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7" Vivianu
Andreas da Murano . Man siehet noch von seinenGemälden zu Venedig , worunter ein Kreuz tragen-der Heiland in der Sakristey der Kirche St. St.Johannes und Paulus von diesem Künstlergemalt ist. Zanerri führt S. 3 r. ein Gemäld an,welches ^lvUius Vivarinus 6 e Nurano ?. 1^90.bezeichnet ist; folglich muß dieser ein Andrer Malerals obiger seyn. — Anton und Johann Vivarrni,Gebrüder von Murano gebürtig, lernten bey Lud-wig Vivarino. Sie malten an verschiedenen Ortenzu Venedig , kamen aber, nach Zanerri's Bericht,ihrem Lehrmeister nicht bey. Anron starb nachund ward in der Kirche St. Apollinari zuVenedig begraben. — Barrholome vwarmo,Schüler von Anton und Johann Vivarini, wirdunter die beßten Maler seines Zeitalters gezahlt.Er war einer von den ersten Oelmalern, indem er die-ses Geheimniß von Johann Bellino erlernte. Mansiehet in gemeldter Kirche eines von seinen Bildern,welches mit 1473. bezeichnet ist. Dieser Malerlebte noch 1^98. Zanerri führt verschiedene Ge-mälde an, die man noch heut zu Lage von ihm inden Kirchen zu Venedig findet.
vivian(Anton), genannt Sordo d'Urbino ,weil er von der Feuchtigkeit des Kalks bey demFrescomalen sein Gehör meistens verlor. Derselbelernte bey Friedrich Barozio. Seine fertige undschöne Manier gefiel Sixt V. so wohl, daß er ihnin der Vakicanischen Bibliothek, an der H. Treppeim Pabstlichen Pallaste bey St. Maria maggioreu. s. w. arbeiten ließ. Er ward sehr alt, und starb16r6. LnSÜom p. 97.
— — Bodozzo (Niclaus), Perspectivma-
ler von Neapel , ward 1682. Mitglied der königl.Academie zu Paris. Er arbeitete zu Genua , wo eri 683 . ^ 5 . I. alt starb. p. ,og. — Dome-
nici gedenkt eines Viviani-Eodagora, der um1647. mit großer Geschicklichkeit Perspektive undArchitekturen gemalt, und in Gesellschaft des Rit-ters Maßimi und bes Dominicus Gargiulo zu Nea-pel gearbeitet habe. Derselbe genoß in dieser Kunstdes mündlichen Unterrichts von Claudius Gelee.Vielleicht ist er des LAclausen Vater.
— — (Octav^, Perspectiv-und Ornamentma-
ler, arbeitete zu Brescia , wo ihm seine Werke inder Kirche St. Francisc und a. a. Orten großenRuhm erwarben. Einige halten ihn für einenSchüler des Thomas Sandrini, andere des Augu-stin Lasso. Er blühete um 16Z0. —
Eben dieser Schriftsteller gedenktauch S. 127. einesStephan Vivianl - Geschichts- und Landschafts-malers.
vivtano (Michel Angelas di), des BaccioBandineUi Vater. S. dessen Art.
Vivien (Joseph), geb. zu Lyon 1657., lerntebey Carl le Prun. Er verfertigte 1698. das May-gemäld, die Anbetung der Weisen vorstellend, fürdie Hauptkirche zu Paris . Vivien hielt sich seitherallein an das Bildnißmalen, worin er sich sehrhervorthat. «Die Churfürsten von Bayern und Cölln ernannten ihn zu ihrem ersten Maler. Er schildertedes erstem historisches Bildniß, in ganzer Statur,welches Johann Audran sehr schön in Kupfer stach.Zu seiner Zeit war Vivien einer der beßten Pastel-maler. Man findet viel Edles und Wahres in sei-nen Werken, die Farbe ist markigt und geschmelzt,die Ausarbeitung männlich und zierlich; er wußtedie Aehnlichkeit und den Charakter seiner Bildnissewohl auszudrücken. Man bewundert in den histo-rirten derselben die Fruchtbarkeit und Schönheit sei-ner Einbildungskraft, indem er die Geschichte, dieFabel und die Allegorie in seinen Zusammensetzun-gen schicklich anzubringen wußte. Er starb in demChurfürstlichen Pallaste zu Bonn 1/35. Die Stichenach seinen Gemälden werden auf mehr als zwan-zig Blätter geschätzt. Guarienri nennt ihn vi-viani.
