Tab. I.
Tab. I.Fig.i.
Fig. 3 .
Fig- 3 *
Fig. 4.
Fig. f.
Fig. 6.Fig. 7.
Fig. 8-
Fig- 9 -Fig. 10.
Fig. 11.
Fig.11.Fig. 12.
§.z.
§» 3 .Nothwendig-keit der Gco-cir-schenfundamento -
Fig. i?*
K- 4 '
Pisuttum» Li-ica.
§. s.
Linea recta.§. 6 .Linea curva.
§. 7 -
Linea mixta.
L.8.
l inea paral-lela.
§- 9 .
Linea perpen-dicularis.
§. 10 .Linea hori-zontalis.
§. II.
Linea perpen-dicularis.
§. 12.
Linea obliqua.
5 . 13 .
Latus, Seite.
5.14.
Kalir.
§. Is.
Angulus,
fWinckel.
§. 16.
Crus anguli,
Echenckel.
§. 17.
Vertex anguli.
§.18.
Kennzeichen
deö Verticis.
) V c
CAPUT I.
Bon unterschiedlichen Leomernschen Termini
und Aufgaben.
Er sich dieses Tmctats bedienen will/ muß nothwendigeinige Sachen aus der Geometrie, in specie aus der Eu -thvmetrie wissen. Es werden zwar schon viele / so zurGnomonica Belieben tragen, in der Geometrie verirretseyn,doch können auch wohl deren einige gefunden wer-den,die nichts von derselben wissen, denen zum Nutzen in diesem Capiteetliche Geometrische Termini explioret und einige Problemata solvi-rer werden sollen, welche ihnen bey Durchgehung dieses Tractars gutwerden zu statten kommen.
Was ein Punct: und eine Linie sey, will philosophice hier nicht erklären, nurgedenckm, daß die Linien., nach der verschiedenen Fortziehung, auch unterschiedeneBeynahmen bekommen.
Linea recta oder gerade Linie ist, welche gerade vor sich gehet und keine Bie-gung macht, wie Fig. 1. Tab. I. zu sehen.
Linea curva oder krumme Linie ist, welche zwischen ihren beyden Enden sich Un-terwerks oder überwerts bieget, wie Fig. 2. vorstellet.
Linea mixta oder gemischte Linie ist, welche zum Theil gerade vor sich gehet,und zum Theil sich bieget, Fig. 3.
Linea parallela oder Parallel -Linie ist, welche von einer andern Linie immergleich weit abstehet. Also ist die Linie a b. Fig. 4. eine Parallel- Linie, zu der Liniec d. und vice versa.
Linea perpendicularis ist eigentlich diejenige Linie, welche gerade herunter ge-het, so wie eine Bley-Schnur hanget. Fig. s.
Linea horizontalis ist eigentlich diejenige Linie, welche so stach fort streicht, wiedie stehende Flache eines Wassers ist. Fig. 6.
Oefters wird auch diejenige Linie Fig. 7. cd. eine Perpendicular. Linie,welcheauf eine andere Linie a b. dergestalt gesetzt wird, daß sie sich nicht mehr zu der einen, alszu der andern Seite der Linie a b. neige, es mag nun auch die Linie a b. einen Situmoder Stellung haben, wie sie wolle, also heißt denn auch die Linie e f. Fig. g. in An-sehung der Linie g h. eine Perpendicular-Linie, weil sie sich nicht mehr zu der einen,als zu der andern Seite der Linie g h. wendet.
Linea obliqua oder schräge Linie ist diejenige, welche weder perpendicular nochhorizontal ist, Fig. 9. In specie aber wird diejenige Linie 2 b. Fig. 10. die aufeineandere Linie c d. so auftrifft, daß sie sich mehr zu der einen, als zu der andern Seiteneiget, Linea obliqua genennet»
Latera oder Seiten sind Linien, welche eine Figur umsch liessen, also ist ab. ander 11. Fig. ein Latus oder eine Seite.
Labs oder Grund-Linie ist eigentlich diejenige Seite, worauf eine Figur gleich-sam stehet, als in der 11. Fig. die Seite c d.
Angulus oder Winckel ist die Oeffnung zweyer Linien a b. und bc. Fig. 12.welche in einem Punct als hier in b. zusammen kommen.
Crura anguli oder Schenckel des Winckels sind die eigentliche Namen dererbeyden Linien, welche den Winckel machen, also a b. einCrus, und b c. ist das an-dere Crus anguli.
Vertex anguli ist der Punct b. wo die beyden Crura zusammen stossen.
Nota. Man bemercket a l’ordinaire einen Winckel mit drey Buchstaben, undunter diesen dreyen Buchstaben zeigt der mittelste allezeit den Verticem an, zum Exem-pel, wenn es heißt in der 1; . Fig. der Winckel a b c. jb wird der oberste Winckel ver-standen,