Vejararto.
Position dem Parischen Marmor sehr nahe kömmt,und dem härtesten Alabaster gleichet. Er gab davoneine Beschreibung und eine geographische Chartegemeldter Gegend heraus, und etzte auch einigeBanstücke. Dieser Künstler war Mitglied der Aca-demia Clemcntina zu Bologna , der von St. Lucasund der Arcadier zu Rom . Dort ließ er sich um,770. haushablich nieder. III. 409.
vejarano (Johann de), treflicher Bildhauerzu Madrid , lebte unter der Regierung Philipp I V.mitDominicus de la Rioja, und Emanuel de Con-treras, zweyen seiner Kunstgenossen, in vertrau-ter Freundschaft. Alle drey starben ungefähr zugleicher Zeit um , 656 . /H/ano 94.
verriet. S. veyrier.
verrotter. S. Weirorrer.
^veit (Johann). S. Fyr.
veirh (Joh. Martin), geb. zu Schafhausen inder Schweiz , 65 c>., hielt sich bey zehn Jahren in^Italien, besonders zu Venedig auf. Von da gienger mit dem Fürsten Radzivil nach Polen , wo erinner zwey Jahren viele Arbeit verfertigte. Er kamdarauf in sein Vaterland zurück, und malte Bild-nisse und Geschichten; in diesen letztem bemerktman einen guten italienischen Geschmack, veithstarb in seinem Vaterlande 1717. Man hat einigeBildnisse nach ihm in Kupfer gebracht, und I. Lud-wig Ziegler, sein Mitbürger, hat den Abschied,den Venus von Adonis nimmt, nach einem seinerGemälde geetzt. Füßli II. 20Z.
vela (Christoph), Maler von Jaen in Anda-lusien , bildete seinen Geschmack in den Schulen vonPaul Cespedes und Vincenz Carducho. Erfindungund Zeichnung waren seine vornehmsten Eigenschaf-ten: Man wirft ihm aber vor, daß seine Färbungmittelmäßig, und die Figuren von übermäßigerGröße gewesen seyen. Er starb zu Cordua, wo ersich meist aufgehalten hakte, , 658 . 60. I. alt. Indem Kloster und der Kirche der Augustiner siehetman von ihm verschiedene Gemälde, worin manseltsame Gewänder an einigen Propheten wahr-nimmt. ^e/a§co 10s.
velamo (Jacob). S. vellano.
velasco (Dom Anton Palomino), HofmalerPhilipp V- in Spanien , arbeitete in Oel und Frescoin verschiedenen Kirchen zu Valence, Madrid , Gar-ragossa, Segovia u s. w. Man hat ihm die Le-bensbeschreibungen der spanischen Maler, nebst ei-ner Theorie und Practic von der Malerey, die 1716.ju Madrid in Folio gedruckt ist, zu danken. Meh-rere Nachrichten von diesem Künstler findet man inden L 1 ?alerbriefen VI. 024. /^/a§co 2Z7.
velasquez de Silva (Don Diego), einerder größten spanischen Maler, ward 1594. vonvornehmen Eltern zu Sevilla geboren. Der altereFranz Herrera war sein erster Lehrmeister, hernachder in allen schönen Wissenschaften erfahrne FranzPacheco. Nachdem er diesen verlassen hatte, kamer nach Madrid und studirte daselbst nach den Wer-ken der größten Meister, die er in dem Escurial undin den königl. Pallästen fand. Er verließ hieraufbald die Manieren seiner Lehrmeister, welche fürsein feuriges Genie allzufrostig waren. Philipp I V.der seine Verdienste einsah, wählte ihn zu seinemHofmaler, und bezeigte ihm alle Gnadenbezeugun-gen, die sonst nur den Vornehmsten des Reichs zuTheil werden, velasquez erhielt Erlaubniß, inItalien zu gehen. Rom, Neapel, Venedig , undin diesen Städten die Werke Tikians, Tintoretsund Pauls Deronese waren es besonders, die erbewunderte. Nach anderthalb Jahren kam er zu,rück, mußte aber die Reise noch einmal antreten,um dem König eine Sammlung von alten undneuern Gemälden, Starben und Brustbildern an-zuschaffen, für welche Dienste ihn der König zumHofmarschall und zum Ritter des St. Jacobsor-dens ernannte; auch mußte er ihn auf allen seinenReisen begleiten. Von Ehre und Glück überhäuft,
Velde»
starb er zu Madrid 1660. velasquez ward, wegenseiner Geschictlichkeir die Natur nachzuahmen, derandere Carravage genannt. Der kräftige Aus-druck der Griechischen, die richtige Zeichnung derRömischen, die zarte und angenehme Manier betVenetianischen Schulen waren in seinen Gemäldenvereinigt. Man sagt, velasquez habe mit Pin-seln von 4 bis 5/ gemalt, damit er wahrend derArbeit desto sicherer von der Würkung urtheilenkönnte, die seine Gemälde in dieser Entfernung ausden Zuschauer machen sollten. Seine vornehmstenhistorischen Bilder findet man in dem königl Bal-laste Bucnretiro, im Escurial und in verschiedenenKirchen der Stadt Madrid . Er hat auch zu ver-schiednen Malen die Bildnisse der königl. Familieverfertigt. Der Ritter Mengs legt den Werkendieses Künstlers einen (ehr großen Ruhm bey. P.Pontius, C. Galle, A. Bannermann u s. w. habennach ihm gestochen. no. S. auch:
Drtte-e /Ätrtt'U VI- Zig.
