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748 Zucchi.
fertigte, und durch seinen Vorspruch viele Arbeitin den Pallasten und Galerien dieser Stadt bekam.Derselbe war gewohnt, in seinen historischen Ge-mälden die Bildnisse derer, welchen sie zugehörten,anzubringen, womit er sich bey denselben beliebtmachte. Zucchi lebte in guter Achtung, und wardvon dem Großherzog von Toscana geliebt. Er starbzu Rom unter dem Pontificate Sixt V. um i 588 .F. Villamena und Ph. Thomassin haben nach ihmgestochen. SnFÜonr p. 42.
Zucchi (Johann), Bildhauer zu Bologna um» 547 - Er wird in den Malerbriefen I. 47. an-geführt.
— — (Loren;), des Andreas Sohn, kamsehr jung nach Dresden , und ward daselbst Hofku-pferstecher. Er übte seine Kunst mit vielem Ruhmund gab trefliche Proben derselben in Blattern nachden historischen Gemälden der churfdrstl. Galeriesowohl, als in Bildnissen, Loren; ward 1764.Professor der neueingerichteten Maler - Academie. —Sein Bruder, Carl, Perspectivmaler, arbeitetezu gleicher Zeit an dem Hofe zu Petersburg . 6ua-rieuti.
Zuccone (D. Franz), Baumeister zu Venedig ,nach dessen Zeichnung der schöne Glockenchurm derPfarrkirche St. Maria formosa aufgeführt wurde.
Zuccre. S. Zucchero.
Zugni. S. Giugni.
Zugno (Franz), Maler zu Venedig , studirtemeist nach Paul Veronese und den andern alte»Meistern dieser Schule; hernach kam er in des Liespolo Unterweisung, und befliß sich denselben nach-zuahmen, wie man solches an der großen Altartassel der Kirche St. Silvestro sehen kann. Er lebtein seinem Vaterlande i/VZ. /,o»FÜi 19.
Zumbo (Cajetan Julius), stcilianischer Edel-mann, geb. zu Syracusa i 656 ., lernte von keinemMeister die Regeln der Kunst; aber das beständigeStudiren, und der Fleiß den er anwandte, all'das Schönste, welches man in Italien findet, nachszucopiren, eine gründliche Kenntniß der Anatomie,vornehmlich aber ein außerordentlich glücklichesGenie, machten Zumbo zu einem treflichen Bild-former. Bey seiner Arbeit bediente er sich einzigdes gefärbten Wachses, welches er auf eine beson-dere Weise zuzurichten wußte, und wovon er fürden Erfinder gehalten wird. Mit diesem verfer-tigte er zu Bologna, Florenz, Genua und Mar-seille Werke, die für so viele Meisterstücke zu haltensind. Unter diesen werden vornehmlich die fünfverschiedene Stuffen der Verwesung menschlicherKörper, wegen ihrer natürlichen, verständigen undkünstlichen Abbildung bewundert. Man findet siein der großherzogl. Galerie zu Florenz . Zumbokam 1701. nach Paris , wo er sehr wohl empfangenwurde; aber in der Zeit, da man neue Werke vonihm erwartete, starb er gegen das Ende diesesJahrs. E. S. Cheron hat eine Abnehmung vomKreuze nach ihm auf eine große Platte geetzt. R- depile« beschreibt dieses, nebst einer Geburt Christi,weitläufiig in seinem: Lonrs lle?einture p. 4/5.Man liefet in den: Memory Trer-orsa: Nois«le Quillst 1707. einen, dem Gedächtniß dieses ge-schickten Künstlers schimpflichen Artikel, der aberin dem gleich darauf folgenden Monat gebührlich wi-derlegt wird. /.acvMbs.
Zylvelt.
Zuppelli (Joh. Baptist), alter Maler vonCremona , von welchem man in der dasigen KircheSt. Augustin die Maria mit dem Kinde in einerLandschaft abgebildet sieht. Varto/i II.
Zurbaran (Franz), spanischer Künstler, derin allen Arten der Malerey arbeitete, aber in keinerbesonders berühmt war. Fuente de Catos warseine Geburtsstadt; aber er wohnte meist zu Sevilla .Er lernte bey Morales und bey Paul de las Roelas,kam um i 65 c>. nach Madrid , wo er für das Schloßdel Campo und andere königl. Palläste arbeitete,und starb in dieser Hauptstadt 1662. 66. I. alt.Dieser Künstler ahmte den Geschmack des M. A.Carravaggio nach, und seine meiste Kunst bestandin Gewändern. 116.
Zürich (Johann von), schweizerischer Gold-schmied, der in England nach Hans HolbeinsZeichrnungen arbeitete. Dieser trefliche Maler verfertigteauch sein Bildniß, welches 1647. von W. Hollargeetzt ist.
Zustermans oder Zustrus. S. Sueer-man.
Zupker (Niclaus). S. I. Jacobs;.
Zrvaanenborg (Jacob van), Maler zu Ley-den um 162b. Er ist allein durch seinen Schüler,den berühmten Rembraudt bekannt.
Zrvaneveld. S. Schrvanevelt.
Zrvitzel (Thomas), war zufolge seiner Grabsschrift, die man ohne Jahrzahl in einer Kirche zuAngspurg findet, ein berühmter Sreinmitzel; einWort, das Baumeister und Bildhauer vereint be-deuten soll. von Seerren Brief VII.
Zwo er. S. worr.
Zrvyndrecht. S. Srvyndregt.
Zyberiani (Joh. Baptist). S- Eiprianr.
Z yl (B, van), holländischer Kupferstecher, blü-hete um das Ende des XV II. Jahrhunderts. —Man findet auch unter den Stechern einen P.Ayl ,der vor Obgemeldtem lebte.
— — (Gerard van), war von Amsterdam
oder von Leyden gebürtig. Er kam nach London ,wo er Gelegenheit hatte mit Anton Dandyk bekanntzu werden, da er denn dessen Manier ausforschte,und dieselbe in der Zeichnung, in Behandlung derFarben, in Gewändern und Beywerken so wohlnachahmte, daß er den Deynamen des kleinenvandyks verdiente. Zyl malte Gesellschaften undBildnisse um 16^9. A. Blooteling hat nach ihmgearbeitet. II. 274.
— — (Theodor van), Glasmaler zu Utrecht um i 56 o., arbeitete nach des Lambert van OortZeichnungen an den berühmten Fenstergemälden derSt Johannskirche zu Gouda . Sie werden wegender schönen Architektur gerühmt, kommen aber inder Lebhaftigkeit des Colorits den von den Crabethsverfertigten nicht bey. S- den Art wourer Lrasberh. Uffenbach > 11 . 002. — W. du Paas hateine Maria Magdalena nach einem RoelofvanZyl oder van Zeyl gestochen.
Zylvelt (A van), holländischer Kupferstecher,gab um das Ende des XVII. Jahrhunderts verschie-dene Meerporte nach Lingeibach u. s. w. nebst einerMenge Bildnisse.