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Erben seiner Kunstsachen einsetzte. Die Manierdes Correggio gefiel ihm, und suchte er dieselbenachzuahmen. In der Erfindung war er groß, imAusdrucke stark, und in der Arbeit hurtig. Erblnhete um 160« und hinterließ einen Sohn, vonwelchem Torre S. 46. eine Himmelfahrt Christi inder Kirche St Antonius zu Mailand anzeigt. A.Scacciati hat nach I. Baptist gestochen. La/-ir--rr-ccr 8 so. IV.
Trouvaiu (Anton), geschickter Kupferstechervon Montdidier, arbeitete zu Paris nach C- Ma-ratti, Rubens, Poußin , C. Coypel u. s. f. Erward 1707. Mitglied der königl. Acadcmie. 6«n-r».
Troy (Franz de), eines Malers Sohn vonToulouse , kam von seiner Unterweisung zu NiclausLoix in die Lehre, und von diesem endlich zu Clau-dius le Feure. De Troy ward ein treflicher Bild-niß- und Geschichtsmaler. Er verfertigte die Bild-nisse der ganzen königl. Familie und alter Großendes Hofes. Ludwig Xl V. sandte ihn an den Chur -bayerschen Hof nach München , um der nachmali-gen Dauphine Bildniß nach dem Leben zu malen.Sonst siehet man auch zu Paris verschiedene histo-rische Gemälde von seiner Hand. Seine Zeich-nung ist correct; er stellte seine Figuren mit vielerLebhaftigkeit und edeln Ausdrücken vor, wußte auchdie Schönheit seiner Frauenzimmer-Bildnisse zu er-höhen, ohne daß hierdurch der Kenntlichkeit dasGeringste abgieng. Seine Färbung ist angenehmund kräftig; er arbeitete auch seine Werke mit gros-sem Fleiß aus. Dieser Künstler heyrachete dieTochter Johann ToreUe's, eines Malers. Erkam 1674» >n die königl. Academie, und ward nacheinander Professor, Nector adjunctus, und endlichDirector. Er st. 17Z0. 85 . 1 . alt. C. Dermeulen,P. van Schuppen. G. Edelink, I. Chereau; C.Eimoneau u. s. f. haben ungefähr 20. Blätter nachihm gestochen.
— — (Joh. Franz de), des obigen Sohn,folgte in allen Theilen der Kunst den väterlichenFnßstapfen nach, und verfertigte historische Ge-mälde für verschiedene Kirchen zu Paris , und fürdas dasige Rathhaus. Durch seine Verdiensteward er zum Rector der königl. Academie und 1758.zum Director der französischen Academie zu Rom erwählt, und mit dem St. Michaelsorden beehrt.Er kann unter die beßten Maler der französischen Schule gerechnet werden. Man bewundert in sei-nen Werken einen großen Geschmack in der Zeich-nung, schöne Ausarbeitung, liebliche und reizendeFärbung, prächtige Ordonanz, edle Gedanken,die er glücklich auszudrücken wußte, eine großeKunst dir Neigungen und verschiedene Leidenschaf-ten wohl vorzustellen; ferner, seine mit einer maje-stätischen Einfalt angebrachten Gründe, und endlichein schöpferisches Genie, welches seinen Composi-tionen Feuer und Lebhaftigkeit mittheilt Er starbzu Rom 1752. 76. 1 . alt. Man siehet von seinenöffentlichen Werken in dieser Stadt in den KirchenSt. St. Nicolaus und Dlasius und St. Claudiusder Burgunder. Balechvu, Beauvarlet, L. Cars,R. Gaillard, Cochin u. s. f. haben ungefähr 25 .Blätter nach ihm verfertigt. cHFEvr//e.
Tropen (Johann), niederländischer Kupfer-etzer im XVIl?Jahrhundert, arbeitete für die Ga-lerie des Erzherzogs Leopolds nach vielen italieni-schen Meistern u. s. f. Sna».
— — (Rombout van), niederländischer Künst-ler, malte italienische Aussichten, baufällige Pal-läste, Schlösser, unterirrdische Holen u. s. f. vongeistreicher Erfindung. Er arbeitete zu Amsterdam ,wo er um ib5c>. starb. I. Suydcrhoef hat dasBildniß des Gisbert Voetius nach ihm geetzt-
II. 378.
Truchy (L.), ein ziemlich mittelmäßiger fran-zösischer Kupferstecher, starb um 1760. in blühen-den Jahren zu London . Er arbeitete mit Benotean den zwölf Bl. dem bekannten Romane Pamelanach Zeichnungen von Higmore. Lara».
