Vos.
malt. Die Unterschrift zeiget, daß Cornelius um16^0. gelebt habe. Man findet auch in der Dresd-ner -Gallene ein historisches Bild von diesem Mei-ster. Er arbeitete zu Antwerpen . A. Voet hat eineGesellschaft von Kartenspielern nach ihm gestochen.
I. 189.
vos (I. de), niederländischer Bildnißmaler,nach welchem I. Suyderhoef und Andere gearbei-tet haben.
— — (Lambert de), Maler von Mecheln , thatum 167/j. eine Reise in die Türkey, wo er die Trach-ten und Kleidungen dieser Volker sehr schön mitWasserfarben auf türkisches Papier malte. DiesesWerk wird auf der Bibliothek des Gymnasium zuBremen gezeiget. Uffenbach II. 177.
— — (Martin de), geb. zu Antwerpen umlernte bey seinem Vater, der sich alle mögliche
Mühe gab, ihn in der Malerkunst gründlich zu un-terweisen; der Sohn aber belohnte die väterlicheSorgfalt mit unglaublichen Fleiße. «(Närrin kamdarauf in die Schule des Franz Floris , wo er ver-schiedene junge Künstler antraf, die seine Begierdenach Ruhm aiiflammken; da er aber dieselben baldübertreffen hatte, faßte er den Entschluß, nach Rom zu gehen, und studirte daselbst nach den beßten Mei-stern. Entzückt von dem Colorit der venetianischenSchule gieng er dahin, und ward einer von Tinton-rets liebsten Schülern. Er malte viele Bildniße fürdas Haus Medicis , und machte sich mit historischenBildern noch weiter bekannt. Nach einem vieljäh-rigen Aufenthalt in Italien , wo er sehr merkwür-dige Zeichnungen von allerhand Gefäßen, welchedie alten Griechen und Römer bey ihren Festen,Opfern und Leichbegängnißen brauchten, verfertigte,kam er nach Antwerpen zurück, und fieng an seineStudien zu nutzen; zu solchem Ende malte er festlicheMahlzeiten, worinn er jene antiken Gefäße mit sol-cher Pracht und Anordnung vorstellte, daß ihre Ver-schiedenheit seinen Gemälden eine nichtgeringeZierdegaben. Martin wardiöbg.Mitglied derdasigenMa-lergesellschaft. Er erwarb sich ein bedeutendes Ver-mögen, und st. 1604 in großem Ansehen. DieserMaler componirte mit leichter Mühe, und seine mei-sten großen Gemäde sind von erhabenen Styl, dener nach Tintoret bildete; seine Zeichnung ist richtig,die Färbung gut und die Ausarbeitung leicht. Erhatte zwar das Genie seines Lehrmeisters, aber we-niger Lebhaftigkeit. Wenn er seinen Figuren nichtso starke Wendungen gegeben hatte, so wären sievermuthlich natürlicher gewesen. Unter allen Ma-lern seines Zeitalters hat er am meisten gearbeitet.Die Sadelers, Ph. Thomaßin, Colart und vieleAndere haben mehr als boo. Blatter nach ihm ge-stochen. I. 117.
vos (Paul de), geb. zu Aelst um 1600. erlangtedurch seine Gemälde einen großen Ruhm. In Thie-ren, Jagden, Feldschlachten, kurz überall, wo derGegenstand Heftigkeit und Feuer heischte, war ergleich stark; seine Thiere malte er nach der Natur.Wenige Privatpersonen erhielten etwas von seinerArbeit. DerKayser, der König in Spanien , undder Herzog von Ärschot kauften feine Werke in ho-hem Preis, und der letztere sammelte davon ein be-sonderes Kabinet. Man stehet von ihm sieben Ge-mälde, meistens Jagden, inderGalleriezuSchleiß-heim; sie sind 10 — breit und 6 — 7^ hoch. Erwar des Cornelius de Bie Zeitgenoß. P. van Mün-der hat nach ihm die zwölf Apostel gestochen. 1 )^-camxr II. -j 3 .
— — (Peter de) Martins Vater, geschickteraber ziemlich unbekannter Maler, ward 1619. Mit-glied der Künstlergesellschaft zu Antwerpen . Der-
I. 121.
— — (Simon de), geb. zu Antwerpen 160S.Man weiß nichts von seinem Leben, ausser daß erseiner Kunst sehr obgelegen und in die Geheimnißederselben gedrungen sey. Er malte große und kleineGeschichten, und man siehet in vielen Städten inFlandern von seiner Arbeit. Der Churfürst von
Bouet. 717
der Pfalz besitzt ein schönes Jagdstück von seinerHand. Onra!»E II. 77.
