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Ee Buß
„ler in die Stadt/ mit den franden Kaufleutenzu handlen; und hernach kahren ſie wiederumanheim. In die ſer Vorſtadt ſeind zwo oderdrey ſchoͤne Vos que, die den frömden für Ca-ravanſeren dienen/ in der nahe werden vielPagades oder Tempel geſchen. Durch eben dieſeVorſlaͤdt gehet man auß der Stadt nach dezVeſtung Golconda. 3Über die Bruck kommend iſt eine groſſeGaſſe/ die zum Königlichen Pallaſt fuͤhret/auf der rechten Seiten ſeind etliche Hauſer derHofherren/ und 4. oder J. Catvanſeras zweyStockwerck hoch; mit groſſen Saͤlen unKamern/ da man ſich erkuͤhlen kan. Zu endedieſer Gaſſe iſt ein groſſer Platz/ jener ſeitsvon dem Pallaſt eingenommen/ und in mittenein Ercker/ dahin ber Konig bey ertheilenderVerhoͤr ſich ſetzet. Des Pallaſts groſſe Pfor-te gehet nicht auf dieſen Platz; ſondern aufein andern/ dieſem nahend/ durch welche ge-hend/ man alſobald in einen groſſen Hof mitSchoͤpffen umgeben/ darunder die KoniglicheWacht ſich aufhalt/ komt. Auß dieſem Hof ge-het man in einen andern/ auf gleiche Manier er-baut; und daherum viel ſchoͤne Gemacher mitTaͤcheren/ auf Som̃erlaube oder Altane Ma-nier gebaut; und darauf wie quch dem Theil des
9 5 ghuh viel Ziſch/ insonderheit einer Artmed Fisch“ Eperlen geneſtiet/ der ſchr
i gedllcheund Linen vat in Mitten hat. DieAakur hat mehr als die Kunſt in dieſen
5 0 Hiteinlich an erhoheten Olten/ da alleinge demchenen Land ein Daß vonnehen,Sides Waſſer knuhalten/ geholfen. DieſeDaltze ſeind biß weilen eine halbe Meil wegs15 aud wann die Regenwetters⸗ Zeit vor-erden von einer Zeit zur andern die75 chleuſſen erofnet/ dem Waſſer den Lauf auf
o Land zu laſſen/ welches ſich damn in under-hiedliche kleine Canal ſamlet/ um die Felder
db de e iſt der Name der Haubt Stadt9955 Königreichs; aber dieſelbe wird gewon-vo Sotconde gleich wiedie Beſtung die dar-Sind Coſtes weit entlagen/ und des KoͤnigsOiziſt genennet. Dieſe Veſtung hat beyawo Melken uinkreiß, und erfordert demnachOe ſtarcke Beſazung. Dieſelbe iſt wie jene5 ladt/ da dey Konig ſeinen Schatz hat; weil0 eine Wohnung zu Bagnagar; nachdemee gelle von dem Kriegsheer/ des Aureng-Gellu s wie hernach vermeldet werden ſolle/ be-Wat gubet worden verlaſſenHhagnagaꝛ iſt nun die Stadt/ die gemeinlichGolconda genennt wird; ſelbe war von demUranheren des jetzt regierenden Konigs/ aufanhalten eines ſeiner Weiber Nagar genennt/
ie ex einbruͤnſtigliche Liebte angefangen/ jhmewar es allein ein Luſt⸗Ort/ da del Konig ſchone
5 arten harte; Als aber ſein Weib demſelben
ſt vorgebracht/ daß der Plaß wegen des Fluß-S ſchon und bequem/ um ein Pallaſt und einA zu bauen/ hatte er endlich das Funda-
8 den laſſen/ ind wolte/ daß die Stadt ſei-
if Weibes Namen/ nemlich Bag. nagar, dasder Nsgar-Garten/ gegeben wurde. Dieſeden gor lig 1. Grad(wenge e. inuten inhend hee Das Land umher iſt eben/ und na-5 der Stadt ſeind viel Felſen/ wie bey kon-
8 eblead. ö 8
ane Ein groſſer Fluß netet die Stadt⸗Maurif Seiren Sud ⸗Weſt/ und ergeußt ſichen ch bey Maslipatan in den Bengaliſchen
0herngmunen. da Bagnagar iſt eine groſſe Stei-
. 10 Bruck/ nicht viel geringer als die neuefc e dens lber digen Fluß Die Stab
bautg 5 el; aber ohngepfaſtert; gleich wie auchvoll Skadte in Perſten und Indien ſeind-best Sande welches in Sommers⸗Jeit ſehrAchdurch Je die Brucke erreicht wird/ gehet maneine ole gel Vorſtadt/ Erengabadgeneñt/er und Aude s lang/ da alle Kauffeur Mack-de Wo beiter mid ins gemein der Po bel jh-ene weng haben; ſintemal die Stadt nurGen e erſoren Königlichen Beam-Voir 8 5 unnd Kriegs⸗Leuten bewohnet.Uhrabends„Vormittag biß vier oder fuͤnff
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t ngefahr in der groſſe rlenns wol ge-ga uud hall; mit vielen groſſen Gaſſen ge-
dummen die Kaufeut und Mack-
Pallaſt/ da die Elephanten ihren Platz haben/ſind ſchoͤne Garten/ und ſo groſſe Baume/daß ſich zu verwundern/ wie dieſe Gewolbereinen ſolchen ſchwaren Laſt tragen koͤnnen/ undkan mit Warheit geſagt werden/ daß dieſesein recht Koͤniglicher Pallaſt ſehe. öEs ſeind ohngefaͤhr 50. Jahr/ daß in derStadt ein praͤchtiger Bagode oder Tempel-Bau angefangen worden/ und der groͤſſeſte
in gantz Indien/ wann derſelbe vollführt wa-
re. Inſonderheit iſt ſich uber die Groͤſſe etlicherSteine zuverwundern; und der Stein/ desjenigen Orts oder Lochs/ da das Gebett ver-richtet werden ſolle/ iſt ein gantzer Felſen/ einerungewonlichen Groſfe/ daß fünff Jahr ſol-chen herauß zu ziehen/ zugebracht werden muſ-ſen/ und wurden beſtaͤndig zu dieſer Arbeitfünff⸗oder 600. Mann gebraucht. Und nochmehr erfordert denſelben auf die Ruͤſtung/ umnach dem Ort des Bagode geführt zu werden/zu waltzen/ und hat man mich verſichert/ daß1400. Ochſen vorgeſpannet worden/ denStein zu ziehen. Drunden ſolle angedeut wer-den/ warum dieſes Werck unvollkommen ge-blieben; wann daſſelbe vollfuhrt worden/ waͤ-re es ohnlaugbar das fuͤrtreflichſte Gebau in
gantz Aſten zu ſchaͤtzen geweſen.
Auf der andern Seiten der Stadt/ dader Weg nach Maslipatan 1155 ſeindzween groſſe Weyer, jeder ohngefahr eine Co-
te Umkreiß haltend/ darauf ekliche außge-
ziehrte/ in des Koͤnigs Luſt verordnete Schif-fe; und an dem Ufer viel ſchoͤne den vornehmendes Hofs zugehorige Hauſer zu ſehen g
Drey Coſtes Wegs von der Stadt iſteine ſehr ſchoͤne Molquse, allda die Graberder Königen von Golconda ſind/ und taglichum vier Uhr Nachmittag/ wid daſelbſten
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