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ſcheid ertheilen/ als daß er nicht in ſeinem Ge-walt ware/ und daß in Betrachtung der Ma-nier/ mit deren man gegen Pater Ephraim ver-fahren/ er unter gutem Recht den Pater Ze.non nicht zwingen koͤnte/ den jenigen/ welcherein Urheber deß Unrechts/ ſo ſeinem Mit⸗Con-ſorten widerfahren/ loß zu laſſen. Der Prerſi-dent bate allein/ dem Pater zu erlauben/ daß ſein
NRaoeis beſchreibung in Indien 8ttt. Aber derſelbe konte jhnen kein andern Be⸗ ein gerechte Straff/ weil er auf dieſe Weiß
auch viel Leute/ ſonderlich in der Zeit ſeinerVerwaltung in Ceylan ums Leben gebracht.Er hatte jederzeit des allerſubtilſten Gifftsum ſich deſſen/ wann er eine geſchwinde Raachverüben wolte/ zu bedienen/ und wie er hiemitviel Feinde ſich gemacht/ die bey dem Exempelder jenigen/ welche er hinrichtete/ ein Gleiches
für jhre Perſon beſorgten/ wurde ſein Bildnuß
an einem Morgen zu Goa gufgehanckt gefun-
Gefangener in die Veſtung kommen/ und anſeiner Taffel ſpeiſen mochte/ mit Verſprechen/denſelben auf all Begehren wiedrum zu ſtellen/
den/ damalen ware ich daſelbſten Anno 1648. dUnterdeſſen war in Europa wegen der Ver⸗ ene
welches er leicht erlangte; aber hernach ſein hafftung Pater Ephraims ein groſſes Geſchrey. ageWort nicht halten konte/ dann der Trommel⸗ Here von Chaſteau de Bois, deſſen Bruder L Geſchſchlager der Beſatzung ein Frantzos und ein beklagte ſich bey dem Portugeſiſchen Ambaſ-
Kaufmann von Marleille, Roboli genannt/
welcher ſeit etlichen Tagen daſelbſten ſich be-
funden/ offerirten dem gefangenen Guberna-
torn von St. Thome jhre Dienſte zu ſeiner Be-
freyung/ dafern jhnen eine gute Belohnung
egeben wurde; welches er denſelben ver-
prach/ und auch/ daß ſie auf dem erſten von
Goa nach Portugal abfahrendem Schiffe
freyen Paß haben ſolten. Nachdem der Ver-
gleich beſchehen/ ruͤhrte der Trummenſchlaͤger
den folgenden Tag die Trummel der Morgen-
Wache eher/ als ſonſten gewohnlich/ und ſehr
Deß Guber⸗ starck; unterdeſſen lieſſen Koboli der Kauf-St. Shane mant und der Gubernator von St. Thome/Beſtehung. an jhren zuſammen gebundenen Beth⸗Tu-chern/ indem Winckel eines Bollwercks/ wel-
ches nicht hoch/ ſich hinab. Der Trommen-ſchlager verlieſſe zugleich ſeine Trummel/ und
folgte jhnen nach; und weil St. Thome nur
eine halbe Meil von Madrespatan, waren ſie
alle drey daſelbſten/ ehe jemand etwas von jh-
rer Flucht auß dieſem Ort erfuhr. Die gantze
Stadt St. Thome erfreute ſich uͤber die Wie-
derkunfft des Gubernators/ welcher alſobald
ein Schiff nach Goa abſchickte/ um dieſe Bott-
ſchafft dahin zu bringen. Der Trommenſchlaͤ-
ger und der Kaufmann Roboli führen zugleich
nach bemeldtem Goa ab/ und wie ſie daſelbſten
mit Recommendation Schreiben von demGubernatorn von St. Tholne ankommen/
