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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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Reisbeſchreibung

In Indien.

N Dias erſte Buch.Don dem Weg welchen man von Ipalkan nach Agra, und von darnach Dellly und Gehanabat, alda jetzo des groſſen MogolsHof; wie auch nach den Höfen der Koͤnigen von Golconda und

kan.

Viſapour, und an viel andere Ort in Indien zu reiſen/ nehmen

2 K..:......

1 Das J. Capitel.Weg von Iſpahan nach agra durch Gom-ron, da inſonderheit von der Schiffahrtvon Ormus nach Surate Meldung be-N N dieſer Reisbe-0 ſchreibung in In-dien wil ich ein glei-che Ordnung hal-ten/ wie in meinem9 Tractat der Reiſen1 Sin Perſten beſche-5 0 hen/ und von dem

25 1 8 l 2 Weg von Iſpahannach Dehly und Gehanabad, alda diz mal der

3. Groſſe Mogol ſein Reſidentz hat/ den Anfanzbe machen. 5 78 eee 55dada ſeen Obmwol Indien mit dem Köngreich Per-ee 8 mehr als 400. Meilen von dem groſſenee dies an die bange Kerken der Berge mitten0 Aſien von dem Midergang bis zu Aul-

ode Gebende von den Alten der Berg Taurus

nicht faucale geuenner grentzet/ fo iſt ſedoch

der odo weit von Perſien nach Indien als außſchen Urcken in Perſien zu reiſen/ dieweilen zwi-schen dieſem Land und Indien nur ein Sand-aken, und weitlaufftige Wuſteneyen ſindwekein Waſſer gefunden wird. Derowegen

amd chan nach Agra allein zween Wege zu

,d der Perſiſchen nicht zu viel zu naheren/ ſonderndie Weite zu nehmen/ zu beſichtigen; gleich wie

Wee/ zu Ormus ſich zu Schiff begebend/ derN ate halen zu Land durch Candahar. Der

nm Hieſer Wege bis nach Ormus, hefindt ſichBuer Perſiſchen Heis am End des letſten g

be Spit beſchrieben; nun folgetMelde, Schiffahrt von Orwus nach Surate

Die Schiffart auf dem Indianiſchen

Meer kan nicht zu allen Zeiten/ wie auf dem fung deeEuropaiſchen Meer vorgenommen werden/ ibi n

ſondern man muß das bequeme Wetter beob⸗ 9

achten/ auſſert deme iſt keines wegs rahtſamſich auf die See zu wagen. Die Monat No-vember/ December/ Januarius/ Februarius

und Martius ſind allein die jenigen zur Ein-

ſehiffung von Ormus nach Surate und von dar

nacher Ormus gewohnlich; jedoch mit dieſemUnderſcheid/ daß man von Surare ſelten ſpah-

ter als zu End des Februarü außfaͤhrt; aber

von Ormus abzuſeglen kan bis zu End desMertzens/ ja gar bis mitten April weilen als-

dann der Wind von Nidergang/ ſo das Regen⸗ und welchewetter nach Indien bringt/ zu blaſen anfangt/ 5 110gewartet werden. In den vier erſten Mong⸗ zuwenden

ken regiert ein Wind von Nord⸗Oſt mit dem der.

man von Surate nach Ormus in I. oder 20.Tagen ſeglen kan/ hernach allgemach gegenNorden ſich wendend kan er beydes für die

Schiffe ſo nach Surare fahren/ und von dar

kommen/ bequem ſeyn; und in dieſer Zeit ma-chen die Kaufffeut gemeinlich ihre Rechnungdreyſſig oder funff und dreyſſig Tag auf derSee zu bleiben; aber wann man von Ormus

nach Surate allein 14. oder j. Tag zubringen

wil/ muß man im Martio oder zu Anfang besAprillen zu Schiff gehen/ weil man den Windvon Nidergang zur ſelben Zeit beſtäͤndig imRucken hat. 5

Die Schiffe von Ormus qußfahrend/ pfle-gen Maſcate guf der Küſten Arabien/ um ſich

die von Surate kommend thun/ um den Ein-ang des Meerbuſens zu erkennen; aber we-der die einen noch die andern berühren Malca-te, weil ſie dem Arabiſchen Fürſtun/ weleherdiſen Platz den Portugeſen abgenommen/ denZoll zahlen müͤſten. 14 f Maſeate