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Systematisch-tabellarische Uebersicht und Charakteristik der Mineralkörper
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K.i a s s e IV. Äfetallft

Gatt

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7. Fahlerz. (1*4)

Farbe.

KrjstaJlform.

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Dunkel oder liclite-stahlgrau , dem Eisen-schwarzen u. dem Blei-grauen sich nähernd ;selten bunt mit Stahl-favben oder pfauenschweifig angelaufen.

Einfache dreiseitige Pyramide, vollkommen, sämmt-liche Kanten, oft auch die Ecken abgestumpltoder

auch

gen, spiegelicli;Blättchen.

8. Graugültigerz. ( 1 15)

Eisenschwarz, zuwei-len dem Stahlgrauen sichmehr oder weniger nä-hernd. Zu weil, schwärz-lich, seltner speifsgelboder bunt angelaufen.

fiächigglänzendendem Wenig-wech-

die Seitenkanten schwach, oft auch so stark zuge-schävft, dals bei der Berührung der Zuschärfungs-die Seitenflächen verschwinden die Spitze, auchdie Kanten der Zuschärfung schwach abgestumpltdie Seitenkanten zugeschärft und sämmciiche Eckenmit drei, auf die Seitenflächen , seltner auf die Sei-tenkanten, aufgesetzten Flächen, meist flach, zugespitzt;zuweilen die Spitzen, auch die Kauten d^r Zuspit-zung stärker oder schwächer abgestumpft; oder dieEcken abgestumpft oder zugeschärft, die Zuschär-fungsflächen theils auf die Seitenkanten, theils auf dieSeitenflächen aufgesetzt; dreiseitige Doppel - Pyramide,die Seitenflächen der einen auf die der andern aufge-setzt, meist flach, die Seitenkanten, so wie zwei Ek-ken abgestumpft, die dritte Ecke mit drei, auf dieSeitenflächen der untern eingewachsenen Pyramideaufgesetzten, Flächen zugespitzt; vierseitige Doppel-Pyramide ; dreiseitige Tafel, die Endflächen zugeschärft(Uebergang aus der einfachen dreiseitigen Pyramidemit stark abgestumpfter Spitze); rechtwinkliche vier-seitige Säule, niedrig und vollkommen, mit zweibreiten und zwei schmalen Seitenflächen, die En-den mit, auf die breiteren Seitenflächen aufgesetztenFlächen, zugeschärft, die Ecken der Zuschärfung baldwieder zugeschärft, bald abgestumpft, oft auch dieZu-schärfungskanten stärker oder schwächer abgestumpft,

die Enden mit vierilächiger, auf die Seitenflächen aufgesetzter, in eine Schärfe auslaufender Zuspitz

die Kanten und die Schärfe der Zuspitzung zuweilen abgestumpft: sechsseitige Säule, an den Enden

geschärft,mit zwei entgegenstehenden breiteren und vier schmäleren, oder mit abwechselnd breiterenschmäleren Seitenflächen, im letzteren Falle mit dreiflächiger, auf die abwechselnden Seitenkanfengesetzter flacher Zuspitzung (Granatdodekaeder) an einem Ende die Spitze der Zuspitzung, an demdem die drei abwechselnden Ecken, welche die Zuspit/ungs- mit den Seitenflächen bilden, abgestuidoder die abwechselnden Seilen-, so wie die Kanten der Zuspitzungsflächen zugeschärft.. Mittlerer GEhäufiger klein, sehr und ganz klein. Die Tetraeder, bald rechts, bald verkehrt und sowohl einzeln auf-tauch mit den Seiten- oder Grundflächen zusammen-, über oder durcheinanderoewachsen, nicht selten a 'durch ihre Zusammenhäufungen Zellen oder Drusen bildend ; die sechsseitigen^Säulen mit den Seitenflä c!zusammengewaclisen und so zylindrische, in die Länge gestreifte, Säulen bildend ; die Granatdodek 86selten einzeln ein-, häufiger mit den Seitenflächen aneinandergewachsen, auch knospenförmig zusaniiu' 11häuft; die vierseitigen Säulen einzeln eingewachsen, gewöhnlicher mit ihren schmalen Seitenflächen 11penförmig zusammengehäuft; oder kreuzweise durcheinander gewachsen. -

Uebrige

äussere

Gestalten.

Derb,sprengt, ange.

einge-flo-

QberfuicLe

und

Glanz.

