Kalk-Ordnung.
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K 1
a s s e I. ' E r d n n d S t e i n a r t e 11.
Ök|,
G a t t u n s.'7 s
Farbe.
p. ExzentrischerKalk-I
Krystailform.
stein.
7. Kalksinter.
a. Faseriger K. 1
/fyXrl Blafsberggriin , ins'K Grünlich- und Graulich-weisse übergehend, auchins Grünlichgraue sichverlaufend; viol- u. Ja-veridelblau ; , braunlicli- :10Lu. Oft wechseln an Ieinem Stücke mehrereFarben und zwar so ab>dafs die blauen in derMitte, die griineu mehrauf der Oberfläche er-scheinen.
w
CB
b. Dichter K, (64)
Schnee-, graulich-,gelblich- und grUnlicli-weifs, auch rötlilich-vveifs; Spargel-, pista-zien-, span-, oliven-, ap-fel- und zeisiggriiu ; isa-bell-, wein-, wachs- undhoniggelb; rauch-u.gelb-lichgrau; gelblich- undlöthliehbräim; Mittel-farbe zwischen, leber-braun und olivengrün;pfirsichbliitli- u. (ieisck-roth ; selten viol- , undam seltensten himmel-blau. Zuweilen wech-seln mehrere dieser Far-ben in Adern, Streifen,Wolken, Flecken u.for-tifikationsartigen Zeich-nungen ab.
| Sechsseitige Säule, vollkommen,' mit 2 gegenüber-stehenden breiteren u. 4 schmäleren Seitenflächen, —dieselbe, verschoben und an den. Enden schiefwink-lich zugeschiirft, die Zuschärfungsfläcbeii auf die brei-teren Seitenflächen aufgesetzt und die Zuscliärfüngs-kanten mehr oder weniger abgestumpft; sechsseitigeTafel, aus der sechsseitigen Säule entstanden. —■ Mir-telmäfsig grofs und klein. — Einzeln mit den Seiten-uud Endflächen ein- und auf-, auch kreuzweise durch-einander gewachsen. 1
Uebrige
äussere
Gestalten.
Selten derb.
Oberfläche
und
Glanz.
'Bruch - undBruch, '^gesonderteotücke.
Uebrige
äussere
Kennzeichen.
c. Kalktuff.
Gelblich- , graulich-,grünlich-, rötklick-undmilch - , seiten schnee-weifs ; gelblichgrau ; isa-bellgelb; gelblich- undröthlichbraun; heisch-,roth. I
Derb, als Ue-berzug, nieren-,röhren - , ' Stau-den- u. kolben-förmig, pfeifen-rölirig, zellig,tropfsteinartig,knollig, traubig,kuglicfi und zak-kig (Eisenblii-tlie), selten mitsechsseitigen py-ramidalen Ein-drücken, und infremd artig - äus-serer Gestalt, alsSchneckeiiver-steinerung.
• Die Seitenflächender Krystafle theilsglatt, theils in dieLänge gestreift, oftauch gefurcht, dieEndflächen meistuneben, diese matt,oder schimmernd,jene glanzend. Glas-glanz. — Innen dasMittel 7,wisch, glän-zend uzend.
Meist ifi -»mansch, drei-ben , seitfiL 4 mehrseitig. —biättrio-, uf nv °llkommendann von drt nnstän g liclle a Hlachem , hinderte Stücke.Seitenfläche!und der A>parallelein ; r
Durchgang*zuweilen ist'faserig.
Durchscheinend, auchhalb durchsichtig. —.Halbhart. — Spröde. —Leicht zersprengbar.
Uebergelien
weniggiän-
lauh und drr
Faserig; w
nisig,
selten glatt, u. hier - 1 se.nd vom-Wnach matt, schim-mernd, auch wenig-glänzend. Innenschimmernd, im ho-hem oder geringemGrade, auch wenig-glänzend. — Pefj-nmtterg’anz.
Zarten bis if'ganz Grofc-u. zwar n'fStern- oder 5
timmteckig,ch scharf-g,selten spl. t-
— Zuwed en
und grob,krumm- u.
schelförmi^ entl \ scha f Ji S e
auseinander - 1 sciWe1 '
Durchscheinend, zu-weilen ans Haibdurch-( sichtige glänzend. —i Halbhart, dem Weichen1 nahe. — Spröde. —Leicht zersprengbar.Etwas kalt im Anfühlen.
Derb, als Ue-berzug, tropf-I steinartig , me-renförmig, knol-lig, und loserundliche Kör-ner.
lautend, s eltF‘S Jjche „ ab g e ‘eleich-, abe , te ötli cke,'meist eet.ul' lc , he ^weilenlaufend, gef Absonde-zuweil en "i üphachen Stern*Sclimalstrahbf büscheiför-
^ e ü bei- s auseinander-
ftnde Strahlen‘Sn.
Spez. Schwere.
\Nlcht sonderlichschwer.
Haäyf
2,g465.
JffiedemarM)
3,896.
Physische Kennzeichenund
chemisches Verhalten.
Bekannte
Mischung.
