IX.
MELONIENKALK. SINTER-OOLITHKALK. DRÜSIGER OOLITHMERGEL. EUROPA .
Monatsberichte der Berliner Akademie der Wissenschaften 1843 S. 105.
A. Gelber Melonien-Jurakalk vom Kaiserstuhl . Baden. Massenansicht in natürlicher Grösse. Die Körner sind gleichförmigund dazwischen liegende andere Körper sind ohne Kalküberzug. B. Gelber Melonien-Jurakalk von York , England.Massenansicht mit A. Grösse der Körner gleichförmig, dazwischen liegende andere Körper ohne Kalküberzug. Es sind nureinige frei zwischenliegende Formen in natürlicher Grösse dargestellt und unten verzeichnet. C. Brauner Melonien-Jura-kalk von Bath , England. Wie Voriges.
D. Weisser Sinter-Oolithkalk von Frankreich . Massenansicht in natürlicher Grösse. Die Körner sind ungleich an Grösse
und Form. Alle Bestandtheile haben einen schaligen Kalküberzug und einen organischen -oder anorganischen Kern. Die kleinesehr charakteristische aufbewahrte Probe ist mir 1843 durch Hrn. Alex. v. Humboldt übergeben worden. Die nähere Bezeich-nung ist bei mir durch Zufall abhanden gekommen. Die Einschlüsse sind kleinen Paludinen sehr ähnlich, daher die Massewohl eine Süsswasserkalkbildung = Erbsenstein. Von Paris ?
E. Böthlich grauer Rogenmergel von Bernburg (Harz ). Drüsiger Oolithmergel. Massenansicht in natürlicher Grösse. Grösse der
Körner höchst ungleich. Alle Zwischenräume der grossen Körner und Kugeln mit immer kleineren gefüllt. Die Kugeln überallohne Kern, oder nur mit secundärem Kalkspathkern. Salzsäure löst Kalk mit Brausen auf und lässt einen mittelfeinen Quarz-sand und Thonmulm nicht als Kern, sondern als Mischung zurück. Es sind drüsige Letteumergel-Kugeln, weder Erbsensteine,noch Morpholithe.
Die alten Oolithe von Gothland haben grosse und sehr kleine Körner bei einander und haben einen feinen Thorf-gehalt in der Mischung. Sie gehören daher in diese letzte Abtheilung. Ausserdem giebt es noch Rollsand-Breccien vonRogenstein-Form. S. Tafel XXXIY. X. A. Alle diese Bildungen erscheinen in jüngeren und älteren Erdschichten.
A.
Polythalamien:
Fig. 1. Borelis (Melonia) sphaeroidea 1842.
2 1
3 1 * ^ QuerschnitL
Vergr. 20 mal.
B.
Polythalamien:
* 1. Nodosaria —?
= 2. Textilaria —?
Entomostraca:
= 3. Cypris?
Natürl. Grösse.
C.
Mollusken:
Fig. 1. Trochus (Pleurotomaria ?).
Radiaten:
= 2. Pentacrinites Micranthus, Stielwirbel.
= 3. * = Armwirbel.
= 4. 5. 6. Echinenstacheln.
Alles in natürlicher Grösse.
D.
Mollusken:
* 1. Paludina?
* 2 . . ?
Zoolitharien:
Fig. 3. Goniostylis.
Anorganisches:
= 4. Quarzsand als Kern.
= 5. Ungeöffnetes Körnchen.
Sinterschalen.
E.
Anorganische Formen:
= 1. Strahlige und concentrisch schalige
kernlose Crystalldruse.
= 2. Nach Auflösen des Kalkes zurückblei-
bender Sand und Mulm der Mischungbei 300 Vergrösserung.
Monatsber. der Berl. Akad. der Wissenschaften 1842 S. 273., 1843 S. 106.
Die Genera sind erkennbar, die Species oft unsicher.
A. Weisser mürber Bellerop honten-Kalk von Witegra am Onega-See . IIelmersen. Massenansicht in natürlicher Grösse.
B. Gleiches Gestein von Graf Kayserling und Prof. Blasius. Einzelformen. C. Melonien- und Alveoli nen-Horn-( stein des Bergkalks der Pinega (Dwina ), Archangel. Helmersen. Massenansicht. D. Melonien-Hornstein des Berg-
kalks von Witegra: Kayserling und Blasius. Massenansicht vom Rande einer Spalte. Schwaches Brausen mit Säure;Verkieselung fast vollendet. Im Innern ist der feste Stein fast vveiss.
Ausserhalb des Kreises 10. 1 ist Borelis Melo vom Karst bei Triest zur Vergleichung gestellt. Fig. 1. Borelis (Me-lonia) Melo. a. b. natürliche Grösse, c. d. Seitenansicht, Endansicht, e. f. Querschnitte.
A.
Polythalamien:
Fig. 1—4. Textilaria Palaeotrochus
in natürlicher Grösse und 4 malvergrössert.
Bryozoen?:
s 5—6. Ceriopora?, natürlich und 4malvergrössert.
B.
Mollusken:
Fig. l.a. h. c. Euomphalus? nanus, natürlich
und 4 mal vergr.= 2. a. b. c. = ? inversus, natür-
lich und 4 mal vergr.
C.
Polythalamien:
= 1. Borelis princeps, natürl. Grösse.
= 2—4. ■= = 4 mal vergr.
Fig. 5. Alveolina monlipara.
a. natürl., b. 4 mal vergr.L).
Polythalamien:
= 1. Borelis sphaeroidea? 1842, natürl.Gr.
* 2 —4. = = 4 mal vergr.
s 5 — 6. * constricta, natürlich und 4 mal
vergrössert.
= 7. Alveolina prisea 1842.
= 8—9. * * 4 mal vergr.
XI.
HORNSTEIN DES BERGKALKES VON TULA . RUSSLAND . EUROPA .
Monatsberichte der Berliner Akademie der Wissenschaften 1843 S. 79. 100.
A. Massenansicht eines braunen Hornstein-Geschiebes mit Spirifer Mosquensis (a) als Stempel. B. Geschliffnes Täfelchen davon in natür-licher Grösse. C. Dasselbe 4 mal vergrössert. D. Ein mittlerer Theil desselben 32 mal vergrössert hei durchgehendem Lichte.
Die folgenden Eiiizelfonnen sind sämintlich 32 mal vergrössert.