Vivier (Johann du), geb. zuLüttich 1687. Ergieng nach Paris , wo er 17-8 Mitglied der königl.Academie wurde, und starb daselbst 1761. Dieser
Vleughel.
weltberühmte Medailleur arbeitete mit einer bewun-dernswürdigen Festigkeit, und alle seine Werke zeu-gen von seinem Fleiß und reinlicher Ausarbeitung.Unter der großen Anzahl seiner Medaillons bemerktman als die vornehmsten: Die Krönung LudwigXV. Dieses Fürsten Ritterstatüe auf dem Platzezu Bourdeaux; die Brustbilder des Königs in ver-schiedenen Altern; ein gleiches von Peter dem Gros-sen ; den Sturz Lucifers u. s. w. Der König gabihm eine Wohnung in der Galerie des Louvre und1735. eine Pension. Der obgemeldte Medaillondes Czaars warb diesem Prinzen ganz unvermuthetüberreicht, als er 1717. die Münze zu Paris be-suchte. Rohler giebt davon eine Abbildung (XVII.385 .) Selbst seine letzten Werke geben den jugend-lichen nichts nach. Der Stahl schien unter seinemGrabstichel so biegsam, als das Wachs bey derPoßirarbeit. Duvivier hat unter allen Künstlernseiner Zeit die Aehnlichkeit Ludwig X V. am Beßtengetroffen. Zartheit und Starke leuchten aus allenfeinen Werken hervor. Bescheidenheit und Sanft-mukh machten seinen moralischen Charakter aus.Auch kennt man von ihm einige Blätter, wie z. B.die Bildnisse Benhelot Flamaels des Malers, undPeters des Gouges eines Parlaments-Advocaten zuParis . Unter seinem Namen und vermuthlich vonseiner Arbeit zeigt man in der prächtigen und zahl-reichen Kunstsammlung des erzbischöflichen Palla-stes eine mit der Feder auf Pergament verfertigteZeichnung, welche die Anbetung der Weisen vor-stellt — Sein Sohn arbeitete mit gleicher Geschick-lichkeit in des VatersKunst, und seine Tochter Louiseetzte in Kupfer. Sie heyrathete Jacob zJiclausTardieu, einen geschickten Kupferstecher.üe /h-a-rcr.
Vivio (Jacob), treflicher Wachpvßirer, ar-beitete um 1690. zu Rom . Er copirkc das jüngsteGericht nach Michelangelo , welches hernach Am-brosius Brambilla nach diesem Basrelief in Kupferbrachte. Man hat eine gedruckte Nachricht vondieses Künstlers Arbeit, die er gewöhnlich aufschwarzen Schiefer verfertigte.
Vivitkano (Anton). S. Viviani.
Vivole (Raphael delle), Baumeister von Flo-renz , wird von Vasari in Jacob's da Pontormo Lebensbeschreibung angeführt.
vizani (Marcus Aurelius ), sehr geschickterBildhauer in Basrelief, von Bologna , verfertigtetrefliche Bildnisse in Wachs, und blühete um 1600.Er arbeitete und starb zu Mailand . Marim p. 634 -
Ulej^eld (Helena Christina von), des unglück-lichen dänischen Staatsmiliisterö Eornlftz vonUIe-feld Tochter; wird sowohl wegen ihrer Gelehrsam-keit als ihrer Geschicklichkeit in der Malerey ange-führt. Sie st. 1677. 34. I. alt. T'ür-r ar
Ulerick (Beter), geb. zuCourtray i 53 g., lerntebey Wilhelm Enellaert, und bey Carl van Apres.Nach einiger Zeit, die er mit geringer Arbeit znge,bracht harte, kam er nach Antwerpen , wo er unterJacob Floris arbeitete. Darauf gieng er in Italien ,hielt sich vornehmlich zu Venedig auf, und besuchteTintorets Schule. Dieser bewundert« seine Ma-nier, und trachtete durch eine Heyrath mit seinerTochter, ihn bey sich zu behalten; allein Ulerickwollte seine Kunst auch an andern Orten verbessern;er reiste deswegen nach Rom und Neapel , undzeichnete alle merkwürdigen Gegenden mit der Fe-der nach. Zu Rom malte er einige historische Ta-feln, und zierte verschiedene von Hieronymus Mu<tians Landschaften mit Figuren. Endlich kam erin sein Vaterland zurück, und malte nach TintoretsManier; er war auch in der Baukunst und Perspecrtiv wohl erfahren. Er setzte sich zu Tournay , woer i 58 i. starb. DrsraMpL 1. 161.
Ulenbork (Romboldt van), malte um i 6 i 5 .zu Danzig gute B-ldnisse und Küchenstücke. ^c.