Vos (Wilhelm de), geschickter Maler, lerntebey seinem Vater und bey Martin de vos, seinemOheime. 121. — Ein geschickter Ta-
pezierer, Namens de vos, arbeitete zu Brüßel.Er wird von Heraeus S. 182. angeführt. — Essind auch zwey de Vos, Bildhauer, von welchenman in den Kirchen zu Brüßel verschiedene Werkefindet. cke — Ein Malet
gleichen Namens endlich zeichnete mit der Federkleine Landschaften.
v 0 smeer (Jacob Walther) geb. zu Delft um1684. malte anfangs Landschaften, und übte dieseKunst zu Rom , wo er seinen Geschmack änderte, undanfieng Blumen und Früchte zu malen. Er kam1608. gen Delft zurück, und ward ungeachtet seinerJugend für einen guten Künstler gehalten; seineBilder waren hochgeschätzt und alles Ruhms wür-dig. Er st. als Stadtmajor 16^1. Dncam^ I.558 .
— — (Michael), Kupferstecher, gab 1578.die Bildniße der Grafen von Holland und Seelandans Licht.
vostermanns (Johann), geb. zu Bammelum 1647. lernte bey seinem Vater, einem Bildnismaler , vornehmlich aber bey Hermann Zaftleven,der ihm seine schöne Manier so wohl beybrachte-daß er in kurzer Zeit mit demselben um den Vorzugstreiten konnte. Seine Eitelkeit, eine vornehmeund reiche Standesperson in Paris vorzustellen,brachte ihn bald um das von seinem Vater ererbteVermögen, welches er gleichwohl durch fleißigeArbeit hatte erhalten können; allein auch dieses hielter dem Stande, den er angenommen hatte, fürallzu unwürdig; er verschenkte seine Gemälde, undward durch seine übelangebrachte Freygebigkeit undVerschwendung genöthigt, Frankreich zu verlassen,und sich nach Hause zu begeben, wo er diese Lebens-art weiter fortsetzte, zuweilen aber gezwungen war,Unter dem Dorwand einer Unpäßlichkeit, einige Ta-ge bey Hause zu arbeiten, und seine Gemälde heim-lich zu Amsterdam zu verkaufen. Descamps er-zählt noch verschiedene andere Umstände von demthörichten Hochmuth dieses Künstlers, wodurch ersein Glück gleichsam mit Füßen von sich stieß. End-lich gieng er mir dem englischen Gesandten nachConstantinopel; dieser starb auf der Reise, und vonder Zeit an weiß man nichts weiter von voster-tnanns Schicksalen. Aus gemeldten Ursachen sie-het man wenig Arbeiten von diesem Meister. Erhatte mehr Genie und eine leichtere Manier alsZaftleven; eine natürliche Färbung, ein vestcr undfeiner Pinsel geben ihm den Rang über viele Künst-ler seiner Zeit. Seine Werke bestehen meist in Pro-spekten , die er nach der Natur malte.
III- »7.
— — (Lucas). S. Vorftermanns.
Vouee (Simon), Maler von Paris ; lernte beyseinem Vater Loren;, einem mittelmäßigen Künst-ler; allein ein trefliches Genie und fleißige Arbeitbrachten ihm frühzeitig einen Ruhm, den er seit derZeit immer vermehrte. Er reiste mit Herrn Sancy,Königlichen Gesandten, nach Constantinopel, woer den Großsultan, den er doch nur einmal gesehenhatte, sehr kenntlich aus dem Gedächtniß schilderte.Nach seiner Zurückknnft gieng er gen Rom , und stu-dirte nach Valentin und M. A. Carravaggio, ar-beitete auch für viele Cardinäle, und ward zum er-sten Vorsteher der Academie zu St. Lucas erwählt.Seine Altartafel in der dasigen St. Peterskirche,welche er -626. gemalt, stellt die Bilder der H. H.Joh. Chrisostomus, Franciscus von Aßis und An-tonius von Padua vor. Ludwig XIll. berief ihnnach Paris , und ernannte ihn zu seinem ersten Ma-ler. vouer verfertigte viele Cartons zu Tapeze-reyen, und malte Bildniße in Pastel, in welcherKunst er auch den König zu unterweisen die Ehrehatte, vouee bediente sich bey semer Arbeit einehurtigen Manier; vielmal machte er bloß die Zeich»
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