Die Seitenflächender Pyramiden theilsglatt, theils rauh,auch schwach in dieLänge gestreift, oderkleindrusig;die brei-ten Seitenflächen dervierseitigen Säulenglatt, die schmalenzart in die Quere ge-streift ; die Seitenfiä-chen der übrigenKrystalle glatt. Aus-sen, Vorzüglich beiKrystallen, vomStark- und Spiegel-

bis

glänaendenselnd. Innen wenig-glänzend u. nur beimuebergange in dasGraugiiltigerz, glän-zend. Metall glanz.

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®>'uch - undBruch, ^gesonderteStücke. '

Uneben H^estimmteckig,grobem Pölich stumpf-kleinem,feinem Ko(und zwar 1steres vonlieh beim g!zenden, letres bei)

Schimmer 1den. Der Vgroben Kcverlauft sielden unvtkommen- 'kleinmuscleiten, derfeinem ndeutlich erden ebenenflachmusekclienbei einUebergang)das Grau ltigerz.

Uebrige

äussere

Kennzeichen.

Dreiseitige Pyramide, vollkommen, oder an den Sei-tenkanten zugeschärft und dabei oft die Kanten derZuschärfung abgerundet, an den Ecken, oder an die-sen und an der .Spitze, mit 3, auf die Seitenflächenaufgesetzten, Flächen zugespitzt; oft beide Modifika-tionen zugleich. Von mittlerer Gröfse und klein.Einteln und paarweise aut-, seltner eingewachsenauch wohl mit den End- und Seitenflächen an-, auf -und durcheinander gewachsen und zellig zusammen-gehäult.

Derb, einge-sprengt, u. ange-flogen.

q. Weifs-Kupfererz.

(it6)

io. Ein noch ttnbe.nanntes Erz. (117)

11. Kupferschwärze.

(n8)

Silberweifs, ins Mes-sing-, und mehr nochins Speifsgelbe fallend.Häufig auf dem frischenBruche aschgrau odergelblich angeiauien.

Vierseitige Doppel - Pyramide, sehr selten.

Derb, einge-sprengt.

Mittel zwischen ku-pferroth u.bieigrau,dochmeist sich mehr demletzten nähernd, zuwei-len äufserlich angelau-fen.

Pech -, bräunlich -,bläulich- und sammet-Schwarz, auch sekwärz-lichbraun.

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12. Kupferlasur,

a. Erdige K. (tijj)

Sclimälteblau, oft insHimmelblaue überge-hend, meist lichte, sel-ten auch dunkelschwärz-lichblau.

Gleichwinkliche sechsseitige Tafel. Mittlerer Grös-se. Mehrere nach gleichen Richtungen zusammen-, auf andere Kupfererze auf-, und mb dcniclbenverwachsen, auch wieder zu etwas dicken Tafelnzusammengehäuft.

Aussen uneben u.angelaufen, sonstauch glänzend undstarkglänzend. DieSeitenflächen derPy-ramiden seltenerglatt, häufiger in dieQuere gestreift,auchgemustert, die Zu-spitzungsflächenglatt. Innen glän-zend. Metallglanz.

Vollkoniifk^timroteckig

u. kleiiimüS^PEkantig.lieh, auch *eben, dem

voll komiD ( ,

Kleinmusd 5eben sich (hernd.

Röthlichbrauner Strich,doch auch bei mehrerenAbänderungen durchdenselben keine Verän-derung der Farbe sicht-bar. Halbbart, zuwei-len dem Weichen nahe.* Spröde.Leicht zer-sprengbar. (In einer be-sonderen Abänderung( Karstens Spiesglanz-Bleierz) weich, aus sehrWeiche gränzend undmilde).

Uebergehen.

Durch dunk-lere Farbe, hö-heren Glanz u.vollkommne-ren umschli-chen Bruch inGraugiil tig-erz. Angeb-lich in weni-gen seltenenAbänderungenauch in Grau-Spiesglanzerz ,auch mit derKupferschwär-ze steht es ineiniger Ver-wandschaft.

Spez. Schwere.

Physische Kennzeichenund

chemisches Verhalten.

Innen wenigg.zend. Metalle!;

;län-Metalfglanz.

Seltner derb,häufiger einge-sprengt und alsUeberzug aufKupferkies, Ku-pferglanz u. s. w-am seltenstenkleintraubig.

Selten derb,meist einge-sprengt, blasig,kleintraubig,aderig und alsUeberzug, zu-weilen auch inzarten Schuppenzusammenge-häuft, oder inkleinen Kugelneingewacli se n.

