CAPUT VII.
%
Tab.XIL
Fig. 6.
K. 226. ! Z2
_ Was es nun vor Beschaffenheit gehabt mit Zeichnung und Austragung der F)e-clinirenöcn Uhr, so auf die Mauer-Seite abcd. Fig. 1. gekommen, eben so ver-fähret man mit der Uhr, so auf die Mauer - Seite e f g h. Fig. 1. kommen soll.wie denn Fig. 3. die Zeichnung und Fig. 6. einen Bogen Papier vorstellet, woraufdie sub Fig. 3. gemachte Zeichnung getragen worden, um sie von dem Bogen Pa-pier desto füglicher auf die Mauer bringen zu können.
§. 227.
Ein unterscheid zeiget sich zwischen der 2ten und z ten Fig. nehmlich die Lange der‘ Basis des recht - winckelichten Drey-Ecks s d Fig. 4. ist in der 2ten Fig. an der Linie c s.aus s. in d. dergestalt gesetzt, daß sie mit der Linie c s. einen rechten Winckel mache.In der zten Fig. aber ist sie auf die Linie c c. aus r. in x. gesetzt.
Die Ursache ist diese: Wie man die Abweichung der Wand abcd. Fig. 1.gesucht, hat man gesehen, daß die Weiser oder 12. Stunden--Linie der Horizontal-Uhr mit der Abweichungs-Linie s v. einen rechten Winckel mache, da hingegen dieAbweichungs-Linie rx. der Wand e f g h. Fig. 1. mit der 12. Stunden-Linie derHorizontal -Ul)r parallel laufe, daher denn auch die Linie 5 d. Fig. 2. mit der Linie8 c. einen rechten Winckel machen, und die Weite $ d. aus t. in X. Fig. 3. aufdie Linie t c. gesetzt werden müssen.
§.228.
Weiser Stel-lung wie§.22z.
Was hier die Stellung des Weisers betrifft, geschiehet sie eben, wie §.223. ge-wiesen worden,mau sucht erstlich die Linie,worüber derWeiser stehet,wenn man aus demCentro und Horizontal- Uhr die Linie x r. dergestalt an die Linie a f. ziehet, daß siemit der Linie a 5 . rechte Winckel mache, aus r. ziehet man nach e. die Linie e r.'welches dieselbe ist, worüber der Weiser zu stehen kommt. Setzt man nun auf dieseLinie ad angelum rectum die Linie r 8. so lang als die Linie r X. ist, so zeiget dieseLinie die Erhebung des Weisers über die Linie r e. an.
§. 229.
Die Austragung dieser Uhr auf Die Mauer wird vorgenommen, nach der im§.224. gegebenen Anleitung.
Fig- 7 *
§. 230.
5.231.
Desgleichen regulirt sich die übrige Einrichtung des Weisers, nach der §.225.gegebenen Anweisung.
Dieses wäre was von veclim'rendenUhren mitzutheilen nöthig erachtet; Zwarhätte noch ein paar Exempel von einer meist nach Abend, und einer meist nach Mit-ternacht liegenden Uhr geben können, ich glaube aber, daß einer, der vorbeschriebenezwey Uhren zu machen gclernet, sich leicht weiter wird helfen können, und schreitealso zu denen
Inclmirendeu Uhren.
§. 232»
§.233.Hurdrimr zu
1n-UNditcc>»
nirenden Uh-ren.
§.234.
Dessen Ge-brauch.
Wenn eine Mauervorn überhangend gebauet, oder sich gesenckt und oben heraussich gegeben (welches letztere gar oft geschiehet) und also nicht Bleyrecht, jedoch abergegmMittag gelegen wäre, und mit einer Sonnen-Uhr versehen werden sollte,verfahret man also:
Man nimmt einen Quadranten zu Hand, dergleichen sub Fig. 7. entworfenworden, welcher mit einem Pendulo a. und einer doppelten Einschreibung derCraduum versehen , als nehmlich von b. nach e. und von e. nach b. wie der Rißzeiget. Je grösser dieser Quadrant ist, je besser ist es.
Diesen Quadranten stellet man an die Mauer dergestalt, daß das Pendulumsich füglich bewegen könne, welches denn bald den Crad der Uberhängung der Maueranzeigen wird.
Fig. 8.
Wir wollen den Fall setzen, die Mauer Fig. 8. a b c d. läge zwar gegen Mit-tag, hienge aber Vorwerks oder inclinirte 18. Grad.
Fig. ?.
Fig. iv.
§. 23 s.
InoimcCRbt
Meudioiial
Uhr zu zeich-nen.
Hierauf zeichnet man das Fundamental - Dreyeck Fig. 9. abc. nach der erfor-derlichen Polus-Höhe, als alhier macht die Hypotenulaab. und Basisac. einenWinckel von 5-2J Grad aus. In dieses Dreyeck setzt man den Überhang der Mauernach den gefundenen 18. Graden, nehmlich man ziehet aus c. die Lime c d. derge-stalt, daß sie mit dem CatKeto c b. einen Winckel von 18. Graden mache. Nach diesemziehet man eine lange Horizontal-£ime kb. Fig. 12. durch deren Mine lasst man eine
Perpen-