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Der Querschnitt der Sparren war 0 m ,12 zu 0 m ,075, der Stuhlsäulen 0 m ,14 zu0 m ,075. Die Tragbänder und Spannriegel hatten O m ,10 zu O m ,075.
Taf. XV. — B o gen gesp är r e Nr. 9. Verbindung des Bogens. Nr, 2 mitdem einfachen Gespärre Nr. 8 mittelst 9 verticaler Zangen, wodurch ein Systemvon Gespärren entsteht, was von dem der Reithäuser zu Libourne , Saumur undAire nur darin abweicht, dafs die Zangen vertical und die Ständer etwas gegendas Innere geneigt sind.
Taf. XVII. — Bogengespärre Nr. 10. Das Vorhergehende, nur dessenStuhlsäulen um 0 m ,65 verkürzt.
Taf. XVIII. — Gespärre Nr. 11. Dieselben Dimensionen wie Nr. 10,aber die Zangen anstatt vertical, normal auf der Krümmung des Bogens.
Tafeln XIX. und XX. — Gespärre Nr. 12 und 13. Werden erhalten, wennman in den Gespärren Nr. 9 und 10 die Bögen aus gebogenem Holze durch dieBohlenbögen nach Philibert de l’Orme , Nr. 5 und 6, ersetzt.
Taf. XXL — Zusammengesetztes gerades Gespärre Nr. 14. Daseinfache Gespärre Nr. 8, wie cs die Figur zeigt, verstärkt.
Taf. XXII. — Zusammengesetztes gerades Gespärre Nr. 15. Indem vorhergehenden und in diesem Systeme hat man den Bogen durch geradeStücke zu ersetzen gesucht, welche bei geringerer Masse und geringerem Preiseeinen gröfseren Widerstand leisteten. Das Gespärre Nr. 8 war nur für den Zweckder Versuche bestimmt, um das Resultat augenscheinlich zu machen, was bei derErsetzung eines Bogens durch gerade Stücke erhalten wurde. Das Gespärre Nr.15 kann mit einigen leichten Verbesserungen, um ihm mehr Gefälliges zu geben,ausgeführt werden. Ein Versuch, diese Verbesserungen anzubringen, ist in derZeichnung des Gespärres auf Taf. XXIV. gemacht.
Dies wäre Alles, was augenblicklich über die den Versuchen unterworfenenBögen und Gespärre zu sagen nöthig ist. Später wird sich Gelegenheit finden,ihre Zusammensetzung näher zu erörtern. Um ihre Beschreibung zu vervollstän-digen, bleibt nur noch übrig, eine Uebersicht der bei jedem zu seiner Constructiongebrauchten Holz- und Eisentheile und eine Vergleichung des Preises des Cubik-meters von jedem Systeme zu geben.
Nicht überflüssig wird es sein zu bemerken, dafs das Holz, aus dem die Bö-gen und geraden Gespärre hergestellt wurden, durchweg Tanne aus den Vogesen war. Dies Holz ist weifs, sehr zart, fettig und schwammig mit sehr groben Fa-sern und von nicht sehr gleichartiger Textur. Je nach dem Grade der Austrock-nung beträgt seine Dichte (Gewicht eines Cubikmelers) nur 440 bis 450 Kilog. Einviereckiger prismatischer Stab aus diesem Holze, von 0 m ,25 Querschnitt, zerreifst,wenn er durch ein Gewicht von 312 500 k nach der Längenrichtung gezogen wird.Derselbe Stab von l nl Länge, dehnte sich um 0 m ,0001ti aus, wenn eine Belastungvon 10 000 k an seinem äufsersten Ende angebracht wurde.