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und ſchr groß in ondien/ da ich damalen ware/
erſchienen/ truncke Aureng· zeb nur ein wenigWaſſer/ und aſſe allein ein wenig Hirs⸗Brod -welches jhne in der maſſen ſchwachete/ daß we-nig gefehlet er geſtorben ware; dann uber das/lage er auf der Erden mit einer Tyger⸗Hautbedeckt/ und ſeith derſelben Zeit iſt er niemalenwiederum recht geſund geweſen.
Ich erinnere mich/ daß ich den Koͤnig in
ſeinem Thron ſitzend/ zu drey underſchiedlichenMan bringt jhme ſe
malen trincken geſehen.auf einem guldenen mit Diamant/ Rubinund Schmaragd verſetzten Teller/ eine groſſeChriſtalline runde und gantz glatte Schale/
deren Deckel auch von Gold mit Edelgeſtei-
nen/ gleich wie der Teller beſetz. In dem U-brigen ſihet niemand als die Weiber und dieVerſehnittenen/ den Koͤrig eſſen/ und ſehr ſel-
ten halt er Mahlzeit bey einem ſeiner Under-
thanen/ und ſolte es ſchon ein Furſt auch ſeinernächſten Verwandten ſeyn. Als ich in mei-ner letſten Reiſe daſelbſten ware/ hatte Giater-
kan ſein Groß⸗Vezier und Oheim von Sei-ten des Weibs/ ihne under dem Vorwand denneuen Paͤllaſt ſo er bauen lieſſe/ zu beſehen/ ein-
geladen/ welches die groͤſte Ehre/ ſo der KoͤnigIhme erzeigen konte/ ware. Giafer- kan, und
ein900 verehrten demſelben in Kleinodien/ Ele-phanten/ Kamelen/ Pferden/ und anderenSachen/ den Werth von 5. Lacres de Rou-pies, die machen ein Million und go tauſendFrancken unſerer Wahrung. Dieſes/ des
Giafer- kan Meib/ iſt die Koſtbarſte und Frey-
gebigſte in gantz Indien/ uñ wendet allein mehrUnkoſten an/ als alle Weiber und Toͤchtern desKönigs; ⸗ welches eine Urſach daß ſie jederzeitin Schulden ſteckt/ ob ſchon Giafer. kan gleich-ſam Meiſter im gantzen Reich. Sie hatte ei-ne koͤſtliche Mahlzeit für den Konig zurichtenlaſſen;nichts eſſen wolte/ und Selbe in dem allaſtwiederum zuruck war/ hatte dieſe Furſtin IhroMajeſtat die Gerichte ſo für Sie bereitet ge-weſen/ uͤberſchickt. Der Koͤnig befunde dieſeTrachten alle ſo wolgeſchmackt und ange-nehm/ daß er dem Verſehnittenen/ welcherdieſe Speiſen begleitete/ füͤnff hundert Rou-
pies, und in die Küchen doppelt ſo viel vereh-
ren lieſſe.
Wann der Koͤnig in ſeinem Pallekis, ſichnach der Moſquẽe begibt/ folget jhme einer ſei-ner Sohn zu Pferd/ aber alle Furſten undBeamten ſeines Hofs/ ſeynd zu Fuß. Die ſoMahometanen/ erwarten deſſelben oben aufder Stiege der Moſquse, und wann er bereitwiederum herauß zu gehen/ gehen ſie vorher bisan die Pforte des Pallaſts. Vor jhme hergehen allezeit 8. Elephanten; vier/ auf jedem
deren zween Mann/ der eine den Elephantenzu leiten/ der andere ſo auf dem Rucken ſitzet/eine Standarte an einer Stange eines halbenSpieß lang tragend. Die vier andern habenjeder einen Seſſel oder Gattung eines Throusauf dem Nucken/ deren einer vierecket/ der ande-re rund; einer bedeckt/ und ein anderer mit Glas
Neisbeſchreibung in Indien/
Weib hierauf jhre Danckbarkeit zu bezeu-
als aber Ihre Majeſtat daſelbſten
Stell zu
mancherley Art zugemacht. Wann der Ko-nig auß dem Pallaſt gehet/ hat er gewohnlichfür ſeine Leibtwacht fuͤnff oder 600. mit einerGattung halben Piquen bewaffnete Mannerbey ſich. Dieſelbigen binden an die Spitze
DaeNegele
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Feurwerck/ ſo zwo Raqueten kreutzweis übe?
