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Beschreibung der sechs Reisen, welche Johan Baptista Tavernier ... in Türckey, Persien und Indien innerhalb viertzig Jahren durch alle Wege die man nach diesen Länderen nehmen kan verrichtet : worinnen unterschiedliche Anmerckungen von der Beschaffenheit der Religion, Regierung, Gebräuchen und Handlungen jeglichen Landes enthalten samt den Figuren, Gewichten und dem Mass der Müntzen, welche in diesen Länderen gangbar sind ...
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23
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hen verſichernd daß ich willkoff/ und begart/92 ich an einem Ort under den Baumen/ an-derhalben Coſtes von dem Ort/ da wir damalen

waren/ ſeiner warten ſolte/ da er nicht ermang-

len wolte ſich einzufinden/ um mit mir zu trin-1 0 Auf den Abend kam er dahin/ und blie-ben wir zween Tag daſelbſten/ uns zu erluſti-gen: der Raja lieſſe etliche Tantzerin dahin be-ruffen/ ohne welche die Perſianer und India-ner nicht vermeinen/ daß man ſich luſtig ma-chen konne. Bey meiner Abreiſe gab mir deraja 200, Reuter/ mich z. Tag lang bis an dieDune ſeines Landes zu begleiten/ und warendrey oder vier Pfund Taback/ das gantze Pre-ſent/ ſo ich jhnen darfur gethan. Wie ich zuAmadabät ankame/ wolte man ſchwarlichHan daß ich von einem Fuͤrſten/ der denNamen hatte/ alle Fremde durch ſein Landreiſende/ bel zu tractiren/ alſo wol empfan-gen worden ware.

Von Bargant bis Bimal, Coſtes 1515 Von Bimal nach Modra, Coſtes 17wn, Von Modra nach Chalaour, Coſtes 10M Chalaour iſt ein alte Stadt/ auf efe, e Chalaour iſt ein alte Stadt/ auf einem

rg mit Mauren umgeben/ und deren ſchwer0 beyzukommen; vor dieſem war es ein veſtere Platz. Oben auf dem Berg iſt ein Weyer/g und ein anderer drunden/ zwiſchen jhme unddem Ende des Bergs/ der Weg in die Stadt

zu gehen. 1Von Chalaour nach Cantap; ſtynd Coſtes12Von Cantap hach Serlana, Coſtes 15Von Serlana nach Palavaſeny, Coſtes 14Von palavaſeny nach Pipars, Coſtes 11Von pipars nach Mirda, Coſtes 16N. Von Dantivar hach Mirda, ſeynd dreyreiſe/ und iſt ein bergicht Land/ welches etli-0 Rajas und ſonderbaren Fuͤrſten/ die dochAbe, olsen 40g etwas bezahlen/ zugehoͤrt.mend din feinen Armeen; von denen ſieviel1 Nutzen haben/ als die Schatzung/ die ſie

15 ane ine geben muſſen. 5188 St e iſt eine groſſe/ aber ubel gebautelech, Wie ich daſelbſten ankam warench. Wurtshaͤuſer voller Leute/ weilen des cha.Gena Peuhme welche des Stehr klelt Kandes Obln jhre Tochter mit Soltan Sujahhen ha- gehan zweyten Sohn/ ſich zu ver-get mne begleitend. Alda ware ich genöͤhti-5 in le Selke auf einem Damm dai beydengal de aber 9 05 Lee ch ihr beden fürze/ Otund hernach wude dont. Ele 1 zu ſehen/ daß fuͤnffzehen oder zwantzigdune daher kommen/ von dieſen groſſenwgre 0 was ſie konten zu verbrechen; eswie 5 verwunderliche Sach/ zu ſchauen/

mit ihr

0

Thiere die groſſen Aeſte der Baume/em Ruſſel zerbrachen/ gleich wie wir

in verbrechen. Dieſe Verwuͤſtung ſ 50 ſchiffe mch0 ß durch kommen koͤnnen/ werden dieſe Feinwad

beſch

080 8 auf Befelch der Begum, um ſi ch/ daDeſeſhrvohner zu Mirda jhrer nicht geachtet;ſie ſoll micht gebührend empfangen/ noch wie

en thun/ beſchencket/ ſich zu raͤcmen th hen.Von Mirdla nach Boronda, ſeynd Coſtes 12

