IFÜIF UM BMISÄOT TAFEL, B.
LEBEN DER ALPENSPITZEN UND MEERESTIEFEN
IN ÜBER 10000 FUSS HÖHE UND ÜBER 10000 FUSS TIEFE.
Der einfache Anblick dieser Tafel ergiehl, dass die Lebensformen in diesen bisher für durchaus lebensfeindlich gehaltenen Extremen keineswegs fehlen, noch im Verhäilniss zn
allen übrigen verkümmert, dass sie wohl aber auffallend kräftig und eigenlhümlich sind.
A. ALPENLEBEN.
Das Material ist von den (iebriideni D. D. Schlagintvveit 1851 sorgfältig gosammol!.
I.
ALPENLEBEN DER M0NTE-R0SA-SPITZE. 14284 Fass Höhe.
Monatsberichte der Berliner Akademie der Wissenschaften 1853 S. 3)5—333, 3f>3, 525—533.
Vergrösserung 300 mal im Durchmesser.
Polygastern: I Fig. 3. Gallionella granulata? ß maxima.
Fig. 1. Eunotia amphioxys. | * 4. = tenerrima.
* 2. Fragilaria Rhabdosoma. |
II.
ALPENLEBEN DER VINCENT-PYRAMIDE DES M0NTE-R0SA. 1 1770 Fuss Höhe.
Vergrösserung 300 mal im Durchmesser.
Polygastern:
Fig. 1. Difflugia Seminulum.= 2. Eunotia amphioxys.
=3. * Monodon.
Fig. 4. Gallionella procera.* 5. Navicula nivalis.
= 6. Pinnularia borealis.
III.
ALPENLEBEN DES WEISSTHORPASSES AM M0NTE-R0SA. 11138 Fuss Hohe.
Monatsberichte der Berliner Akademie der Wissenschaften 1853, s. oben.
A. Massenansicht der abgeschlemmten Formen bei 100 maliger Vergrösserung im Durchmesser.
Diese Massenansicht ist noch dadurch bemerkenswert!!, dass die Formen, nach fast 2jährigem Fortlehen in trockner Erde, vomAugust 1851 bis Mai 1853, in Berlin lebend beobachtet und vorgezeigt worden sind. Viele dehnten sich im Wasser zwar aus, bliebenaber todt, viele andere dazwischen zeigten vollständige Lebensthätigkeit, krochen kräftig umher, wirbelten, kauten und legten Eier. Diedargestellte Menge in einem und demselben Gesichtsfelde des Mikroskops ist nicht absichtslos noch übertrieben.
a. Milnesium alpigenum n. sp.; b. Macrobiotus Hufelandii, abgestreifte Haut mit glatten Eiern erfüllt; c. Echiniscus Arctomys;d. Echiniscus Suillus; e. f. Callidina scarlatina (je 8 Zähne) n. sp. lebend; g. dieselbe wirbelnd; h. i. k. dieselbe lodt ausgedehnt-l.m.n. Callidina rediviva (je 2 Zähne) todt; o. p. Callidina alpium n. sp. von oben; q. dieselbe von der Seite; r. Anguillulaecaudis; s. Stachliges Ei, wahrscheinlich vom Milnesium alpigenum.
Die folgenden nnmerirten Figuren sind 300 mal vergrüssert.
Fig. 7 Callidina scarlatina, sich ausdehnend.
= 8. = = kriechend, s. Massenansicht e. f.
= 9. ^ = wirbelnd, s. Massenansicht g.
= 10. Kiefer und 8 Zähne der Callidina scarlatina.
= 11. Callidina alpium, Umriss.
= 12. = = vom Rücken.
= 13. = = von der Seite, s. Massenansichl o. p. g.
= = = rediviva, s. Mass^nansicht l.m.n.
Fadenwürmer:
= = Anguillula ecaudis, s. Massenansichl. r.
Bärenthierchen (Xenomorplnden):
Fig. 1. Milnesium alpigenum, s. Massenansicht a.s= 1.* Die Nebenkrallen der 4 Hinterzehen und aller Zehen desselben,s 2. Echiniscus Suillus, s. Massenansicht d.
*3. s Arctomys, s. Massenansicht c.
s 4. s Victor.
= 5. = altissimus.
* * Macrobiotus Hufelandii, s. Massenansicht b.
* * Stachliches Ei, s. Massenansicht s.
Räderthiere:
= 6. Callidina scarlatina, eiförmig zusammengezogen.