Affern demſelben die Begirde/ die ich der Welt zu dienen trage/ nichtW noch unbekandt iſt/ ſo zweifle ich nicht/ er werde diß mein Vorhabenſich nicht miß fallen laſſen. Ich kan mich ruͤhmen/ daß ich die Luſtder Welt zu nutzen mit mir in die Welt gebracht/ und die Erfah-8 rung wird zeuge ſeyn/ daß ſie niemahls in mir erloſchen iſt/ ſonderndaß ſie allezeit mein vermoͤgen übertroffen. Mein fuͤrnehmſtes Abſehen aberiſt jederzeit geweſen/ der Teutſchen Nation gleichfals mitzutheilen/ womit dieAußlaͤnder zu prangen geſuchet. Das Gluͤcke und eine un ver diente Gunſt hatmir Gelegenheit gegeben/ durch gegen wertiges Werck zu meinem Zweck zu kom-men/ welches ich dem Scharffſinnigen und Großmuͤtigen Teutſchlande all-hier under Augen lege. Die Guͤte deſſen/ und die darinnen enthaltene unge-meine Denckwuͤrdigkeiten/ haben meinem Vorhaben zur Wuͤrckung geholffen/ſintemahl alle/ die ſolches in ſhrer Grund⸗Sprache durchblaͤttert/ ruͤhmen koͤn-nen/ daß eben ſo wenig ſchlechtes und gemeines darinnen zu finden/ alß derHimmel unnötige Sternen/ und die Erde unnuͤtze Pflantzen traͤget/ wie hochdie Welt dem Verfaſſer deſſen/ der ſolches nicht ohne Sorge und Muͤhe/ der-ſelbigen mitgethellet/ verbunden ſey/ wird ein jeder ſelbſt bekennen und erkennenmüſſen. Ich wurde ſeiner eigenen Beſcheidenheit zu wider handlen/ wann ichihme deß wegen Ehren⸗Saulen auffrichten wolte. Allein ich kan nicht under-laſſen zu melden/ daß er allein in dieſem Seculo, das meiſte/ beſte/ und fuͤr-nehmſte die Beſehaffen heit entfernter Laͤnderen unſerem Europa fuͤrgelegt. Ichwelßz/ der Leſer bird ein mehrers ruͤhmen muͤſſen/ und frey geſtehen/ daß er di-ſes Ruhms nicht unwuͤrdig ſe. ee e ee enDer gelehrte Della Valle, der kluge Dapper/ der muͤhſame Schuͤtz/ ne-benſt dem beruͤhmten Neuhoff/ und viel andere/ ſind auch nicht zu verwerfen ge-weßt/ allein ſie werden nichts deſto weniger unſerem Hoch ⸗Edlen den Preißgerne laſſen/ je weniger ſeine Beſcheldenheit ſolchen ſich ſelbſt zueignen wird/ ſiehaben zwar dieſem an Arbeit und Sorge ein gleiches gethan/ allein an Voll-kommenheit und Gluͤckſeligkeit ſind ſie von ihme uͤbertroffen worden/ und wiewir dem erſten/ das Bey wort des Gelehrten/ dem Anderen des Klugen/ undden ubrigen etliche andere zugeeignet/ als werden wir dem Vnſerigen mit Rechtund Billichkeit das Lob des Gluͤckſellgen/ Vollkommenen/ und Vnverdroſſenenbeymeſſen koͤnnen. 5„ iDamit ich aber auff meinen Zweck komme/ ſo lege ich dem geneigten Leſergegen waͤrtiges Werck unter Augen/ und kan mich glücklich ſchaͤtzen/ daß desVerfaſſers Qunſt mich er wehlet/ daß ich ſolches meinem Vatterlande fuͤrlegenkoͤnnen. Von deſſelben Nutzbarkeit etwas weiters beyzubringen/ dienet nichtzu meinem Vorhaben/ ſon deren laſſe ſelbiges ſelbſten reden. Die. die derrheber
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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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