Band 
Erster Theil.
Seite
733
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Withoos.

nen, die in besondern Artikeln beschrieben sind. hatteer eine Tochter, Alida. Diese malte mich mit einerzarten Manier und guten Färbung Blumen, Fruchteund Insekten in Del - und Wasserfarben. IlttramptII. 588 .

witboos (PekerV malte nach der Anleitung sei-nes Vaters Matthias mit vieler Kunst und Natür-lichkeit Blumen, Insekten und Pflanzn in Wasser-farben. Eine trefliche Ausarbeitung vermehrt dieSchönheit »nd den Werth seiner Gemälde. DieLiebhaber in Holland verwahren seine Werke in gan-zen Bänden, die nicht anders als mit großen Sum-men können erkauft werden. Er st. iligZ. zu Am-sterdam . DeLrampL III. Zi 5 .

Wirhouck. S. Wirrorveck.

witt (Anton), Maler von Danzig ; lebte um168V. Er malte mit großem Fleiße Geschichte undBildnisse nach Albrecht Dürers Manier, ilkc.

— — (H. de), Kupferstecher in Rußland , etzteBildnisse, u. s. w.

Wirre (Caspar de), geb. zu Antwerpen um1621. wird für des jünger/, Oerers Bruder gehal-ten. Caspar hielt sich lange Zeit in Italien auf, ar-beitete auch in Frankreich , und seine Gemählde warenüberall hoch gehalten. Endlich kam er nach Ant-werpen zurük, und st. daselbst. Er mahlte kleineLandschaften, worinn er gemeldten Peter übertraf;sie sind mit altem Gemäuer auegeschmükt, wohl ge-färbt und trcflich ausgearbeitet. Er wußte dieselbenmit einem zarten Dufte zu überziehen. /kramptII. 5 , 6 .

— — (Cornelius de), des altern perersBruder, ward Officier von der Leibwache des Chur-fürsten von Bayern . Obwohl er späth angefangenhatte den Pinsel zu führen, malte er doch ziemlichgute Landschaften. .*^5 I. 2uZ.

— — -Emanuel de), geb. zu Alkmaer 1607.lernte bey Evert van Aelst . Er malte anfangs Bild-nisse und Geschichte. Aber bald hernach, als ernach Amsterdam kam, legte er sich aufdasArchitec-turmalen, und stellte die dasigen Kirchen nach ihrenverschiedenen Seiten dar. Er verstand das Hell-dunkel und das Colorit unvergleichlich. Bald siehetman in seinen Gemählden den Prediger auf der Kan-zel, bald den Gelang; dann wie die Leute aus derPredigt gehen, dann ein Leichenbegängniß , u. s. w.Er wußte großen Vortheil aus dem Gegensatze einerOrgel oder eines Grabmals für seine Compositionzu ziehen. Bey aller seiner Kunst hatte er einenschlechten moralischen Charakter; er war hochmüthigund unbescheiden; dies bracht' ihn im Alter in soarme und verachtete Umstände, daß er sich selbst 1692.aus Verzweiflung ins Wasser stürzte, und darinnesein unglückliches Leben endigte. DrLramz/L II. ,o 5 .

— — (Lievin de) von Gent ; malte um i 55 o.sehr schöne Architekturen und Perspektive; manrühmt auch ein historisches GemäldvvnseinerHand,worin das ehebrecherische Weib vorgestellt ist. Inder dasigen St. Johannekirche findet man einigeschöne Fenstergemälde nach seinen Zeichnungen.DrLca»,/,! I. 96.

— — (Peter de), in Italien Candlto genannt;(unter diesem Namen sicher man einige seiner Zeich-nungen gestochen; geb. , 5 ) 8 -zu Brügge , malte inOcl und Fresko, und formte auch schöne Bilder ausLeimen. Zu Rom arbeitete er mit vasari in dempäbstlichcn Pallaste, und verfertigte für den Groß-herzvgen von Floren; einige Patronen zu Tapeze-reyen. Der Churfürst von Bayern nahm ihn in seineDienste, und er arbeitete lange Zeit zu München .Astes was damals in dem churfürstlichen Pastastevon Kunstwerken, als Tapeten, Springbrunnen,Gipsarbeit, Deckenstücken, u. s. w. gemacht wurde,war von seiner Erfindung. Zu Brescia zeigt manin dem Chöre der Carmeliterkirche eine Verkündigungvon ihm Die Sadelers haben die Bayerschen Ein-siedler nach seinen Zeichnungen gestochen. L. Kilian,

ÄVohlgemttrh. 7ZZ

H. David, u. a. haben auch nach ihm gearbeitete

l. 20Z.

