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Systematisch-tabellarische Uebersicht und Charakteristik der Mineralkörper
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Kiesel-Ordnung.

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Klasse I. Er

,1 ii

d S t e i n a r t e n.

G

a t t n n j.

29. F e u e r s t e i 11.

i

5 o. Kalzedon.a. Gemeiner K.

<5

, b, Karniol.

H !i

A n h a 11 g.Achat.

3 i. Hyalith.

Farbe.

Krystallform.

Gelblich-, rauch-, asch-u. perlgrau, ins Grau-Jichschwarze; ockergelb,gelblichbraun u. brauri-Jicliroth, i ns Blutrotheübergehend.Ringför-mig gestreift, wolkig u.gefleckt, v auch baumtör-mig gezeichnet.

Afterkryst. Dreiseitige*einfache Pyramide) die Ki'yst.zusammen gehäuft, dal's sie gleichsam die drüsigenOberflächen grofser tafelartiger Afterkryst. bilden;dreiseitige Doppelpyramide , die Seitenflächen der ei-nen aut die der andern aufgesetzt, Vollkommen, mitden Seitenflächen auf' und über einander gewachsen,auch hohl, die Kanten derGrundfläche stark abgestumpft;sechsseitige Doppelpyrartiidej hohl, theils deren mehrerej pyramidalisch zusammengehäuft; sechsseitige, sehr diin-' ne Tafel, bald mit den Seitenflächen zusammen -, baldzellig durcheinander - gewachsen ; niedrige sechsseitigeSäule, mit 3, auf die abwechselnden Seitenkanten auf-gesetzten, fünfseitigen Flächen sehr flach zugespitzt.(Theils von spät hi gern Kalksteine, theils Von gerad-schaaligem Baryte gebildet). Mittlerer Gröfse undklein.

Uebrigeäussere 'Gestalten.-"'

Oberfläche' un dGlanz.

Meist uneben undrauh, sei teil glatt.Wenigglänz., auchnurschimmelnd.

Derb, einge-: sprengt, eckigeStücke und Ge-schiebe , kugel-, _

förmig, knollig, Innen stets sclaim-durchlöchert, mernd.unvollkkommenstaudenförmig u.ungestaltet; auch |als Echinit , Be-lemnit, Vermi-1ktilif, Koraliit, |

Madreporit u. s.

W.

i u cli -und

B.uce£':

Uebrige

äussere

Kennzeichen..

Uebergelien.

Milch-, grünlich-undgrauiicüweifs; gelblich-,griiul.-, biaul.-, rötlil.-,rauch- u. perlgrau; viol-biau, auch eineMittelfar-be zwischen vioi - undlavendelblau, bis insSchmälte- u. Berliner-blaue; blafsrosen-,fieisch-u. brauniicliroth; wein-,Wachs - und honiggelb;gelblich-, rötlilich- undschwärzliclibraun;braun-lichschwarz; selten berg-u. olivengruu, auch dasMittel haltend zwischenschmaragd- und apfel-griin. Die Farbenwechseln nicht selten ab,und dadurch erscheintder Kalzedon punktirt,gefleckt,wolkig,gestreift,ring- u. baumförmig, u.geadert. Der licht-graue spielt oft mit Re-genbogenfarben.

c. Kaschglong. ( 19 )

Blut-, fleisch - hya-zintroth; rötlilich- undgelblichbraun, ins Ho-nig-, Wachs- und Oran-gegelb übergehend ; Sel-ten milch- und röthlich-weils. Oft wechselneinige dieser Farben inFlecken u. in sphärisch-oder forcifikadonsavtiggebogenen Streifen ab ;derKarnio! erscheint aus-serdem punktirt,wolkig,baumförmigu. moosartiggezeichnet.

Afterktystalle. pPiirfel, vollkommen, die Seiten-flächen theils glatt, theils fein gekörnt, auch drüsig,und etwas konvex, die Kanten zum Theil abgerun-det; geschobener TT urfel ; rechtwinkliche vierseitige Säule,hohl, mit einem Ende schief aufgewachsen; gescho-bene vierseitige Säule, (verdankt ihre Entstehung Kry-stallen von geradschaaligem Baryte); sechsseitige Säule,vollkommen, auch mit dreiflächiger Zuspitzung; ein-fache drei - und sechsseitige Pyramide (?) ; sechsseitigeDoppelpyramide (?); sechsseitige Tafel ; Linse, auf beidenSeiten konvex. (Die Afterkrystalle bildeten sich theilsnach Quarz und Amethist, theils nach späthigemKalksteine). Meist von mittlerer Gröfse u. klein. Theils mit den Ecken auf einander gewachsen,theils drüsig zusammengehäuft, die Linsen einzelnein - oder zu zweien visirartig auf einander gewach-sen.

