B o g l a r.
Voglar oder Vogel (Carl van), genanntDistelblum und de Fröre, geb. zuMastricht r 65 Z.Nachdem er schon Vieles in seinem Vakerlande ge-arbeitet hotte, kam er, in der Absicht sich vollendsgeschickt zu machen, nach Rom . Von da gieng ernach Paris und Lyon , wo er wegen eines beschwer-lichen Fiebers sich lange Zeit aufhalten mußte, undnach wieder erlangter Gesundheit für viele Privat-personen arbeitete. Hierauf reis 'te er wieder nachAon, zurück, und verfertigte für viele Fürsten , be-sonders für den König von Portugal sehr schöneBlumen und Thiere, die er nach der Natur ausar-beitete. Carl Maratn bediente sich oft seiner Ar-beit in historischen Gemälden. Er starb zu Ront/krco/r 1 l. ZZg.
vogr (Wilhelm , geschickter Dildformer in ge-backner Erde, von Landsberg in Bayern gebürtig,verfertigte die großen Oefen in der sogenanntenFürstenstube auf dem Rathhause zu Augspurg, undverdient deswegen einen Platz unter den deutschen Künstlern, von Srerren Brief VII.
Vogtherr (Heinrich), Maler und Form-schneider von Straßburg , geb. 1497., gabein : Runstbüchlern von allerley seltsamen, son-derbaren, fremden Stücken; allen Malern,Btldschnrczlern u. s. f iiürzlrch, in 4°. Er ver-fertigte auch mit Hans Burgmayr ein Geschlech-rec-Wappenbuch der Stadt Augipurg, welches her-nach Wilhelm perer Zimmermann fortsetzte,Anfangs hatte vogtherr eine eigne Manier, her-nach aber folgte er dem Albert Dürer . — SeinBruder, geb r 5 iZ. war ebenfalls Maler und Form-schneider. Beyde arbeiteten mit einander. Christführt Heinrichs Monogramm S. sog. und 07/j.an. Z'a/Mo« I. 191.
Vojer, vielleicht vouer (Wilhelm), franzö-sischer Maler, war um 1626. Mitglied der Akade-mie von St. Lueas zu Rom . 6«nE»tr.
voigt ( ), baute um dieMtte des XVIII.
Jahrhunderts das Rakhhaus zu Rostock in italieni-schem Geschmacke, welches viele Schönheiten, aberauch einige merkliche Fehler hat. willedraird.
voigrländer (Joh. Heinrich), Medailleurvon Bettmar, lernte bey Christian Wermuth , undarbeitete zu Erfurt , wo er 1702. starb. S. denArt. Joh. Friedrich Hilken.
v 0 irrLu ( ), Bildhauer zu Paris , verfer-
tigte für die Kapelle der daflgen MalerakademieSt. Luc die lebensgroße Statüe des Propheten Je-safas. ^/mnrrac/r Aran-r
— — oder voirior ( ), Bildnißmaler
in Pastel und Oel, arbeitete um 1760. zu Paris ,wo er Mitglied der Academre von St. Luc war.
vois (Heinrich de). S. voys.
volaire ( ), französischer Maler, lernte
bey Vernet. Er hielt sich um 1762. zu Rom auf,wo er sehr schöne Seestücke nialte. st'»»
err /taste V- 261».
volanr ( ). G. Sr. de la Reviere.
v 0 lders ( ). Don diesem niederländischen
Maler siehet man historische Bilder in den Kirchender Nonnen, genannt Richesclaires zu Brüssel , undder Pfarrey Anderlecht. S. den Art. v. H. Jan-sens, feines Schülers. /^a§e rie /)"ca"rx>r.
volfar. S. wolfaert.
volgac (Carl di). S. voglar.
voligny ( ), französischer Zeichner und
Kupferstecher von Tonnerre gebürtig, fieng an,durch mit der Feder gezeichnete und mit chinesischerDinte sehr schön und zart ansgctuschte Bildnisse,die von den Kennern bewundert wurden, sich be-kannt zu machen, als er »699. von einem seiner Lausdesleute auf seiner Kammer zu Paris ermordet undgeplündert wurde. /s sso-nts III. /jc>6.
