirche ÄraEoeli, u. s. f. Er st. vor seinem Bruder. LaZÄomp. 207.242.

— — (Michel Angelas), Bildhauer von Ve-

rona ; lernte bey Dominicus Aglio, und ward indieser Kunst geschickt, wie solches seine Werke inden Kirchen seines Vaterlandes beweisen. Er lebteum 1718. p. s4-

Sperling (Catharina). S. Heckel.

— — (tzieronymus), einer der beßten deut-schen Kupferstecher, von Augspurg gebürtig, lerntebey I. A. Friederich, Kraus und Preißler zu Nürn-berg . Er verfertigte einige schöne Blatter inScheuchzerS physikalische Bibel, besonders das

Spielöerg. 6z?

Dtelkupfer; dann zwey dergleichen Blatter zu S.Kleiners Pallästen von Wien . Dieser Künstlerheyrathete die geschickte Miniaturmalerin und Ku,pferstecherin Katharina Hecke!, von welcher einbesonderer Artikel zu finden ist. Sperling lebtenoch 1766. damals 71.1. alt. von Sterken Br. X.

Sperling (Jvh.Christ.), geb. zu Halle in Sach-sen rügi. lernte bey seinem VaterHeincich, einemMaler von Hamburg ; inzwischen aber trieb er dieakademischen Wissenschaften in seiner Geburtsstadtund zu Leipzig . Er ward 1720. an den fürstl. An-spachischen Hof berufen, und nach einiger Zeit zumHof - und Kabinetmaler ernannt Nicht lange her,nach bat sich Gprrling die Erlaubniß aus, nachRotterdam zu gehn, wo er die Unterweisung desAdrian van der Werf sich so wohl zu Nutze machte,daß dieser ihn für einen seiner beßten Schüler er-klärte. Nach dritthalb Jahren kam er wieder genAnspach zurück, und st daselbst 2746. Seine Ar-beiten, die meist in Geschichten und Bildnissen be-stehen , und die er mit großem Fleiß auf das sorg-fältigste ausarbeitete, findet man nebst dem anspa-chischen Kunstkabinek an dem konigl. dänischen Hofe,in der churfürstl. Gallerte zu Düsseldorf und in demKabinette des Grafen von Hatzfeld m Schlesien.Sperlings begte historische Gemälde sind Kopiennach van der Werf. — Von seinen Söhnen arbeiteteder älteste, Carl Martin, an dem marggräfischenHofe zu Schwebt. — Der zweyte, Carl Friedrich,st. 17H9. zu Anspach. — Der dritte, Jacob Gott-fried, st. 1752. 2i I. alt zu Freyenwald an derOder. Biblisch, d. schön. Wissenschaft. V. Z/3.

Spetb (P- E.), deutscher Maler, nach wel,chem Philipp Kilian das Bildniß von MarquardRudolph, Bischof von Costanz gestochen hat.

Gpez; ini (Franz), ein Genueser, lernte beyLucas Cambiast und bey Joh. Baptist Castelli, undgewann ihrer beyder Liebe und Zuneigung. Er warsehr ruhmbegierig und suchte sich durch fleißigesStudiren nach Raphael und Julius Romanus inder Zeichnung festzusetzen; beobachtete auch die Re-geln des Michelangelo und die Musterhaftigkeit deSAndreas del Sarto , die er sich zu Mustern vor,setzte, wovon er um 2578. in den Kirchen delle Vigneund St. Colombano gute Proben zeigte. Manwürde auch ohne Zweifel noch größere Kunststückevon ihm zu sehen bekommen , wen» er nicht in blü-hendem Alter durch die Pest wäre hingerafft wor-den. Soprani hat, statt dieses Künstlers wahresBildniß zu liefern, des Defiderius da Gerrig-nano aus Vasari (I- 426.) nachstechen lassen.Sopran- p. zz. Der neue Herausgeber diesesSchriftstellers hat den eben gedachten Betrug auchbemerkt, und, in Ermanglung eines ächten Bild-nisses, die Stelle lieber leer lassen wollen. Hin-gegen hat er denM. Civirali beybehalten. S.die-sen Artikel.

— — (Joh.Baptist), Geschichtschreiber, dereine Chronik zweyer Jahrhunderte von ganz Italien und besonders von der Stadt Modena geschrieben.Derselbe war ein Gönner der Maler und errichtetein seiner Behausung eine Zeichnungsacademie.Spezzini unterwies auch die Söhne des HerzogCesars in der Zeichen-Perspectiv- und Kriegsbau-kunst. Er blühere um den Anfang des X Vli. Jahr,Hunderts. /^ärram p. 24z.

Spbeymann ( ), niederländischer Land-schaftsmaler, arbeitete zu Paris . Man siehet vonseinen Gemälden in der Menagerie zu Versailles .Er st. um 27Z0. L-rorro», -ie /Är/L.

Spiegelberg ( ), Kupferstecher, arbeitetezu Anfang des X VIll. Jahrhunderts zu Stockholm nach D. Kraft, u. s. w.

Spiegler ( ), deutscher Frescomaler, ziertedie Kirche zu Seckingen , einer der vier Waldstädte.Er arbeitete auch zu Costanz, wo er gestorben ist.

^c.

Spielberg. S. Spilberg.

MmniML

''''>">'^, ' 4 '" >. .'»I

-1

> .

;' »»

- -

MW ^ ^ 4

As'. I

7.»

«MW. ^ ?'i^I

> '- V .'E>

- ...

' . L

-f jiV" ! ''

l ^

f'.'. '

s

'

'