Er besitzt eine doppelte Strahlenbrechung.I11 einem eisernen Löffel erhitzt, leuchtet erbei miitsigem Rothglühen lebhaft mit. bläuli-chem (gelbem ?), aber schnell vorübergehen-dem Lichte. Im Schmelztiegel 1/2 Stundelang rothgeglühet, zerfällt er in mehrere leichtzu zerreibende Stückchen; er verliert in die-ser Hitze 0,14 an Gew. In Salzsäure löst ersich unter lebhaftem Aufbrausen auf.
Nicht sonderlichschwer.
Gmelin ,
2,1728.
if irw an ,
2,60 — 2,77.Brisson ,
2,3239—2,4783.
2,647.
(Eiseublüthe.)
Erzeugnifs
und
Vorkommen.
Bucholz ,
64— 55 Kalkerde, 4 1— 42 Kohlensäure,3 — 4 Wasser.
Klaproth u. The-nard fanden dieselbeBestandtheile.
Gelblich-, rauch- auch[aschgrau; gelblich- undröthlichwerfs; ockergelb;gelblichbraun. Zuwei-len gefleckt und gestreift,theils gerade, theils wel-lenförmig, auch konzen-trisch.
Innen matt. I Eben, theftestimmteckis',
ins Unebeii«nlich schart-
theilsinsKleiutig. —Dick- u.
splittrige sicljn-, selten gera-
verlaufend, iraeist konzen-
auch ins Fein jischschaalige
erdige Uberge]tsonderte Stuk-
hencb , zuweilen be-
«en die grob-
'tigen wieder
'liiiin- u. kon-
'"trischschaali-
' l der-leichten.
D
8. Schaumerde.
Gelblich- und silbev-weifs, theils ins Grünli-che u. Graue sich verlau-fend.
Bängliche sechsseitige Tafel ( ? ) , so' zusammenge-häuft, dafs daraus scheinbar vierseitige Säulm mit zu-geschärften Endflächen, gebildet werden.
Derb , meistporös, zerfres-sen und durch-löchert, kuglich,röhren- u. kol-benförmig, zak-
kig, zellig , |schwammig,ästig, traubig ti,als Ueberzu^-
Auf der Oberflächezuweilen mit Ab-drücken und Ein-schlüssen von Blät-tern, Stengeln,Moos,Schnecken u, s. wIn neu matt. ,
Derb, einge-sprengt und an-geflogen.
Uneben VOi>lbestimmteckig,kleinem Koldttipfkantig. —ne, insErdig e, t kugliche von
scheinbarautbaalig abgeson-
insl Faserig* ’^n Stücken.sich \etb a 'fend. -
J 9. Schieferspath.
Grünlich -, röthlich-,gelblich- und graulich -,auch schnee- und silber-weils.
Tafelartige Krystalle (?).
Innen glänzend u.wenigglänz., auchnur schimmernd. —Perlmutterg]anz,der
an den lialbmetalli-
sclien giänzt.
An den Kanten durcli-scheinend, auch un-durchsichtig. — Weich,ins Halbharte überge-hend.— Spröde. —Leichtzersprengbar. — Wenigkalt im Anfühlen.
Undurchsichtig. —Mittel zwischen weich
und sehr weich-Nicht
sonderlich spröde. —
Leicht zersprengbar.
Derb und ein-gesprengt.
Innen das Mittelhaltend zwischenglänzend u. wenig-glänzend. — Perl-mutterglanz.
KrnmmblS**' ! "bestimmteckigr i e , [ lcl stumpfkantig.
■ oh-, grob-.auclrtin- undfeinkör-,.e abgesonderteflicke.
Krumm- 1 * 1wellenförflüflblättrig
cintaclieü'
Durchgang*
im Grofs- &*Schiefrige®sich näher 11 ®
Scheibenförmig,uw eilen unbe-timmteckig und.tumpfkantig. —>e]teu von grofs-»nd grobkörnig,-•der auch dünn-j>nd krummschaa-"g abgesonderten
WlW&inWBiOBrtJlV
Lose, feinschuppige,theils mehr od. wenig, zu-sammengebackene Thei-le. — Undurchsichtig,oder nur an den Kantendurchscheinend. ■— We-nig abfärbend. — Weich,meist zerreiblich. —Milde-Fein, aber ma-
ger im Anfühlen.
Schwach durchschei-nend. — W eich. —Nichtsonderlich spröde. —Leicht zersprengbar. —Nicht sonderlich kalt,aber etwas ie £t iw Anfiili-len.
In Schiefer-spath.
In späthigenKalkstein undBraunkalk ,auchinSchaum-erde.
IMKRn
Nicht sonderlichschwer.
Kirwart ,
2,63 — 2,6g.
(Karlsbader.) j
v;
Wiedemann, f
2,396. “ 1
(Erbsenstein.)
Leicht,
Leicht.
Nicht sonderlichschwer.
Kirivan ,3,647.
Blumenhach ,
2,474.
Delametherie ,
2 , 6300 .