Die Seitenflächender Tafeln drüsig.

Uneben Wnbestimmleckig,kleinem udemlich stumpf-feinem Kor» anti S-

Uneben Vkleinem u ffeinem Kor* 1

Matt.

Matt, die schuppi-

f en Theilchenimmernd.

Strich unverändert.Weich, oft dem Halb-harten nahe. Spröde.Leicht zersprengbar.

Durch lichte-re Farbe u. ge-ringere Sprö-digkeit sehrselten insSpröd- Glanz-erz, sehr häu-fig u. gewöhn-lich durchmehr stahl-graue I' arbe,Abnehmen anGlanz, m»sch-lichen Bruch ,Härte u. Sprö-digkeit insFahlerz.

Halbhart in hohem

®rade. Spröde.Leicht zersp r egbar.

Eine eildge, sehr sei 1ne,festere,de 1kelschwär^j,lichblaue Vänderung '' jeben von yuemKorne»Erdige iiWgehend.

Staubartige Theilchenmehr oder weniger zu-sammengebacken.Zer-reiblicli. Wenig oderg ar nicht abfärbend.Mager anzufühlen.

Feine, staubartigeTheile, gewöhnlich zu-sammengebacken , dannzerreiblich; manche Ab-änderungen sind zuwei-len schon von einigerFestigkeit.Die schup-pige stark,die übrige we-nig oder gar nicht, ab-färbend.

Die erwäli fi-te, seltene, fe-stere, Abände-rung schein-bar in Kupfer-schwärze.

Angeblich inFahlerz , Ku-pferglanz, Ku-pfer- u.Schwe-felkies.

Schwer.

Wiedemann .

Haüy ,

4,1)648.

Vor dem Löthrohre knistert und zerspringtes anfangs äusserst stark, und schmilzt end-lich zu einem Kügelchen, das einen starkenweifsen Rauch entwickelt, der sich auf derKohle blauüchweifs anlegt, und keinen son-derlichen Geruch von sich gibt. Das zurück-gebliebene eisenschwarze oder stahlgraue Me-tallkorn ist sehr spröde, verbindet sich nichtmit dem Borax, färbt ihn aber gelblich, dassich dem Hyazinthrothen etwas nähert. MitSalpeter gibt es eine Flamme.

Bekannte

Mischung.

Klaproth ,

16,26 Kupfer, 54,5Blei, 16 Spiesglanz,

13.76 Eisen, 2,2Ö Sil-

ber, 10 Schwefel, 2,5Kieselerde. V. 4>7^(Andreasberg.) 4 1Kupier, 0,4 Silber,24,1 Arsenik, 22,5

Eisen , 10 Schwefel.V. 2. (Junge hoheBirke zu Freiberg .)43 Kupfer, o,5 Silber,

25.5 Eisen, 14 -Arse-nik, 10 Schwefel. V.2. (ICröner daseLbst.)

42.6 Kupfer, 0,9 Sil-ber, 27,5 Eisen, i,5Spiesgtauz , i5,6 Ar-senik , loSchwefel.Verl . 2. (Jonas da-selbst.)

(Spiesglanz - Bleierz)

11.76 Kupfer , 42,5Blei, 19>75 Spies-glanz, 5 Eisen, iSSchwefel. V 3.(Alter Segen zuKlaus-

tltal.)

Erzeugnifs

und

Vorkommen.

Sclivver.

Schwer-

Delametherie,

4,5oo.

Mittel zwischenschwer, und nichtsonderlich schwer.

Nicht sonderlichschwer, sich demSchweren nähernd.

Auf der Kohle vor dem Lötluolire knistertund zerspringt es anfänglich, schmilzt aberbald, unter Ausstofsung eines weifsen Spies-glanzrauches, zum Schwarzkupferkorne. Wirddieses mit etwas Salpeter versetzt, so verpufftesstark, und liefert, mit Borax untgesclimolzen,ein reines Kupferkorn.

