Band 
[Zweiter Theil.]
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EUROPA . AFRIKA . ASIEN . AMERIKA .

ORGANISCHE AUSWÜRFLINGE DER VULKANE.

VULKANISCHE ASCHE , SAND , STAUB, SCHLAMM, MOYA, TUFF, PALAGONIT, ESSBARE ERDE, PHONOLITH-RINDE, BIMSTEIN, SCHAUMSTEIN, POLIRSCHIEFER

KÜNSTLICH GEGLÜHTE, GEFRITTETE UND GESCHMOLZENE BIOLITHE ZUR ERLÄUTERUNG.

Vergrösserung überall 300 mal im Durchmesser.

A.

BIOLITHISCHE OND GEMISCHTE SÜSSWASSER-ADSWÜRFLINGE: PTR0BI0L1THE.

Monatsberichte der Berliner Akademie der Wissenschaften 1844 S. 324. 1845 S. 152, 1846 S. 207.

Die Nummern IV umfassen Erläuterungen vulkanischer ausgedehnter Gebirgsmassen aus der Eifel und vom Rhein . Nr. IIII stellen die schichtenweis mit polygasternhaltigenTüllen (ßimsteinconglomeraten) abwechselnden reinen Polygastern-Lager am Vulkan Hochsimmer dar, welche, auf Grauwacke gelagert, bei den Schurf-Untersuchurigen des königl. Oberbergamteszusammen eine Mächtigkeit von 183 Fuss gezeigt haben. Der mit Bimsteinbrocken ganz erfüllte Trass von Brohl bildet Bergzüge von über 800 Fnss Höhe. Der obere Rand des l.ummerfeldes,von wo der Trass-Auswurf vermuthet wird, liegt in 874 Fnss Höhe. Der Trass des Siebengebirgs ist von geringer Mächtigkeit.

i. POLIRSCHIEFER VOM EIFEL -VULKAN HOCHSIMMER.

Monatsberichte der Berliner Akademie der Wissenschaften 1844 S. 329. 338. 339. 1845 S. 138. Tabelle Nr. 9. 19. 22.

A. Massen-Ansiclit des weissen Polirschiefers am östlichen Fusse des Hochsimmer, Nr. 9. 22. der Tabelle von 1845 S. 138. Fig. 1. Pinnulariaviridula, 2. I*. viridis, 3. Discoplea comta, 4. Eunotia Monodon (1845), 5. Fragilaria Rhabdosoma?, 6. Spongolithis quadricuspidata.ß. Massen-Ansicht des weissen Kieselmehl-Lagers aus Polygasternschalen ebendaher, Nr. 19. der Tabelle von 1845. Die überwiegendmassebildende Form ist Discoplea comta, deren einige auf ihrem Rande stehen. Die Scheidelinie unterhalb sondert eine Gruppevulkanisch veränderter, gefritleter, Formen ab, worunter 6eckige (den Sodalitcrystallen ähnliche) und ganz geglättete.

ii. ORERE LAGE DER RIMSTEIN-CONGLOMERATE AM HOCHSIMMER. A.

Monatsberichte der Berliner Akademie 1845 S. 133.

Massen-Ansicht. Die reich mit grossen Polygastern gemischte Schicht enthält rundzeiligen feinen Bimsteinstauh mit oft wohlerhaltenenoder nur wenig veränderten Thierschalen. Fig. 1. Pinnularia viridula, 2. P. viridis fragm., 3.4. Eunotia gibba, 5. E. gihherula,6. E. longicornis?, 7. Navicula Silicula, 8. Fragilaria birostris, 9. Cocconels fmnica?, 10. Cocconema lanceolalum.

m. UNTERSTE LAGE DER RIMSTEIN-CONGLOMERATE AM HOCHSIMMER. R.

Monatsberichte der Berliner Akademie 1845 S. 133.

Massen-Ansicht. Diese Tuff-Lage ist vorherrschend ein kurzzelliger Bimsteinstauh mit vielen meist verbogenen, und theilweis geglättetenKieselschalen von Polygastern erfüllt. Fig. 1. Pinnularia Digitus, 2. P. viridula, 3. Eunotia gihherula, 4. Discoplea comta in ver-schiedenen veränderten Formen.

, iv. RIMSTEIN IM TRASS VON RROHL. SCHAUMSTEIN.

Monatsberichte der Beil. Akad. 1844 S. 337. 1845 S. 135. 148.

Die Darstellung ist ein aus 3 Gruppen zusammengesetztes Bild aus Ansichten innerer Theile der Bimsteinknollen, deren feines kurzzeitigesGlasgewebe viel zu fein erscheint, als dass die grossen Kieselpanzer der Polygastern später als bei der unmittelbaren Bildung desSchaumsteins hineingekommen sein könnten. Fig. 1. Pinnularia viridis, 2. Eunotia amphioxys, 3. Dieselbe Art in anderer Lage.Daneben noch ein Fragment einer Pinnularia.

v. BIMSTEIN IM TRASS VOM SIEBENGEBIRGE . SCHAUMSTEIN.

Monatsberichte der Berliner Akademie 1845 S. 148.

In den mir 1845 zugesandten Proben wurde einigemale Discoplea comta zwischen den Glaszellen erkannt. Es ist nicht unmöglich, dasssolche isolirte kurze Zellen auch aus rundlichen Polygasternschalen durch Hitze (Fritten) gebildet werden.

vi. BIMSTEIN AUS VULKANISCHER BOMBE VOM KAMMERBÜHL. BÖHMEN .

Monatsberichte der Berliner Akademie 1844 S. 337.

Massen-Ansicht des grosszeiligen, aber nicht langzeiligen, umschlossnen Bimsteins, in dessen Mitte ein ziemlich guterhaltenes Fragmentder Pinnularia viridis, und links noch ein viereckiger kleiner Körper liegt. Es war eine wallnussgrosse rundliche schwarze Schlacke,welche beim Zerschlagen der eisenhaltigen Rinde einen weissen Bimsteinkern enthielt, der locker war. Andere, zum Theil biseinen Fuss grosse, Bomben enthielten beim Zerschlagen Quarzstücke oder Stücke von Glimmerschiefer.