Derb > ein ge-sprengt n. Ge-schiebe, kuglicli(zuweilen miteingeschlosse-nen Wassei trop-fen), mandel- od.

nierenförmig,traubig, röhren-förmig , durch-bohrt, tropf- ,steinartifi;, zak-kig, zellig , iuPlatten, unge-staltet, mit Ein-drücken, als Uc-b.erzug und infremdartiger äus-serer Gesta] t, alsAmmonit, Echi-nit, Turbinit,Tub ulith, Madre-porit u. s. w-

,, «stioi n 5 tec ^o» :

Voilkoni sc )jeib enl: M'-nmscblicli u ngemeinweil.demS; fkallt ig.:tilgen sicJl; fikat ionsartigFeind. krumm-

fojizeiitrisch-

aliveaögeson-

e St«

cke.

Durchsclieinend, oftnur an den Kauten.Hart.-Spröde. Leichtzersprengbar. Kalt.

InHoni stein,Quarz, auch inKarnial-

Bei den Geschiebenglatt und wenigglän-zend ; bei denKugelnuneben, und bei denmeisten der andernGestalten rauh. DerGlanz zufällig. In-nen matt, schwach-schimniernd, seitenwenigglänz eud.

, . b-siill«) * ccki g,

Voflkoiw scharfkantig,eben, (be»L ren förmig u-weifsen Mkationsartigbennuanc4g en s cliaalige,fein- und gjte diinn- undsplittrig, |ommenstäng-den S aut!I1 f abgesondertegelben),ben, demvolikom*^u. Kleinm« 5 ;sich näht 1 '

(beid. bla^

Spez. Schwere,

Physische Kennzeichenun d

chemisches Verhalten.

Nicht sonderlichschwer.

JLirwan ,z, 65 o2,700,

Blumenbach ,

Dolovreu ,2,6041-(Cher.)2 , 5 ^ 54 .

(Roche Guyon.)

Halbdurclisiclnig, diedunklen färben- nurdurchscheinend.t Hart. Spröde. Leicht zer-sprengbar.

Milch-, gelbl., graul,und röthlichweifs. Ge-streift, auch baumförmiggezeichnet.

Derb, einge-sprengt , ur-sprünglich un-bestimmteckigeStücke , ab-gerundete Ge-schiebe,' unvoll-kommen kugel-auch niereniör-mig, zackig und

tropfsteinartig.Feiner als Ma-dreporit.

Derb , eingesprengt, in Ge-schieben, alsUe-berzug und nie-renförmig.

Die Geschiebe rauhu. uneben,dieKugelnglatt. Wenigglän-zend. Innen we-nigglän-end, oft nurstark schimmernd.

Bei defa Geschie-ben uneben. Matt.Innen, je nach demGrade der Frisch-heit, matt, glänzend,auch nur wenigglän-zend ; vollkomme-ner , oft lebhafter,s cliillernderPerlmut-terglanz.

In Karniol ,Opal u, Horn­ stein . Auch,beid. lichte gelb-lich- u. giiin-lichgritueilFar-benabähddru u-gen, durch dieNeigung , desBruches . v.u.-iiMusclilicheuu. SpUttrigeu,die Nichtevhö-hung d. Glan-zes etc. in Kry-söpras,

Nach Dolomieu phosplioresziren 2 Stücke,stark an einander gerieben, und entwickelneinen emjiyreumatischen Geruch. Für sichvor dem, Lötlirohre, unschmelzbar, die dunk-n Abänderungen werden w'eils und un-durchsichtig; in Borax und Phosphorsalz löster sich schwer, und nur in starkem und - an-haltendem Feuer, in Natron- etwas leichter,aber ohne Aufwallen, auf. Mit Salpeter ver-pufft er etwas. Im Sauerstoffgas Äiefst er ziem-lich leicht ohne merkliches Schäumen zu ei-ner weifsen, glänzenden, quarzartigen Kugel-Für sich, auch im stärksten Ofenfeuer, un-schmelzbar, im K. und Th- Tiegel wird erundurchsichtig und milch weifs, iin Kreidet,schmilzt er blofs da etwas, wo er den Tie-gel berührt.Die flüchtigen Theile im Feuer­ stein sollen nach Dolomieu 0,02 Wasser undetwas Sauerstoffgas seyn, und von diesem Mi-schungswasser soll die Durchsichtigkeit desFeuersteins ablningen; bei der Verwitterungsoll er dieses verlieren, dadhrch undurchsich- t jtig werden, und sich dem Weltauge nähern

Bekannte

Mischung.