Wirre (Peter de), geb. zu Antwerpen um 162c».Man weiß nicht, ob dieser Maler gereist ist, undkennt allein seine Werke, die in onmukhigen Land-schaften bestehen, von schöner Färbung, und mitgutem Geschmack ausgearbeitet sind. Man bezahltesie schon bey seinen Lebzeiten theuer, und seither istihr Preis noch höher gestiegen. II. 5 or»

Dieser Schriftsteller führt (II- 568 .) einen pererde Wirre, ebenfalls Landschaftsmaler von Ant-werpen an, und unterscheidet dieser beyden Geburts-zeit blos um fünf Jahre. Ob hierin ein Jrchumvorgegangen, oder ob es wörtlich zween verschiedeneKünstler betreffe, stehet noch dahin.

Wierel (Caspar van), Miniaturmaler vonAmersfort; stndirte zu Rom , wo ihm die niederlän-dische Schilderbent den BeyNamen pikroor gab»Man siehet von ihm einige um 1690. zu Rom geetzteBlätter in einem Werke, welches Cornelius Meyerdaselbst ans Licht gab. Aor-braLe» II. 56 < 1 . 6.

wirrig (Bartholome) vvn Oels in Schlesien,kam um , 65 o nach Nürnberg . Derselbe matte klein«Blumenstöcke, geist- und weltliche Geschichte» u. s. w.die meist in Italien und in die Niederlande versandtwurden. Er erlangte einen ungemcinen Ruhm inNachtstücken, und malte in dieser Art eine großeTafel, worauf die Feyerlichkeiten, die bey Anlassedes Westphälischen Friedensschlusses zwNürnberggehalten wurden, abgebildet sind. St. 1684^Doppelinayr S. 240.

wi ermann (Wolfgang Wilhelm), Kriegs-officier, von welchem Man in einem Zimmer desRathhauses zu Cslln eine Zeichnung auf Pergamentzeigt, worin die Aussicht dieser Stadt gegen denRhein , mit der fliegenden Brücke, eine MengeSchiffe und über 5 uo große und kleine Figuren, mitder Feder ausgeführt, vorgestellt sind. Blainviüe

I. ,08.

Witrorvek (Hieronymus , oder Johann), sehrgeschickter Kupferstecher, lebte zu Antwerpen vorder Mitte des XVII. Jahrhunderts. Er ist einervon denjenigen Künstlern, die den Geschmack, dieManier und die Wirkung der Gemälde großer Mei-ster aus der niederländischen Schule, nach denen erarbeitete, wohl auszudrücken wußie. Die meistenvon ihm verfertigten Blätter werden hochaeschäzt;sie sind nach Rubens , Echut, u. s. w.

woeiriot. S. voeiriot.

Wog (Daniel), Hofmaler in Diensten des Her-zogen von Mecklenburg Strelii;; zeichnete und etztedie Religionsgebräuche der Obotriten auf 55 Blätter.

Wogt er Abraham), Carl van Mander,Jacob Iordaens, Heinrich D'tmar, Lambert undMichel van Haven, Denner , Iepsen, AndreasEluanr, Heinrich Dürvens, Magin s Ioergerssen, Johann und Albert van Everdingen, «Areen-vvinckel, aMoinichen, der königliche Hofschilde-rer Daagaard (d'Agar) Perer Anderser, auchköniglicher Hofmaler, Beneblet ssoffre, ein Fran-zose und großer Geichichtmaler, Dickmann, derberühmte Mark Duscher, der Kunstverwalrer undHofschilderer Joh. Ealomo» Wahl, Carl Gustavpilo, königlicher Maler und Professor der Akademiezu Koppenhagen , und der Kauzleyrath /abrice,Professor der Perspeckiv: Alle diese Maler, theilsgeborne Dänen, theils Ausländer, haben zu Kvppen-hagen gearbeitet und werden von Dauw S. 2,5.angeführt.

Wohlgemuth (Michel , geb. zu Nürnberg14Z). war einer der berühmtesten Maler und Kup-ferstecher in Deutschland . Obgleich die Alles ver-zehrende Zeit fast alle seine Werke zernichtet, so hatsie doch seinen Ruhm nicht auslöschen mögen, wel-cher jederzeit dadurch groß bleiben wird, daß er derLehrmeister des vortreflichen Albert Dürers war.wohlgemuth starb i5>9- Murr citirt unter denalten Malern und Formschneidcrn zu Nürnberg ver-schiedene Künstler dieses Geschlechtsnamens, worAaaaa 2