Vosparo- 719
Harlem, blühete um 1480. Man siehet von ihmauf dem Rathhause dieser Stadt verschiedene mitWasserfarben und einer großen Manier gemalteWerke. Er zeichncre nach dem antiken Geschmacke,und besaß eine große Fertigkeit in der Comvosition.Die Glasmaler bedienten sich vielfältig seiner Zeich-nungen. I. 16.
— — oder Volkerz (Theodor), holländhscher Kupferstecher, arbeitete nach M. van Hems-kerken u. s. f.
vollenhan (H. V.), geschickter Geschichts-und Landschaftsmaler.
Voklenhoven (Hermann vank, Maler zuCampen um 1680 , lernte bey Philipp de Koni,,g.Die du Paas haben nach ihm gestochen. S. denArt. Theodor Valkenburg, seines Schülers.
vollerdt (Johann Christian), Maler vonLeipzig , lernte bey Alexander Thiele. Seine Land-schaften find mitFiguren und Thieren stafflet. Mansucht und liebt besonders seine Winterstücke, in wel-chen die Figuren wohl ausgeführt find. Seinehäuslichen Umstände zwangen ihn öfters zu eilferti-ger Arbeit; aber seine fruchtbare Einbildungskraftersetzte das, was ihr am Fleiß abgieng. DieserMaler st. »769. 61. I. alt. Heilman» hat nachihm gestochen. Kibliorh. schöner Wissen-schaften lX. 1^7.
vollevens (Johann), geb. zu Gertruydenrburg 1649., lernte bey Caspar Nerscher, NiclausMaas und Johann de Bann; dieser letztere setzteihn bald in Stand, ihm in den Gewändern undDeywerken seiner Bildnisse wichtige Dienste zu lei-sten. Nachdem er beynahe acht Jahre bey ihm zu-gebracht hatte, fieng er 1672 an, für sich selbst zuarbeiten, und verfertigte eine unzählige MengeBildnisse. Er starb in Haag 1728. Die Kunst,welche Vollevens besaß, war, wohlgleichend zumalen, und eine große,Fertigkeit machte seine Ar-beit sehr lebhaft; sein Colorik ist sehr natürlich, under wußte seinen Figuren sehr vortheilhafte Stellun-gen zu geben. Alle seine Werke zeigen, daß er dieManieren der beßten Meister fleißig studirt habe.lll. 221.
— — (Joharin), der jüngere, JohannsSohn, geb. in Haag i 685 ., war im Bildnißmalenein treflicher Künstler. Der Lord Cadogan, seinbesonderer Gönner, wollte ihn bereden, „ach London zu gehn; allein Vollevens fand so viele Arbeit inseinem Vaterlande, daß er nicht nöthig zu seyn er-achtete, sein Glück anderwerts zu suchen. Die Prin-zessin Statthalter!» vsnOstfriesland berief ihn nachSoesdyk wo er diese Fürstin mit ihrer ganzen Hof-haltung schilderte, und zu ihrem Maler angenom-men wurde. Alle fürstliche und Stande- personen,die in den Haag kamen, verlangten ihre Bildnissevon seiner Arbeit. Er lebte noch 1720. daselbst ineinem seinen Talenten gemäßen Ansehn. vau 600/II. 57 -
volpato (Johann), geb. zu Bassano um 17^0.trieb anfangs die Stickercy, die er von /einerMutter erlernt hatte, legte sich aber aus eignemGenie auf das Kupferstechen, und gab seine erstenBlätter unter dem versteckten Namen I. Renardans Licht. Er arbeitete nach I. B. Piazetta, A.Amigoni, A. Zucchl, C. Bianconi, F. Zuccarelli,Brand, M. Ricci u. s. w. Volparo verfügte sichnach Venedig, wo ihn Bartolozzi in sein Hausnahm, und in allen Theilen seiner Kunst unterwies.Unter seinen Blättern befinden stet- die Alterthümervon Pozzuolo; die Ruinen vonPoestum; die Feyer-lichkeiten des herzogl. Hofes zu Parma; einigeBildnisse berühmter Venetianer. Endlich gieng ernach Rom , wo er für eine Gesellschaft von Liebha-bern arbeitete, welche unternahmen, alle Werk«Raphaeis im Vatican steche» zu lassen. S. A.Cainpanella. p. Zu.
— — (Joh. Baptist), Maler, geb. zu BassanorkZZ., lernte die Kunst aus eignem Genie widerseines Vaters Willen, der ihn zum geistlichen Stands
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