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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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204
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Reisbeſchreibung in Perſien/ſich lieſſe/ und uns verſicherte/ daß der Konig auß feinem Gold gemacht waren. Daum inmit allem/ was er geſehen/ ſehr wol zu frie⸗ Perſien wird kein ander Gold verarbeitek.den. Der Pater Raphaèl aber/ kam mit uns Man brachte uns drey von dieſen Balſn außnach Zulpha, damit er des folgenden Tags der Gold/ und auf jedem fünf oder ſechs ſolcheDevotion quf den Chriſtag abwarten konte. Teller mit Früchten/ und ſetzte ſie vor uusEs war aber kaum die Sonne wieder am nach Gewonheit auf die Teppich/ ſo auf derHimmel/ ſo ſuchten jhn ſchon 4. Reuter in Erde gebreitet waren. Under den Erſtenfrag-ſeinem Kloſter/ und wurden zu gleicher Zeit te mich der Nazar zwey oder drey mal/ ob ichdrey andere mich abzuholen nach Zulpha in auch Wein haben wolte/ ich bedanckte michmeine Behauſung geſchicket/ wo ſie mich ſamt aber/ und ſagte ihm/ daß ich ins gemein kei-dem pater antrafen/ und muͤſten wir jhnen oh⸗ nen trincke/ als des Abends, Hierauf befahlne ein Augenblick Zeit zu verlieren/ ſo bald er von Stund an/ daß man mir vier groſſefolgen/ und auf das hurtigſte zu dem Konig Flaſchen von des Koͤnigs Mund⸗ Wein inkommen. Der Nazar wartete unſerer mit meine Behauſung bꝛingen ſolte/ davon ich nochVerlangen/ und brachte man/ ſo bald wir ſelbigen Abend meine gute Freunde trackierte.hin kamen/ die Kuſten mit den Kleinodien/ Denworan mich der Nazar nach meinem Pitt⸗ meine Jubeln zu ſchatzen/ und geriehte ich zum

ſchaft ſehen lieſſe/ ob es noch unverſehrt; dann oͤftern mit denen ſo ſie ſchatzen ſolten/ in Streit;dieſe Leute wollen/ daß alles recht und billich dann es waren etliche Stucke darunder/ wel-hergehe/ und brauchen in allem was ſie thun/ che ſie nicht um die Helfte ſchaͤtzeten/ was ſiegroſſe Vorſichtigkeit. Die Kuͤſte wurde auf⸗ werth waren. Gegen Abend gaben ſie jhregemachet/ und die Jubeln herauß genommen/ aufgezeichnete Preiß dem Nazar, und ich gleich-wobey mich der Nazar nochmals fragte/ ob falls die meinigen/ es ware aber under bey-nichts davon mangele. Darauf befahl er ei⸗ den ein groſſer Underſcheid. Und truge ſtenem Secretario, den Namen/ die Eigenſchaft/ der Nazar ſo bald alle beyde/ mit allen Kleino-und den Werth eines jeden Stücks/ wie ich dien nach dem Konig/ und als er von da wie-ſolches dem Pater Raphaél ſagte/ in Perſi⸗ der zuruck kame/ und ſahe/ daß die Sonneſcher Sprach aufzuzeichnen. Als dieſes ge⸗ bereits undergegangen/ nahme er mit groſſenſchehen/ lieſſe er den Oberſten der Goldarbei⸗ Complimenten von uns Abſchied. Pater Ra-ter kommen. Dann es iſt zu wiſſen/ daß in phae! machte ſich nach ſeinem Kloſter/ undPerſien eine jede Proteſſion jhren Oberſten ich mich nach Zulpha, allwo ich in meinemhat/ der des Koͤnigs Diener/ und von hm Hauß drey Frantzoſen von meinen Freundenbeſoldet wird. Uber das/ ſo hat dieſer Ober⸗ antrafe/ ſo meiner mit Verlangen warteten.

