Tab XV.
Fig. r-
Fig .6.
§. 262.
§. 262.Zeichnungder Stun-den aufxie-ciisnssche
Art.
$. 26;.§. 264.
§. 26s.Weiser ;ugrossen ori-cnia! oder
Occiciental-
4 hren.
§. 266»Stellung derOricnttl- und
Occicjcnirl-
Weiser zugrosscnUhren.
§. 267.
§.268.Weiser-chine auf einekolui-Höhe.
§.269.
§. 270.
Mu h ii r Dte
Stundenbald nacheinander auf-zeichnen zukönnen.
38 CAPUT vm.
Wenn nun der Weiser so vorgerichtet, und die Stunden aufgetragen werdensollen, stellet man neben der neu zu verfertigenden Sonnen-Uhr eine andere accurateHorizontal-llJ)r tn rechtem Situ , gibt an einem hellen Tage Achtung, so bald dirSonne die Flache der aufzeichnenden Uhr bescheinen kan, wenn nun auf der Horizon-ral-Uhr eine Stunde just angewicsenwird, wird der neue aufgerichtete Weiser gleich-fals einen Schatten machen, diesen Schatten reiffet man an der neuen Uhr gleich nach,undbemercket ihn mit der gehörigen Stunde. Sobald aufderttorizoncal- Uhr wie-der eine andere Stunde angewiesen wird, zeichnet man an der Mauer abermal dendurch den Weiser Forrnirten Schatten mit Annotinus der Stunde. Und so verfahretman mit allen übrigen Stunden. Woraufdenn die ganzeUhrmit ihren Zahlen aus-gemahlet werden kan.
Sind auf der Horizontal- auch halbe und Viertel-Stunden eingezeichnet,kan man solche auch auf die Wand bringen.
Meines Erachtens ist dieses nicht nur ein commodet, sondern auch sehr sichererWeg. Da man ohn weiteres Nachdencken die Stunden accurat aufzeichnen kan, esmag das Planum decliniern, reclinitetl, incliniren, oder auch gar höckericht seyn, inwelchem letztem Fall die Uhren Lurieux aussehen, wenn dieStunden-Linienso ungleichgezogen, und doch dem Schatten des Weisers zusagen.
Die Weiser zur Occidental-und Otiental-oder wenigstens zu solchen Uhren, diemeistens nach Morgen oder Abend gelegen, habest) stirmiren lassen, wie Fig. s. zeiget.Oberwarts oder an einem Ende des Weisers bey i. ist eine Stütze K i. so bey h. miteine Spitze, bey i. aber mit einer Schrauben versehen, an welche die Weiser-Stangei k. gestehet ist, vor diese Stange ist bey i. eine Mutter vorgeschraubet , und stelleth. gedachte Schraube mit der Schrauben-Mutter im grossen vor; durch l K aberwerden die zwey Enden der Weiser-Stange im grösser» abgebildet, wobey denn wahr-zunehmen, daß die Weiser-Stange unten auch eine Schraube hat, an welche zweyStützen k 1. und k m. gesteckt , und mit einer Schrauben-Mutter befestiget werdenkönnen. Die beyden Ende von einer derer letzt-gedachten Stützen sind durch kundM angezeiget, und zwar so, daß das Stück kan die Schraubest.kan gestecket werden.
Die Stellung dieses Weisers geschiehet also: Man schlagt die Stütze st i. indie Mauer, woraufdie Uhr kommen soll, appliciretdaraufdieWeiser-MacstineandieWeiser-Stanzze i k. und bringet dieselbe in solche 8imation,daß aufder AEquincstial-Uhr die rechte Stunde, und durch das Pendulum der rechte Grad angewiesen werde -worauf die Stütze k 1. und k m. mit den Enden 1 . und m. an der Mauer befe-stiget, und die Schrauben-Mutter fest vorgeschraubet worden, so ist der Weiser rich-tig gestellet. Zu mehrerer Erleuterung dieses §. dienen § $. 258.261.
Die Stunden werden eben st eingetragen, wie §.262. angewiesen worden.
Noch will gedencken, daß ich, weil nicht Gelegenheit gehabt, nach vielerlei) Polus-Höhen grosse Sonnen-Uhren aufzutragen, mir auch nicht solche ilniverlal-Weiser-Macstine machen lassen , sondern habe mir nur aufeiner Polus-Höhe solche Weiser-Machine zusammen gesetzt , wie Fig. 6. zu sehen. Woselbst N ein rechtwinckelichtdrey-eckichtes Bret, welches aus solchen Winckeln bestehet, wie das Fundamental-Drev-Eck hat, nehmlich der Winckel a b c. hat r 2 \ Grad , und ist also nach der Po-lus Höhe eingerichtet. An dieFI/potenulä gehet eine Krinne g e k, st i c. herunter,(dergleichen die Krinne bcdefg. an der 1. Fig. ist), in welche die Weiser - Stan-ge gelegt werden kan. Oberwarts ist eine Horizontal-Uhr O Winckelrecht angemacht,und dann ist noch ein Pendulum P. welches, wenn es recht hangen soll, über die dar-unter befindliche Spitze stehen-muß.
Der Gebrauch ist, wie bey der Macstine Fig. 1. mit dem Unterscheid, daß Fig.
6. an statt der aLquinoLkial-eine Horizonral-Uhr hat, und daß hier bey der Stellungaufdie Spitze mit dem Pendulo weisen muß, und man sich weiter um keinen Grad zubekümmern hat.
Wollte jemanden,der $. 262. cornmunicirte Modus, die grossen Sonnen-Uhrenauf einem unbeweglichen gleichen Piano zu zeichnen, zu lang düncken, und demselbenmöchte etwa der Appetit ankommen,die Einzeichnung bald auf eine Mecstanische Weisezu machen , deme will eine Macstine, so die Stunden-Macstine heiffett kan, communi-ren, durch deren Hülfe eine Uhr aufeinem gleichen Piano, es mag de-re-oder inciini- .
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