Etſtes Bucht.
5 Kong solches beſehen/ laͤſt er ſein InſiegelFarauf drucken/ damit kein Betrug unterlauf-fen konne/ alſo uͤberlieſſen wir jhme alles ver-ditſchiert/ und er verſprache uns/ ſolches demdolig zu weiſen/ auch uns von der Commiſ-non/ die er uns zu Gefallen über ſich nahme/gute Rechenſchafft zu geben. 3Den folgenden Tag/ waren wir Morgensin frühesten mit De Lan auf der Jagd/ undvocduuſerer Zuruckkunfft um 8. oder 9. Uhrden Mittag/ an dem Ufer des Waſſers/ wiedes Königs/ und der groſſen Herren Elephan-ten gewaſchen wurden/ zu ſehen. Der Ele-phant geher in das Waſſer biß an den Bauch/5 1 lich hernach auf eine Seite/ und mit demzulſel geuſt er Waſſer auf die über ſich ge-eule Seite/ dieſelbe wol zu waſchen. DerClephanten⸗Meiſter darauf/ reibet des Thiersaut mit einer Gattung Bimſtein/ und rei-giget alſo ſolche von allem Unrath/ ſo daranch gehanget haben mochte. Etliche glauben/ſch wann dieſes Thier auf der Erden lige/ vonlich ſelbſten nicht wiedrum aufftehen konne/elches aber deme/ ſo ich geſehen/ ſchnur ſtrackzu wider; dann ſo bald der Meiſter daſſelbeauf einer Seite wol abgerieben/ befiehlt er jh-me/ ſieh auf die andere Seite zu wenden/ wel-ches alſobald beſchicht/ und wann das Thierederſeits wol gewaſchen/ gehet ſolches außdem Waſſer/ und ſiehet eine Meile an demUfer/ trocken zu werden. Alsdann komt derMeiſter mit einem Topff voll roth ober gelberarb/ und bezeichnet das Thier mit Strichengu der Stirn/ um die Augen/ auf der Bruſtnad dem Hindern/ daſſelbe darauf mit Cocos-0 die Nerffen widrum zu ſtarcken/ reibend;dc etliche hangen jhnen endlichen ein Ge-0 meide von falſchem Gold oder Silber aufeme 5 nAle Den 1. lieſſe der obriſte Königliche Leib-f um zwey Uhr nach Mitkag uns abho-15 99 uberliefferte uns wieder unſere Perlen/Be ſich Königs Inſtegel/ ſo er darauf nachEr bhtigung trucken laſſen/ wol verpitſchiert.hir ehrte den Preiß eines jeden Stucks/ ſof 0 55 vermeldeten; und wie er einen Ver-te: den bey ſich hatte/ der alles verzeichne-fie been über die Perlen von ſo hohem Preiß3. wunderend/ ſagte/ daß gewißlich wirlber öl⸗Leute des Königs von Golconda für
nter und ohnwiſſend hielten/ w 0Ich d ohnwiſſend hielten/ welche doch tag⸗ fe cher 5lich 0 9. Meldung beſchehen ſchickte an mich von ma-
m 9 150 andere koſtliche Sachen/ die dem Koderſpredracht wurden ſehen chaten. Ich wi-ich wal dem Verſchmttenenkrotziglich/ daßlungen Sur diät daß er den Preiß einerſte; unde clavin beſſer/ als eines Kleinods wu-Wir d deme ich dieſes ſagte/ verwahretenAbſc en unſere Perlen/ und von dem Artztn koa humeltd/ kehreten wir nach unſe-lutte men, So bald wir zurrick waren/der halten ho Kutschen zu bedingen) ein je-weexeiſegen keits ſein Hand⸗ ferd und alſoftuh y 8 den folgenden Tag/ MorgensLag 8 eleonda konten aber denſelbendle Porte, Weilen weit kommen, eil8 geſen/ Engellander und Hollander/
5 8.alleſamt des Königs Buchſenmeiſter/ unsbegleiteten(und wir mir einander uns luſtigmachten. Es iſt nicht noͤthig/ allhier zu wie-derholen/ was im Eingang dieſes Wercksvermeldet/ und weil ich von Golconda nachSuxate,; den jenigen Weg/ welchen ich von
dieſem Ort nach bemeldtem Golconda ge-
nommen/ wiedrum gereiſet/ ſintemalen keinanderer/ habe ieh nichts anders dißmalen fer-ner anzubringen/ als daß/ nachdeme wir(aufdas dem Verſchnittenen von mir beſchehenemWiderſprechen) ohngeſaumt von SGolcon-da ahgeſeheiden/ der Konig/ welcher ſolcheserſt zween Tag nach unſerer Abreiſe vernom-men/ hat vier oder fünf Neuter nachgeſchickt/mit Befelch/ uns wiedrum/ da wir angerrof-fen wurden/ nacher Hofe zu führen. Wirwaren bereits funf Tage weit von Golconda,und eine Tag⸗Reiſe in dem Gebieth des groſ-ſen Mogols, da einer dieſer Reuter zu uns in
das Nacht⸗Lager kame/ deſſen Geſellen auf
den Grentzen beeder Lande geblieben/ wol er-achtend/ weilen wir ſchon füͤrter gereiſt/ nichtgeneigt ſeyn würden wiedrum zuruck zu keh-ren. Dieſer Reuter eroͤffnete uns des KönigsBefelch/ uns wieder mit ſich zurück zu führen/mit Vermelden/ daß er die Perlen erkauffenwurde/ und jhme fremd vorkommen/ daß wiralſo ſtillſchweigend und eylend weggereiſet;wie wir nicht mehr guf des Koͤnigs von Sol-conda Grund und Boden waren/ konte ernicht wol anders als uns inſtandig birten/ wie-der mit jhm umzukehren/ verſicherend/ daßuns alles Genügen wiederfahren wurde; undder Herz du Jarclig wolte bey nahe einwilli-gen/ aber was nich/ dem des Lands Arb beſ-ſer als jhm bekant/ anbelangen thare/ ſagte ichdem Reuter frey herauß/ daß es nicht ſeynkonte/ und nach dem er von uns weg/ gabeich meinem Reiß⸗Gefahrten die Urſach/ war-
um ich nicht wieder nach Golconda kehren
wolte/ zu verſtehen.
Wie 10 50 9 55 cee/ ôallda Des aa.wenig Tag hernach Herz du Jardin von ei⸗ dor An,nem Überſchuß der Gall/ wie in meiner Be⸗ kauft zu su.
ſchreibung Perſien vermeldet/ geſtorben/machte ich meine Rechnung nach Agra zu rei-en/ den Cha⸗gehan, damalen regierend zu be-ſuchen; gber der Nabab Cha- Elk Kan, desKönigs Schwager und Gubernator der Land-ſchafft Guzerate, von welchem anderſtwo
dabat, allda er ſeine Reſidentz harte/ einenſeines Hauſes fürnehmſten Beamten/ miranzuzeigen/ daß nachdeme er vernommen/ daßich etliche ſchene Kleinodien zu verkauffen hat-te/ jhme lieb mare/ daß ieh zu jhme kame/ mich
berſßicherend/ daß er mir ſolche eben ſo wol/ als
der Konig/ bezahlen wolte Dieſe ortſchafftempfienge ich in wahrender Her en du JardinsKranckheit/ und wie er den 9. Tag Decemberſtarbe/ und wir ihne zu Surate die lelſte Ehreerzeigt/ reiſete ich nach a madabat, und hand-lete alſobald mit dem Nabab. Dann weil erauf allerley Kleinodien und Edelgeſtein ſichtreftich wol verſtunde/ waren wir bald Randun