ſadorn/ der in ſeinem Loſament ſich nicht wolgeſichert hielte/ und eylend ſeinem Herꝛn demKoͤnig ſchriebe/ daß demſelben belieben moͤchte-mit erſt nach Goa abgehenden Schiffen/ die Be-freyung des Pater Ephraims zu befehlen. DerPabſt lieſſe auch ſchreiben/ ſich erklarend/ da-fern man denſelben nicht auf freyen Fuß ſtel-len würde/ er die gantze Geiſtlichkeit in Goa inden Bann thun wolte. Aber alle dieſe Schrei-ben waren vergeblich/ und hatte Pater Ephraimfür ſeine Erledigung allein dem Konig vonGolconda zu dancken/ welcher jhn ſehr liebte/und ſein duſſerſtes verſuchte/ denſelben zu bere-den/ zu Zagnagar zu bleiben. Er hatte von jh-me etwas von der Mathematic erlernet/ wieauch ſein Eidam/ der Arabiſche Fuͤrſt/ welcherſich anerbotten/ in ſeinem Koſten dem Pater einHauß und Kirche erbauen zu laſſen/ welchesſeithero für zw¾een nach Goa kommene Auguſti-ner beſchehen. Der Koͤnig bekriegte dazumalden Raĩa der Landſchafft Carnatica, und deſſel-ben Kriegs⸗Heer/ lage bey St. Thome; ſobald er wegen des unverantwortlichen/ widerPater Ephraim von den Portugeſen verübtenStuͤckleins/ Nachricht bekommen/ ſchickte eran Mirgimola ſeinen Feldherꝛn Befehl/ St.Thome zu belagern/ und alles mit Feuer undSchwerdt zu verderben/ wann er nicht gewiſſ-Verſprechung von dem Gubernatorn des Ortsbekarne/ daß Pater Ephraim in zween Mona-
ten loß ſeyn ſolte; die Abſchrifft des KönigeBefehls/ wurde an dieſen Gubernatorn gl⸗ 91e e der Stadt ein ſolcher armen eureentſtunde daß man nichts mehrers ſahe als ein auaSchiff nach dem andern nach Goa abfahren denteum den Königlichen Stadthalter zu ne 11gen/ daß Pater Ephraim ohnverzogenlich and
war kein Kloſter noch gutes Hauß/ ſo jhnennicht Geſchencke 9 der Nane Oehalter ſelbſten/ Dom Philippe de Maſcaregne,
erwieſe denſelben groſſe Freundlichkeit/ und
lieſſe ſie in ſein Schiff gehen/ neben jhm nachPortugal zu ſchiffen; aber der Stadthalter
und die zween Frantzoſen ſturben auf der See/undexreichten Portugal nicht.„
c ile, Zu melden iſt allhier/ daß einiger Koͤnigli-Phuippe de cher Stadthalter von Goa niemalen einen ſol-Kegler chen grofſen Reichthum/ wie obgemeldter DomStadthalter Philippe de Maſcaregne geſamlet/ derſelbein do. hatte ſehr viel Diamant/ alles Stein im Ge-wicht von zehen biß in 40. Cargt; aber inſon-
derheit zween/ die er mir/ als ich daſelbſten war/
gezeigt/ deren der eine ein Dickſtein. und der
ander 67lund ein halben Carat gewogen/ beyd
ſauber/ ſchoͤnen Glantzes/ auf Indianiſche
Manier geſchnitten. Das Geſehrey gienge/
demſelben ſeye auf einem Schiff mit Gift verge-
ben worden/ dabey geſagt wurde/ daß ſolches
chan
freyen Fuß geſtellet wurde/ welches auch alſo
würcklich beſchahe. Inmaſſen demſelben 25Namen deß Inquiſitorn angezeigt worden,.er herauß gehen koͤnte. Aber obwol die 1geöffnet ware? wolte er jedoch nicht auß aleGefangenſchafft gehen/ es ware dann/ daß 195 5Geiſtichen zu Gos kamen/ und ihn in Pore,ſion abholten/ welches ſie auch alſobald dbanachdeme er herauß/ begabe ſich derſelbe innen
Kloſter der ſo genannten Capuciner/ ſog
ſam Franciſcaner Ordens/ und ble ae
ſten. Tag. Von dem Pater Eph rat ſe-ich offt vernommen/ was jhn ſonderlich 0 5ner Verhafſtung verdroſſenz und zwar/ da ben
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