Im Allgemeinen mehrauf Gängen als auf La-gern, aber beides in sehr Jverschiedenen Gebirgs- *arten der Ur-, Ueber-gangs-, u. Flötzgebirge.In dieser Hinsicht, undweo-en der mannichläl-tigen, auE seinen ver-schiedenartigen Lager-stätten es begleitenden ,Fossilien, mttls es meh-reren Gangformationenangehören, u. selbst seinVorkommen im Urge-birge scheint allein de-ren mehrere, weichesowohl unter sich, alsauch von denen im jün-geren Gebirge verschie-den sind, voraussetzenzu müssen. Mangel anhinreichenden Beobach-tungen über seine ver-schiedenartige Lager-stätten, uni die auf die-sen, ihm zukommenden,Verhältnisse j läfst jetztnoch keine nähere Be-stimmung seiner mehr-fachen Erzeugnisse zu.Von den heim Kupfer-kiese genanntenGebirgs-arten sind, ausser denSteinkohlen, alle übrigeauch hier auzuführen ,11. sonst ist noch dieje-nige seiner Formationenbesonders merkwürdig,nach welcher es sich i 11dem älteren Flötzkalk-gebirge findet._

Braunkalke

Vor dem Löthrohre und beim Rüsten gibtes einen arsenikalischen Rauch und Geruchvon sich, und schmilzt endlich zu einer grau-licliwarzen Schlacke.

Klaproth, Auf Gängen im Gneifs ,

oi,36 Kupfer, i4>77 ;Porp'iyr-, Sy<nit- undSilber , 34,09 Spies- (Jrauwackengebirge , V.glanz, 3,3 Eisen, n,5 brauner u. gelber Bien-Schwefel, o,3 Thon- | d Bleiglauz, Fahlerz ,erde. V. 4,63 (Krem- ' Kup r er ° Schwefelkies,nitz.) . 37,75.Kiipter, g ^ _ Eisen-tein und22Spiesglanz 5Zlnk, igem Bra.

3,25 Eisen, 2b Schwc- begleitet,fei, 0,2.5 Silber und wBraunstein. V. 5.76.

(Krystall. v.Kapnik.)

3 q Kupfer, 19,0 Spies-glanz, 7,5 Eisen, 6,a5Quecksilber , 26

Schwefe], V- 1,75.

(Derbes v. Porilsch.)

Kupfer, Spiesglanz ,

Eisen und Schwefelsind nach diesen undand. Analysen Klap-rotlis die wesentli-chen Bestandtlieiledes Graugültigerzes.

Nach Henkel ent-hält es 0,40 Kupfer,nebst Arsen. (Schwe-fel) und Eisen.

Obgleich das seltensteKupfererz, dennoch so-wohl auf Lagern als aufGängen, aber wahr

______schein'ich, blos, oder

doch vorzüglich, im Urgebirge, unter andern imGneifseund schiefrigen Talke. Seine häu-fige Verwechslung mit Kupferglanz, Fahlerz u. Arsenikkies macht es jetzt noch unmöglich,über seine Erzeugung bestimmt etwas anzugeben. Wo es unleugbar angecroffen wurde , ge-hörten Kupferkies, Kupferglanz, weniger Kupfergrün und Fahlerz, zu seiner vorzüglichenBegleitung^

Vor dem Löthrohre schmilzt sie mit ei-nem, nach Schwefel riechenden, Rauche, zu ei-ner Schlacke, die den Borax grün färbt. InSalpetersäure löst sie sich, unter Brausen, mitgrüner Farbe auf.

Vor dem Löthrohre wird die Kupferlasurschwarz, ist aber für sich unschmelzbar.(Die dichte schmilz! im Lebensluftstromemit grüner Flamme, zu einem glanzenden Ku-pferkorne.) Den Borax färbt sie mitAulbrau-sen grün. In Salpetersäure löst sie sich un-ter Efferveszenz mit giüner Farbe auf.

Sie soll 0,40o,5o Kupferox., Ei-sen , vielleicht auchSchwefel enthalten-

Kirwan ,

Auf und in einem Ge-menge von Kupferglanz,Kupferkies , Arsenikkiesu. Quarz einzig bei Tin-croft in Kornwallis ge-funden.

In Begleitung r. andernKupfererzen, vorzüg-lich bei und auf Kupfer-glanz, Kupferkies, Fahl-erz, Malachit,'Kupfer-grün undKupferlasur.

Häufig

69 Kupfer, 29 Koh- SQ ldea ^lensättre, 2 Wasser.

mit deraber aohne sie undbeiden Fällen gewölieh mit Malachit, igelerz, KupferglaiRotli- Kupfererz , Ipferkies, Fahlerz, oc,gen Braun - Eisenste11. s. w , auch ohnedere Erze auf verscldenen Erd- u. Stejn-Gebirgsarten, wieGranit, Gneifs , Gl:nt erscliie fer,IIornblengestein, Mergel, BarQuarz,Kalk- u, Sands!

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