einander/ ein jede in Groͤſſe eines Arms/ uneines Schuh lang/ koͤnnen die Spieſe bis auf50. Schritt weit führen. Dem Konig fol-gen auch 3. in 400. Muſgtietierer/ die forcht-am und ungeſchickt zu ſchieſſen/ und eine An-zahl zu Pferd/ welche nicht beſſer ſeynd. Einhundert unſerer Soldaten in Europa/ ſchlugenknit leichter Mühe tauſend dieſer Indianiſchen
cb
Volcker; aber hingegen muß man bekennen 10%daß ſelbige ſchwerlich zu einem ſolchen maſſigen anegeben wie jene verführen/ ſich wurden gewoh-nen koͤnnen. Dann bey des der Reuter und
der Soldat zu Fuß/ mit einem wenig Mal mitſchwartzem Zucker und Waſſer geknetten/ da-auß ſie Kügelein machen/ ſich begnügt; und A-
bends wann ſie die Gelegenheit/ ruͤſten ſie Qui
cheri zu/ das iſt Reiß/ den ſie mit dem Sagmendieſes Namens/ in Waſſer und Saltz ſiedenlaſſen. Solches zu eſſen/ tauchen ſie zuvor mitden Fingern in zerlaſſenen Butter/ und diß idie gewohnliche Nahrung ſo wol der Solda-ten/ als des armen Volcks. Über das/ ſtnochzu bedencken/ daß die Hitze unſere Soldatenhinnehmen wurde/ denen unmuͤglich ware dengantzen Tag der Sonnen Hitze wie die Indianer außzuſtehen. Ich wil auch kuͤrtzlich andeuten/ daß die Bauren fur ihre gantze Kleisdung/ nur allein ein Stücklein Leinwad/ welchedenſelben/ die Scharn⸗Glieder bedecken/ anha-ben/ und in groſſer Armuht ſeynd/ dann ſo balddie Gubernatoren oder Verwalter bey denVolck etwas wiſſen/ trachten ſie ſolches nitRecht oder Gewalt zu bekommen. Es werde,in Indien gantze Landſchafften/ darauß dieBauren wegen der Tyranney der Gubernato-ren geflohen/ oͤd und wuſt gefunden. Undedem Schein/ daß ſie Mahometaner/ verfolgenſie dieſe Abgötter über die maſſen hart/ und ſoetwan einer ſich zu dem Mahometiſchen Glal-ben bekennet/ beſchicht ſolches um nicht mehr ddarbeiten Leben die Soldaten oder aqui;edienen/ welche letſtgemeldten 1ben als der Welt abgeſagt/ und allein auß dene
Allmoſen ſich ernehren/ aber im Fundalle,
ſeynd ſie all Schalck und unnütze Geßele.Man zehlet daß dieſer Mahometaniſchen 2quiers 800. und der Abgoͤtterer 120000 chin Indien ſich befinden/ darvon aber herne)mit mehrerem Meldung thun wil. dAllzeit ohngefahr uber 14. Tag/ reite 197Konig auf einem Elephanten/ darauf en ad,bis nach Vollendung verbleibt/ auf die JenAlle Thiere ſo gefangen/ werden bis aufe 5Mußgueten⸗Schuß weit /ihme zugeführtenmeinlich ſeynds Lowen/ Tyger/ Hirſchenſo genante Gazelles; aber die Wil 0 hen.will er als ein guter Mahometan niche ieIm zuruckkehren ſetzet er ſich in ein Pe 1 9 1und beſchicht ſolches beydesmal mit der haftenWacht/ und in gleicher Ordnung die ge rd/
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