Weilen die Teutſchen Reichsthaler mehrals die Reglen wagen/ gibt man für 100. bißrobe keaupies babe zu beobachten/ daß für die8 Realen oder Reichsthaler 21. in 216.
. zu bekommen; ſcheinet es ſolte eineb oupie weniger als 30.5. Frantzoſiſcher Weh-180 gelten. Aber wann der Kauffmann dief end Zol deß Gelts rechnet/ wird er be-die en/ daß eine koupie jhm hoher geſtehe. Alleie Realen und Reichsthaler werden bey ein-5 ndert gewogen/ und wann das Gewicht ſichicht findet/ that man ſolches/ wie hernach ver-meldet werden ſoll/ gleichwie mit dem Gold-
wagen beſchicht/ mit kleinen Steinen vollig Wech ider Provinz ſicmit einandern verſtehen; ſteigern dieſelben die
machen. Damit aber der Kauffmann ſein
echnung finden moͤge/ muß er in acht nem-men/ daß alle Mexicaniſch⸗ und SevilliſcheReglen im Gewicht 21. Denar und 8. Gran/Ns iſt/ pra. Gran halten/ unſer FrantzoſiſcherThaler aber ſoll 27. Denar. 3. Gran/ das ſeind/709. Gran wagen.,
Die Indianer haben für ſilberne Muntzdie Roupie, halb/ quart/ acht Theil und ſechs-zehen Theil/ die koupie halt im Gewicht. De-mar:. Gran/ uñ iſt im halt 11. Denar ig. Gran.Sie haben noch ein andere filberneMuntz Ma-moudis genennt/ aber dieſelbe iſt allein zu Su-rate und in der Provinz Guzerate gangbar.
Die Schiedmuͤntz in Indien iſt von Kupf-
dene fer/ und pecha genannt/ ungefahr 2. Iard un-
ſerer Wehrung wehrt/ es ſeind von z. Pecha,z ween und auch vieren/ je nachdeme es in einerProvintz/ bekomt man für eine ſilbere Koupiemehr/ oder weniger diſer Pechas. In meinerungſten Reiſe galt zu Surate eine Roupie 49.
echas; aber zu weilen geltens 50. auch wolumg6. Zuagra un Gehanabat ware der Preiß
.und 56. Pechas; die Urſach deſſen iſt/ daß
Je näher man zum Kupffer⸗Bergwerck komt/e mehr man dieſer Pechas für eine Roupie be-ont ein Mamoudi gilt allzeit 20. Pechas.dne In dem Reich des Groſſen da ogols ſeindſcnun noch andere Ding/ die für kleine Münz dienen;
be leanlichen kleine bittere Mandlen und Muſch-
m de Aber in der Provintz Ouzerate allein be-n man ſich für klein Gelt /oder Schied-umsdicer birrem Mandlan,ſe auf PeistenS 0 wie ich in dem erſten Theil meiner1 ahreihungen gemeldet habe/ ſelbige wach-. dürren und trockenen Orten zwiſcheniſt 95 das Baumlein/ der ſolche herfůr bringt/genen leich. Diese Mandlenwerden maderoten, und ſeind bitterer als Colloquiar de-egen kein Sorg zu tragen/ daß die Kinder
bud. n. Man gibt fur einbecha jetzt y. und
8 andere Gattung/ für Gelt⸗Müntzd 1 eiſt von den Muſchlen Cori genennt: ſoſeln b zungekehrt; deren auſſert den In-werde aldives nirgend anderſtwo gefunden
c8 ac und dieſes it dae grote Emkommenchein dals dieſer Insel: ſinremalen man ſol-
dean das gantze and des groſſen ogols, in die
n aanreiche Vilapour und Golconda und bißheend dene für dune zu dienen bringet. Na-dend dem Meer werden biß in 80. für ein Pe-
Erſtes Buch. a
7 gcha gegeben/ und je weiter von dem Meer/ jeweniger man bekomt/ wegen der Fracht/ und
demnach kan man zu Agra nur 50. oder y. füreinpecha haben. In dem übrigen/ nach der In-dianer Rechnung/ machen
looOOO. Roupies ein Lekke.
10OOOO. Lekkes ein Kraur.
100000. Kraur ein Padan.
100000. Padans ein Nil. 5
In den geringſten Dorffern in Indien
ſeind Wechßler/ Cheraf genennt/ mit welchen d
die Wechſel gemacht/ und von denſelben die dien und.Wechſelbrieff ertheilt werden/ und wie dieſe Wechsler.
Wechsler und Gubernatorn der Provintz ſich
Roupies gegen die Pechas ui die Pechas gegendie Muſchlen. Alle Juden/ welche in dem Reich
deß Groß⸗Turcken der Munzſorten undWechslen ſich anmaſſen/ werden für ſehr arg
und liſtig gehalten; aber in Indien wurden ſie
ſchwarlich für Lehr⸗Jungen dieſer Wechslern
erkant. Dieſelben haben eine ſehr verdruͤßli-che Gewonheit in jhren Zahlungen; und habich droben bereits/ was die gulden Roupies an-belangt/ darvon Meldung gethan/ wann eineZahlung in dieſer Muͤntz beſchicht. Sie ſa-gen je langer es/ daß die, ſilberne Koupies ge-muͤntzt worden/ je weniger ſelbe gegen denentaglich/ und ſeidt kurtzem geprägten werthſeye; weilen die alten oft durch die Handegangen/ ſelbe hiemit abgeſchliffen und leichterwerden. Alſo wann ein Kauf geſchloſſen wird/muß man die Bezahlung in Roupies Cha- ien-ni, das iſt/ neu Gelt bedingen; im widrigenkommen ſie mit/ vor y. oder 20. ja mehr Jah-ren gemüntzteoupies aufgezogen/ darguf bißin 4. pro cento Verluſt. Sintemahlen ſieſchon auf denen die erſt vor zwey Jahrengeſchlagen z. pro cento fordern/ oder wenigſtS, derowegen die armendeute/ welche nicht leſenkonnen/ wann dieſe Roupies, oder Pechas ge-muntz/ werden; weilen man jhnen allzeit etwas/namlichen auf einer Koupie 1. oder E. Pechaund auf einem Pecha 3. oder 4. Coris abzeucht/betrogen ſein muͤſſen.
Falſche Muntz wird wenig gefunden/ wannſehr ungefahr in einẽ Sack eine falſcheoupie,von jemand empfangen/ ſich befünde; iſt beſſerſelbe entzwey zuſchneiden und zu verliehren/ alsdavon etwas zu ſagẽz dañ ſo ſolcher bekant wür-de/ ware Gefahr dabey; weil deß Königs Ord-nung vermag/ den Sack dem jenigen/ von demeſolcher empfangen/ wiederum zu liefern/ unddasgehet alſo von dem ein zu dem andern/ bißman den falſchen Muntzer entdeckt/ und wannderſelbe erwiſcht; wird zur Straffe ihme al-lein die Hand abgehauen/ wañ es ſich zutragt/daß man den falſchen 1 7 nicht bekomt/un daß der jenige/ der das Gelt geben/ unſchul-dig befunden wird/ iſt derſelbe gegen Bezah-lung einer Straffe quit. Welches den Wechs-lern groſſen Gewinn bringt: dan wann jemandGelt einnimt oder außgibt/ wird ſol hes ihnengewieſen; und darvon haben ſie für die Ge-bühr ad. Roupie pro cento.
Auß dem Larquet oder Königlichen Schatz. 1 komt