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Gnonomica fundamentalis et mechanica, worinnen ... allerhand Sonnen-Uhren ... entworfen und mitgetheilet / von Johann Friedrich Penther
Entstehung
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CAPUT II.

Tab. 1 .

Nach gewissen Gradibus einen Winckel zu zeichnen. Fig. 31.

Wir wollen setzen der Winckel soll 52. Grad halten, so macht man die Linie ä 5 .als den einen Schenckel des Winckels. Aus d. wird ein Grad-Bogen gezogen, dereben so eingetheilet wird, wie erwan der Bogen in der 29. Fig. nehmlich erstlich in 6.Theile, da man denn die Grad 10.20.30.40. so.60. dazu setzen kan. Das 8patiumnun zwischen 50. und 60. wird in 10. einzele Grad getheilet, da man denn sehen kan,welches der 52. Grad ist, und durch diesen ziehet man den andern Schenckel d e. soist der verlangte Winckel gezeichnet.

Mit dem so genannten Transporteur lasst sichs noch besser practicixen, entwe-der eines Winckels Gradus anzuzeigen, oder nach gewissen Gradibus einen Winckelzu reissen.

Zum Exempel, man wollte wissen, wie viel Grad der Winckel g h i. Fig. 32.halte, so legt man den Transporteur an dem einen Schenckel des Winckels, als alhieran h l. dergestalt an, daß das Gentrum des Transporteurs an des Winckels Ver-tice h. zu liegen komme, so wird man gleich sehen, unter welchem Grad der Schen-ckel K g. weglaufe, als alhier unter dem 54. welches denn die Anzeige ist, daß derWinckel g h i. 5-4. Grad halte.

Soll ein Winckel nach gewissen Gradibus gezeichnet werden, zum Exempel manwollte einen Winckel von p.Grad haben, so ziehet man eine Linie l m. Fig. 33. legtden Transporteur an dieselbe, daß des Transporteurs Gentrum an der Linie EndeI. zu liegen komme, hierauf macht man oben am Kranz des Transporteurs bey demp. Grad einen Punct k. nimmt darauf den Transporteur weg, und ziehet aus l.eine Linie nach k. so istk 1 m. der verlangte Winckel von p. Grad.

Dieses mag denn genug aus der Geometrie seyn, so zu diesem Tractat erfor-dert werden dörfte, wende mich also zu der Gnomonica selbst.

§. 42.

§.42.

Einen Win-ckel nach ge-gebenen Ura

d.bus JU

zeichnen.

5.43.

Gebrauch des

Transpor-

tcu r s

§. 44.

Die

eines Win-ckels anzu-zeigen.

! §* 4 t.

Einen Win-ckel nach ge-wissen tirad]bur zu zeich-nen.

§. 46.

CAPUT II.

Vom eigentlichen Ursprung der Nonnen - Uhren

und dem dabey vorkommenden Waupt Grunde der

Gnomonioe, nehmlich von der Stellung des Weisers.

leil die Sonne unter allen Planeten der ansehnlichste ist, soschreibet er gleichsam denen übrigen Planeten Gesetze für,wie sich denn auch unser Erd-Kreis nach derSonnm-Lauflediglich richten, und seine Jahre und Tage eintheilen muß.Was die Stunden anbelangt,so ist zwar deren Eintheilunq unterschie-den, wie denn einige Völcker Tag und Nacht in 24, andere in zwey-mal 12. Theile oder Stunden eintheilen; Und zwar sind von der ersiern Sorte viel, so die erste Stunde von der Sonnen Aufgang an zeh-len« Von der andern Sorte wird täglich vom höchsten Stand derSonnen, oder vom Mittage, der Anfang der Nachmittags-Stundm,und von dem tiefsten Stand der Sonnen, oder von Mitternacht, derAnfang der Früh - Stunden gerechnet.

Sonst wollen diejenige, so 24. Stunden zehlen, den Vortheil ha-ben, daß sie nickt dazu letzen dörfen, ob es Abend- oder Morgen-Vor-mittags- oder Nachmittags Stunden sind, da wir, weil wir zweymal12. Stunden zehlen, gemeiniglich dazu setzen müssen, z. E. 8. UhrAbends, 5.Uhr Morgens, 11. Uhr Vormittags, s.Uhr NachmlttPs.Da hingegen wir bey Schlaa«Uhren,wenn wir mehr als 12. Schlageund gar bis 24. zehlen müßten, unö leicht verzehlen könnten, welches

B bey

s.47.

Stunden-Eintheilungist verschie-den.

§.48.

Fig. 31.

Fig*

Fig. 33.

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