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hohen Felsenwand - links die des Buchwaldes-und rükwärts den Blik in defl mit einer
Thüre verschlossenen Eingang einer Felsenhöhle geniesst, wo eine ewige feuchte Dämmerungherrscht. Der wilde Tamin -Fluss drängt sich aus derselben hervor, hart an dem Badhause vorbey,und ermüdet das Ohr durch fein immerwährendes Geräusche. Dagegen ist das weitläufige Bad-haus selbst zu allen geselligen Freuden .eingerichtet. Die grosse Näturmerkwürdigkeit in P fefersist der Ort, wo die Quelle entspringt; eine lange schauerliche Kluft hoher überhängender Felsen,kaum so breit, als die Tamin nöthig hat, lieh durchzuarbeiten. Der Zugang zu der Quelle isteine schmale, auf vorragende Felsen gelegte, oder von eingepflökten Querbalken getrageneBrüke, neben welcher das Quellwasser in einem Kännel zum Badhause geleitet wird. Nur wenigewagen sich aus dieser Brüke zu der Quelle hin. Mit Schauer sah’ ich den Ort, wo eine Freundinvon mir, ein Jahr vorher, beynahe ein trauriges Opfer ihrer kühnen Wißbegierde gewordenwäre, hätte sie nicht schnell ihr starker Führer, der Badmeister, gerettet, der ihre Hand zumGlüke festhielt, da die Hälfte des morschen Gerüstes unter ihr brach, und ihr Körper schon über
dem grausen Abgrund schwebte, der seinen Rachen geöfnet hielt, sie zu empfangen.-Ohne
jemand, als den Baddirektor in Pfefers gesprochen zu haben, gieng ich zurük. Die Begegnissedes menschlichen Daseyns beschäftigten meinen Geist. Bey anbrechender Dunkelheit gelangt’ ichnach Sargans , um da im Gasthof zum Kreuz einige Stunden zu schlummern. Aber kaum