Erſtes Bucht

hingegen gibt derſelbe jhnen namhaffte

Von Boronda nach Costchiel, Coſtes 12

Von Coëtchiel nach Bandar-· Sonner ys 14Von Bandar-Sonnery nach Ladona, Co-

ſtes 105

Von Ladona Stadt/ nach Chaſou, Co-

ſtes 2%%%Von Chaſou nach Nuali, Coſtes 17Von Nuali nach Hindoo, Coſtes 19Von Hindoo nach Baniana, Coſtes 10

Dieſe zwey letſten Ort ſeynd zwo Staͤdte/alda wie in dem umligenden Land/ plat und

runder Endich gemacht wird/ und weil ſolchesder beſte aller Endich/ iſt derſelbe guch doppelt

ſo hoch im Preiß. b

Von Banjana nach Vettapour, Coſtes 14

Voertapour iſt eine gar alte Stadt/ da wul-lene Teppich gemacht werden.Von Vetrapour nach Agra, Coſtes 12Von durate nach Agra, ſeynd in allem Co-Wann man gewiſſe Tagreiſen/ jede von. Coſtes thun koͤnte/ ware von Surate nachAgra in 33. Tagen zu kommen; weilen manaber under Wegs ruhet/ und ſich an etlichenOrten aufhaͤlt/ iſt die Reiſe gemeinlich von 35.in 40. Tage. 1 5

Das VI. Capitel.Weg von Iſpahan, nach Agra uberCandahar. f

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I Ch habeeinen Theil dieſes Wegs ge⸗ Veſhneznau beſchrieben/ und den Leſer bis hung desS

Wegs von

nach Candahar begleitet. Iſt noch Upaben nach

uͤbrig denſelben von Candahar nach Agra zuführen/ dahin allein durch zween Weg zu ge-langen/ entweder durch Caboul oder durchMultan. Dieſer letſte Weg iſt um 10. Tagkürtzer als der andere/ aber die Geſpanſchafftfahrt ſelben wenig/ weilen von Jandahar bisnach Multan faſt den gantzen Weg durch nurWuüſteney/ und zu weilen in drey oder 4. Ta-gen kein Waſſer gefunden wird. Iſt dero-wegen der gemeinſte und gebahnteſte Wegdurch Caboul. Nun werden bis dahin vonCandahar 24. Tag/ von Caboul nach Lahor22. Und von dieſem Ort bis Dehly oder Gehanabat 18. von Pchly nach Agra 6. welche mit

60. von Iſpahan nach Farat, und 20. von die-

ſem Ort bis nach Candahar zuſanzen von Iſpa-han nach Agra 150. Tagreiſe machen. Aberdie jenigen Kauffeut/ welche eylige Geſchafftehaben/ nehmen etwan z oder 4. zuſamen/ Pfer-de/ und reiſen den Weg/ in halb ſo viel Zeit/nemlich in 60. oder 7. Tagen.

Agra überCandahar,

Multan iſt eine Stadt da viel deinwad ge⸗ Zutaten

macht wird/ die all nach Tata, hiebevor ehedas Sand/ die ein Fort des Fluſſes verderbt/verführt wurden; aber ſeith dem der Paß be-chloſſen/ alſo daß die groſſen Schiffe nicht hin-

nach Agra, und von dar nach Surate, gleichwie auch ein Theil der Waaren von Lalogebracht. Und weil die Fracht hoch geſtehet/

kommen dieſer Zeit wenig Wagren von 411150 an

wird vielLeinwad genmacht.