JLlaproth ,

98Kiesel-, o , 5 o Kalk-,o ,25 Tuonerde, 0,25Eisenox. 1 flüchtigeTheile. (Schwarzg.).Dolomieu,

99 Kiesel-, 2k.ohlen-Siiure Kalkerde, 1 Ei-seuox. Deberschufsi.

(Der weifsenlTek-ken).

97 Kiesel-, 5 kohlens,Kalke rde , 1 Eisenox.Uebersch. 3.

(Der opaken Theile).86,42Kifsel-,9,88koh-lens. Kalkerde, i,a 3Eisenox. V- 2,47-(Der wei(seuRinde).

Dampadius,9ÖKiesel-,rThon-,o,9Kalkerde , 0,8 Eisen-ox. 1 Wasser. V. 0,3,(Schwarzgrauei-). -

Erzeugnifs/ und .Vorkommen.

Im Urgebilge aufGängen, welche, wie-wohl nicht sehr häu-fig, verschiedene,Gangerzfor mutionen , Silber,Kobalt und Eisenstein,begleiten. I111 - Flötz-,vorzüglich dem Kalk-stein-,Mergel-, Mandel-stein- u. Kreidegebirgein, nicht ßehr mächti-gen, Lagern, in ..eckigenund knolligen Stücken,und in Versteinerüngs-gestalten. Im aufge-schwemmten Lande alsGeschiebe im S^nde,

Nicht sonderlichschwer.

Brisson,

2,586-

(Bläulicher).Plumenbach,

2,615.

Kirwan,

2 ,6 oo-2 Ö 55 .

Bindheim,2,2072691.

Einige phosplioresziren, im Dunkeln gerie-ben, mit einem gelben Scheine. Für sichvor dem LöthroJire unschmelzbar, mit Na-tron schmilzt er unter, und mit Borax ohne,Aufbräusen ; Phosphorsalz greift ihn kaum an.In Sanerstoffgas fliefsl er nach Geyer zu, einermilchweifsen Kugel, -r- Im Kohlen- u, Th. T.behält er nach Klapr- seine Form, wird sclmee-weifs, leicht zerbrechlich, aufsen und imBruche schimmernd, mit einem Gcwiclitv.v. 0,01. Im Kreidet, zeigt sich blcs da, woer den Tiegel berührt, ein Anfang v. Schmel-zung. Nach G Morveau biifste der K- vonCreuzot, bei 34 VPedg. gegliihet, seineDnrch-sich,tig]cfitt ,Uc. berggrüne-Farbe ein , und manentdeckte nur noch die ursprünglichen dun-kelbraunen und violblauen Flecken. Er ver-lor 1/1400 des ganzen Gewichts.

/^stimih«^^VollkomUTiitfkanrfg 1u. flachmuf'ist unabg eson -licln N )Xu w« ien 1 von

Vntiiscüschaa-

fo.aiicF grofs-11.

ÜgkörniS-> a °S e -

HertenStncken;

ten findet manfl i m Innern inke rhoxnboida-

Stücke zerkluf -

Vollkom% t sonderlichflachmuscl4 a| .£ kan tig,insEbene, Hjbkörnig. a Fge-bei dem mat^gj-fg Stücke,ins Erdige fveslaufend- ,

Durclischeinend, aucFlialbdurcllsichr.ig.Hart. Spröde.Leicht zersprengbar.

Undurchsichtig, auchschwach durchschei-nend. Hart. Sprö-de. Leicht zerspreng-bar. Kalt.

ln splittriggu

u.muschlichen

Hornstein,

auch in Feuer­ stein ,

In gemeinenKalzeflon,

Bergmann.,

84 Kiesel-, 16 Thon-erde n. etwas Eisen.

(Ferröer).Gerhard,

86 Kiesel-, 13 Thon-,2 Kalkerde.

\ Dampadius,

85 Kiesel-, 12 Tlion-erde und eine Spurvon Eisen u. Braun-stein- (

(Himmelblauer kry-stall. v. Tresztya).

Guyton-Morveau ,ß6,o0 Kiesel- , ,4'r 1Thon-, '1,16 Kalker-'de , 7,63 Eisenox. V.1,02.

(Creuzot).

Nach Bindlieimsind die Bestand-tlieile des K. 8096Kiesel-,r17 Thon-erde , öfters auch210 Kalkerde 1/4,2 Eisenox. n. etwasWass. Nach r Tronuns-dorfj soll der blauesibirische 0,9g Kie-selerde enthalten.