Tura.
Trud 0 n (Franz), berühmter Edelsteinschneiderzu Paris , gab 168g. I'rsitö «je la Science tlu6is2on in !2°. te 6ibl. Hist. «je krance.
Trufemondi( ), Künstler aus Provence,studirte um 1620. zu Rom in des Ritters DerninjSchule. Er malte Nachtstücke und halbe Bilder.Sandrarr I. 269.
Trutra (Hieronymus), Maler aus der zahl-reichen Schule Solimena's zu Neapel . Er verließaber die Kunst, für welche er ein gutes Genie besessen,und legte sich auf Gerichtshändel. DomemcrIII. 711.
Tryphon, berühmter antiker Edelsteinschnei-der, schnitt in einen großen Sardonier die Vermäh-lung des Cupido mit der Psyche. Ein Werk, wel-ches aus fünf Figuren besteht, und in Ansehungder Kunst keines seines gleichen hat. Man findetdavon einen Abriß bey Srosch 70.
Tscherntng (Johann), vermuthlich Vaterund Sohn, Kupferstecher zu Breßlau . Des Va-ters Arbeit ist von 1624. bis 1678. datirt. DerSohn lebte noch 1715. Sie gaben eine MengeBildnisse.
Tuberose; Bentname von I. van Spyck.
Tubeuf (Johann), Baumeister, erlangte1.770. den ausgesetzten Preis in der Academie zuRouen . Seine Aufgabe war eine Belveder mit ei-nem Dom, der mitten in einem Garten steht. Erbediente sich zu Auszierung dieses Gebäudes derdorischen und ionischen Ordnungen, welche er mitvieler Kunst und Verstand an behörigen Orten an-zubringen wußte.
Tubieres (Philipp Claudius de) S. Laplue.
Tuby (Joh. Baptist), genannt der Römer,französischer Bildhauer und Mitglied der königl.Academie zu Paris . Er besaß die Kunst, antikeStatuen zu copicrcn, in einem sehr hohen Grad,und behauptete einen vorzüglichen Rang unter denwestlichsten Künstlern, die während der RegierungLudwig XIV. erschienen. Man siehet von ihm indem Garten zu Versailles die Statue der lyrischenDichtkunst; er zierte auch den Garten zu Marly miteiner schönen Kopie der Gruppe von Laocoon undseinen Söhnen. Die schöne halbe Figur, welchedie Mutter le Brun's auf ihrem Grabmale in derKirche St. Nicolas du Chardonnet, vorstellt: — dieStatuen der Religion und der Unsterblichkeit, vonwelchen die eine an dem Grabmale des großen Col-berts zu sehen ist, und die andere den Medaillondes Marin de la Chamdre haltet (beyde in der KircheSt. Eustache befindlich) werden unter seine beßtcnWerke gezählt. Vornehmlich aber macht die Gruppedes in den Armen der Unsterblichkeit verscheidendenLurenne in der Abteykirche zu St. Denis seinemGenie Ehre, und wird für fein Meisterstück gehal-ten. Tudy ward Professor gedachter Academie,und st. 1700. 70. I. alt G- Edelink, L. Chakillon,C. Simoneau, St. Thomassin u. s. f. haben nachseinen Werken gestochen. Larcio» II. 188.
Tudesco (Martin), einer von den BeynamenM. Schoen's.
Tuer (Herbert), geschickter englischer Bildniß-maler, blühete unter der Regierung Carl ll. ^»ec-
stoter 0/
Tulden. S. Thulden.
Tullio (Marco). S. Monragna.
Tumani (Horaz ), etzte einige MarienbilderU. s. W. 6a»«(e/Üm.
Tu 0 ril 0, Benedictinermönch des Klosters St.Gallen in der Schweiz , war in der Malerey, ingetriebner Goldschmieds-Arbeit und vielen andernKünsten erfahren. Er durchreis te viele Länder, undst. 8g6.
Tupiilus. S- Turpillue.
Tura (Cosinus), genannt Tosmö, Maler vonFerrara , lernte bey Galasso Galaßi. Er verfer-