Im gewöhnlichen Feuer, und in der Sauer-stoffgashitze sind sie unschmelzbar (die Ei-senbüithe verprasselt beim Glühen) , wennsie nicht einen starken Eisengehalt haben.Bei ihrer Vermischung mit Säuren entstehtEfferveszenz.
Der spanische bricht ein-gewachsen in körnigemund faserigem Gipse, derfranzösische soll eben so,auch im Basalte,erschei-nen, der salzburgiscbeaber findet sich auf Gäu-gen, in einem gneifsarti-gen Gesteine. Quarz,spätliiger Kalkstein, spä-thiger Braunkalk, Kup-fer - und Schwefelkiessind seine Begleiter.
Aus kalkhaltigen Was-sern, theils als Nieder-schlag, theils, und diesam häufigsten , tropf-steinartig entstanden.Auf Gängen, vorzüg-lich im Xhonschieferzuweilen in derWacke,selten auf Trümmern imBasalte. Kupfererze, auchSchwefelkies begleitenihn häufig.
Nach einer v. uns mit der Schaumerde v. Gera angestellten Prüfung vor dem Löthrohre, glühtsie hier für sich mit einem bläulichen phos-phorischen Scheine, ist unschmelzbar , wirdmatt und schueeweifs. _Mit Borax iliefst siezu einer graulichweifsen, aussen glasigglänzen-den , innen sehr blasigen, leichten aber har-ten Schlacke. Mit phosphors. amm. Natronschmilzt sie nicht, sondern backt zu einergraulichweifsen, runden, unförmlichen, durch-aus matten, innen etwas porösen Masse zu-sammen. Nach Bucholz erleidet dieselbe 11/2Stunde stark rotligeglüht, einen Gew. Verl ,von 0,40. In Salzsäure löst sie sich unter vie-lem Aufbrausen gröfstentheils a uf. ___
Vor d eJn Löthrohre wird der sächsischegelblichgrau oder isabellgelb ; in Borax löster sich auf. Der feongsbergische bläht sichdagegen für sich stark auf, knistert, undschmilzt unter lebhafter Phosphoreszenz ,leicht zu einem durchscheinenden, weifsen,Porzellanähnlichen Glase (Widenmann). In derRothgluhelntze wird er röthlichbraun; beieiner Hitze von i 55 ° W- liefert er theils einebraune Porzelianma-se, theils ein röthlich-braunes Glas, das den Tiegel angreift (Kirwan).2 Stunde Jang einer starken Rothgiiihehitzeausgesetzt, verliert er o, 3 q an Gew.; wirdrostfarben, und erwärmt sich mit Wasser ohnevöllig zu zerfallen (Bucholz). Mit Säurenbraust er sehr heftig auf.
(
Bucholz,
56 Kalk erde, 43 Koh-lensäure, 1 Wasser.(Eisenbiüthe.)
Bergmann,
64 Kalkerde, 84 Koh-lensäure, 2 Wasser.(Karlsbader Sinter.)
Nach TViegleh Kalk-erde und Kohlensäu-
Buchoh ,
5 i, 5 Kalk-, 5 ,715Kie-selerde, 3,285 Eisen-ox-, 3 g Kohlensäure,1 Wasser, Uebersch.o, 5 . (Von Rubitzbei Gera .)
EinNiederschlag kalkhal-tiger,meist warmer,Quel-len , welche, wenn siezufällig zu Lagern vonTriebsande hinzudrin-gen, die einzelnen Sand-körnchen, oft bis zurGröfse einer Erbse, nachund nach inkrustiren,und die hierdurch ent-standene kugelförmigeMasse zusammen ver-binden.
Gehört, als das jüng-ste Erzeugnifs, den auf-geschwemmten Gebir-gen zu, und findet sichliäuiig in der Nähe vonSeen u. groben Flüs-n. Kalkhaltige Was-ser setzen ihren Erdege-halt an mannichfaltigenthierisclien 11. vegetabi-lischen Substanzen ab,überziehen sie, 11. dieseInkrustationen nehmenimmer mehr zu, so dafsman den Kalktuff oft ingeschichteten, zuweilenmit Torf-Lagern ab-wechselnden Lagern fin-det-)■
In den kleinen Höh-lungen eines, der älterenFlötzkalksteinformationansehörigen, Kalksteines(Rauchwacke) , mitwel-i ehern sie auch häufigsekieferartig gemengt er-sehe! nt. 1
Bucholz ,
55 Kalkerde, 3 Braun-tseinox., 41,66 Koh-lensäure, Verl . 0,34.(Milchweifser, voneingesprengtemQuarze befreiter.)
Suersen ,
56 Kalk-, 1,66 Kiesel-erde, 1 Eisenox. , 2Wasser , 39 ,33 Koh-lensäure.
(Kongsberg.)^
Auf Gängen, als Be-gleiter der 2limisteinfor-matiott ; auf Lagern, mitMagnet-Eisenstein, Blei-glanz, Blende ect.; auchauf Urkalksteinlagevn ,mit Kalk-, Braun- undflufsspath, Bleiglanz u.s. w.