Auf Gängen, theils alsBegleiter einiger. Erzfor-niationen , - theils aufAchatgängen. Int ersteml alle mit oilber- ü. Blei-erzen, späthigem Braun-kalke, Quarz u. dgl. auchauf Eisenstein - Gängen,mit Braun- n. Späth - Ei-senstein u. s. w. Im ,Porphyr- und Mandel- jsteiii-Gebirge, kngelfiir- jmig, triimnier- und nie- jrenweise. Als Geschie- sbe im aufgeschw'cmmteu ,Laude.

Nicht sonderlichschwer.

Brisson ,

2,6i 2 263o.

Kirwan .2,097 2,63o.

Nicht sonderlichschwer.

Kopfi

2,2727-.

(Ferröer.)

Besitzt beim Fieiben im Dunkeln Phospho-reszenz mit einem gelben Lichte. Vor denvLötlirohre verliert er seine rothe Farbe -undwird weifs. In der Lebensluftshitze fängt ei-erst nach einer halben Minute 1 an zu schämmen, und nach einer Minute fliefst er zu einerweifsen glänzenden Perle. Im Kohlent. ver-ändert der orientalische seihe Form nicht,wird leicht zerbrechlich , vom Imlsei'n Randefast eine Linie stark schneeweifs, inwendigsehr blafs röthlichweifs , der weifte Randmit muschlicliem und glänzendem, das Inneremit erdigem und mattem, Bruche. Kein G. V.Im Tliont. wird er durchaus schneeweils, zumTheil etwas graugefleckt, mit beibelialtenemäufseren Glanze.

Mit Säuren braufst er auf. Für sich vor demLöthrolire knistert und zerspringt er anfäng-lich sehr stark , zeigt aber keine» wesentlicheVeränderung. Mit dem Borax fliefst ei nurlangsam zu weifsem Glase.

Bindheim , j Wie der Kalzedoiqtyjl.Kiesel-, 5,3-Thon--|bald auf hesondern L#serde, 1,76 Eisenox. Igerstätten, bald als Aus-Y'l.' j fiilliingsmasse leerer

(Gelbliclibrauner |Räume,ins Rothe überge-hender aus Sibirien ).

Die. Bestandtheilesind noch nicht be-kannt; wahrschein-lich enthält er aber,bei einem AntheileKohlensäure, mehrThon- und Kalk- undweniger /Kieselerdeals der gemeine Kal-zedon.

Das VoKommen scheintdem des gemeinen Kalze-dons, nnt deiner, zumalapf 1 erröe,mStreifen ab-wechselr, ziemlich ana-log zu seyn. I11 Karntbenbildet er eine niereivför-mige Rinde auf dichtemBraun - Eisensteine.

Gemeiner Kalzedon, Karniol, Quarz, Amethist, Hornstein , Feuerstein , Jaspis, verhärtetes Steinmark, selten Heliotrop, Opal u tb teen thellweise gemengt, den Achat, in seinerstreifte (Bandachat), der kreisförmig gefleckte (Kr ei s a ch at), der aus scharfkantigen Bruchstücken des Band- und Kreisacf®®* 668 ^ (Tr Ummer a chat) , der fordfikationsartig gezeichnete ( o r t rfika 110 ns acfärbte moasardge Zeichnungen einschliessende (Moosachat), der meist aus Jaspis zusammengesetzte (Jasp - A c li a t), der j ,lfö r ml S e ( R ö lir e n a c hat), und zuletzt der, dieZeichnuug enrz

mannichfachen Verschiedenheit der Farben und Farbenzeiclimmgen, zusammen. Hierher der ge-

" hat), der, in seinem Innern, verschieden ge-

elner Partliien einer Gegend darstellende, Achat (L an d s cliai ts a ch a t),

Im Mandelstein-m. Por-phyrgebirge ; auf Gän-gen, auch in Mandeln 11.Nüssen. Bei Kunuers-dorf setzt er ein ganzesStück Gebirge ' zusam-men. Nur zuweilen inGeschieben.

Lichtegelblich- u. grau-licliweils, auch milch-weifs «. blaulichgrau.

Als rindenarti-ger Ueberzug,kleintraubig u.kleinnierenför-mig, tropfstein-artig.

Rauh u. matt, auchglatt und glänzend. Innen starkglän-zend. Glasglanz,

KleinmuKhestimmteckigJlieh, tlieils^ht sonderlich!Ebene sich ^arfkantig. Ilaufend.

Durchsichtig.Hart.

Spröde.Leicht zer-sprengbar.

Nicht sonderlichschwer.

Kinvan,

Für

nicht.

sich schmilzt er vor , dem LöthrolireMit Natron fliefst er ziemlich leicht.

Link,

5 j Kiesel-, i8Thon-, I ge.i5 Kalkerde, eilSpur Eisenox.

Im Mandelsteingebir-

F