velasque;( ). S. den Art. Bapeu.
velde (Adrian van de), Maler von Amster-dam , lernte bey Johann Wynants. Er hatte schonvon seiner Kindheit an angefangen, allerhand Fi-guren, besonders Thiere, mit gutem Geschmackezu zeichnen. Sein Lehrmeister verhehlte ihm nichtsvon seiner Kunst, und wies ihn vornehmlich aufeine genaue Nachahmung der Natur; durch diesegetreue Anleitung ward van de velde ein geschick-ter Künstler, und zierte zur Dankbarkeit des wy-nanrs Landschaften mit Figuren; den nämlichenDienst that er auch van der Heyden, Hobbema ,Moucheron, Hackerr u. s. w. Ungeachtet er ausder Schule eines Landschafkmalers kam, malte er dochbald hernach das Altarvlatt der römisch-cacholischenKirche zu Amsterdam , welches die Abnehmung vomKreuze vorstellt, nebst noch einigen andern Stü-cken des Paßions. Man kann aus diesen schließen,daß, wenn er sich auf die Geschichte gelegt hätte,würde er darin sowohl als in Landschaften berühmtgeworden seyn. Er starb aber 1672. kaum ZZ. I.alt. Der Werth seiner Bilder besteht in einer nurgemein schönen Färbung und in lebhaftem Ausdrucke,die ihren Gegenstand eben so rührend als seltsamvorstellen. Seine funkelnden Lüfte schimmern durchdie Bäume, deren Ausarbeitung hurtig und ihreGestalt sehr zierlich ist; seine Baumblätter sind spi-tzig, und mit vielem Fleiße verfertigt. Das Zarteund Glühende, welches in allen seinen Gemäldenherrscht, findet man selten in Anderer Arbeit. SeineFiguren und Tbiere sind wohl gezeichnet und unge-mein natürlich in der Färbung; sie gebe» auch sei-nen Landschaften ein sehr lebhaftes und lustiges An-seht,. Man hat von ihm selbst ungefähr 20. Blät-ter, die meist Hornvieh' in verschiedenen Stellun-gen abbilden. I. Dankerts, le Bas, Aliamet,Th- Major, Akersloot, Canot, Watson u. s. w.haben nach ihm gestochen. 111. 72.
— — (Cornelius van de), des jünger,, Wil-helms Sohn, war, wie dieser, ein treflicher See-schilderer. Er malte seine Gegenstände, als:Schiffe, Lüfte, Strande , Felsen u. s. w. sehrschön und ausführlich; auch war er außer allemZweifel in dieser Art Malerey einer der beßten Mei-ster seiner Zeit Cornelius arbeitete um ,7,0. zuLondon . /^er/er-,ramr III. 386 .
— — (Esajas van de), Holländer, lernte beyPeter Deneyn. Er that sich in Feldschlachten sehrhervor. Diese malte er mit vielem Feuer und Ver-stände; bald stellte er Scharmützel, bald Angriffevon Räubern vor, und kleidete seine Figuren ge-wöhnlich in spanischer Tracht. Esajas wohnte1626. zu Harlem und 16Z0. zu Leyden . Seine gu-ten Gemälde wurden sehr theuer bezahlt. Auchgab er öfters Figuren in andrer Künstler Werke.Man hat von ihm einige kleine Landschaften, die ernach seinen Zeichnungen radirle. Man findet seinMonogramm bey Christ S. 278. u. 281.
I. 396-
Tttt 2