Seine Klei: ſte der Goldarbeiter von allen Jubelen/ ſo dem Wir aſſen noch zu Nachts mit einander/ und

Koͤnig/ oder den Groſſen vom Hof verkauft/ truncken von des Königs koͤſtlichen Wein

ſcha, zwey von dem hunderk/ und muß dieſe zwey den mir; des Nazar geſchicket.

vom hundert der Verkaͤuffer zahlen. Jedoch Den folgende Morgen ſehrkan ich wol ſagen/ daß er von mir niemal et⸗ Nazar wieder etliche Reuter auwas bekommen. Dann ſo oft ich nach Iſpa⸗ den Pater Raphael, die übrigehan gereiſet/ habe ich allezeit/ ehe ich dem Koͤ⸗ meinem Quartier abholen ſolten. Als ich nachnig etwas gezeiget/ bey dem Athemat⸗Dulet, Hof kame/ krafe ich den Nazar mit dem Pateroder dem Nazar proteſtieret, daß ich dem Sar daſelbſt an. Der Nazar empfenge mich/ wie insguer-Bachi, welches der Nam des Perſiſchen gemein/ ſehr hoflich/ und ſagte zu mir lachend/Goldarbeiters Oberſten iſt/ durchguß nichts daß ich etwas faul ware. Ich gabe jhm aber zugeben wolte. Es wurden aueh etliche Jube⸗ verſtehen/ daß es nicht ſo wol meine als ſeine

lierer/ die Stücke nach einander zu ſchatzen/ Schuld/ wann ich etwas zu ſpat kame/ dannherbey geruffen/ worunder einer die Diaman⸗ der gute Wein/ den er 6ten/ der ander die Perlen/ dieſer die Rubin/ Anlaß gegeben/ mich mund jener die Smaragde/ nemlich auf wel

Den gantzen Nachmittag brachten ſie zu

früh ſthickteder erenbdavon ihrer z. Pee.

mir geſchickt/ hatte mir

ö gegebe nit meinen guten Freun-elche den biß zimlich ſpat in die Nacht zu ergetzen/ſich ein jeder am beſten verſtunde/ ſchatzete. und dabey des Koͤnigs und ſeine Geſundheit zuUnderdeſſen redete der Nazar mit mir aufs trincken. Hierauf fienge er nochmals an zu a-freundlichſte/ wie dann auch andere Konigli⸗ chen/ und ver ſicherte mich/ daß dem Konig mei-che Bediente in gleichem khaten/ und befahle/ ne Kleinodien alle ſehr wol gefallen/ der Preißman ſolte; vor mich und den Pater bringen/ aber den ich dar auf geſetzet/ ware zu hoch/ undwas man ins gemein des Morgens zu eſſen mußte ich mich billicher finden laſſen/ wann ichpflege/ als Brot/ Kaſe/ Milch/ Milch⸗Raum/ des Koͤnigs Gnad verlangte/ und Er in Anſe-Trauben/ und ſo friſche Melonen/ als im hung meiner alle andere Frantzoſen/ ſo noch insHerbſt/ ob es ſchon damals zu End des De⸗ kuͤnftig nach Iſpahan kommen wurden/ gna-cembers ware. Man ſolte geſagt haben/ daß dig aufnehmen ſolte. Er gebrauchte ſich deꝛglei-die Trauben erſt waren geleſen worden/ und chen koͤſtlichen Reden mehr/ und hate ich bpa-von den friſchen Melonen waren dreyerley rer Raphael er mochte jhm in meinem NamenGattung/ davon die einen roth und grun/ und auf gleiche Weiſe begegnen/ und zugleich zu

die andern faſt weiß waren. Man ſetzte uns verſtehen geben/ daß ich von dem Preiß/ loſeüͤber das gileh viererley Art eingemachte Confe⸗ ich meine Kleinodien geſchatzet/ nichts abbre-cturen vor/ und zweherley Zuckerwerck/ alles chen konte. Und giengen underdeſſen etliche

in groſſen Becken/ welche nit breiten Randen Tage hin/ ehe wir uns vergleichen

denumEin