MS Kepplers Briefe
Häusern gesehen; 31 habe sie theils in ihrem eignenHauß, dann auch andern Orten unterschiedliche Per«fönen mit Trank eingeben, antasten und sonsten der«maßen beschädiget, daß sie zum Theil gestorben odernoch elend seyen rc. Nun folgen die Namen verschie-dener dergleichen Personen, auch Beyspiele von Vieh,Schweinen rc., das durch sie beschädigt worden, dir.17. heißt es: sie habe von dem Todtengräber ihreseigenen Vaters Todtenkopf begehrt, so ihr abgeschla-gen worden. Kurz — es sind lauter unbedeutende un«erwiesene Punkte. — Da die K. fast alles läugnete,so trug der Ankläger auf die Tortur an. — Die Ak-ten wurden hierauf an die Juristen-Fakultät zu Tü bingen geschikt, diese dachte menschlich genug, die alte7Ljährige Frau damit zu verschonen und urtheilte, daßsie blos damit geschrekt werden solle, um wo möglichein näheres Geständniß von ihr zu erhalten Den 28.Septbr. 1621 ist dieß geschehen und der Vogt zu Güg«singen berichtet: „ er habe die K. an den gewöhnlichenzur Tortur bestimmten Ort führen lassen, ihr auch all-da den Nachrichter unter Augen gestellt, dessen In-^struweuta fürgezeigt, damit ernstlich die Wahrheitanzuzeigen erinnert, hat sie jedoch ohngeachtet allerernstlichen Erinnerung und Bedrohung der beschuldig«ten Hexerey halber durchaus lediglich Nichts geständigseyn noch bekennen wollen, mit Anzeigen, man mache